ovale Goldfibel

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    • ovale Goldfibel

      Hallo zusammen,

      wie einige wissen, arbeite ich als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Kantonsarchäologie Zürich. Vielleicht ist dieser Fund :love: für einige von euch interessant:

      "ARCHÄOLOGIE IM KANTON ZÜRICH – KURZBERICHTE ZU DEN PROJEKTEN 2015"

      are.zh.ch/internet/baudirektion/are/de/archaeologie/archaeologie/Veroeffentlichungen1/_jcr_content/contentPar/publication_1287743299758/publicationitems/kurzberichte_arch_ol_5/download.spooler.download.1459780183868.pdf/_Kurzberichte_Archaeologische_Projekte_2015.pdf

      Auf dem Aushub eines neuen Dachsbaus entdeckte Fabianvon Kaenel im östlichen Abhang der Burgstelle eineGoldfibel des späten 11. bis 12. Jh. Die 1,9 cm langeFibel gehört zu einer Gruppe von ovalen Fibeln mit gefasstemSchmuckstein, der beim vorliegenden Exemplarfehlt. Charakteristisches Merkmal ist der schmale Randmit umlaufendem Wellenband. Die Fundorte dieses Typsliegen vorwiegend in einem Gebiet zwischen Nord- undOstseeküste, Dänemark, Gotland sowie Südfinnland. AlsHerstellungsort ist eine nicht näher bestimmbare Stadtdes Heiligen Römischen Reichs anzunehmen.Literatur: Th. Bitterli-Waldvogel (Bearb.), Burgenkarteder Schweiz. Blatt Ost (Wabern 2007) 102.

      Was ich an diesem Fund wirklich bemerkenswert finde, ist die Tatsache, dass in einer Niederadelsburg (ev. Motte, Mauerresten konnte ich finden) solch ein Schmuckstück zu finden ist (es war mein absoluter Glückstag, da ich ohne Detektor unterwegs war!). Auch dass dieser Fibeltyp eigentlich nur im Norden zu finden ist, ist ziemlich erstaunlich. Es zeigt einmal mehr, wie mobil die Menschen zu der Zeit waren. Ich hoffe, dass wir diese Burgstellen in Zukunft noch besser erforschen können und weitere Puzzleteile zum Thema Mittelalter finden.