Einsteigertipps ins skandinavische Frühmittelalter von Aisling

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    • @Wolfram Silvia mit i bitte, so schwer kann das nicht sein, ich gucke auch jedes Mal unter Dein Bildchen.

      Schlimm finde ich wenn man meint überall Recht haben zu müssen und zu übersehen wie tief andere im Thema sind. Das führt dazu Jemanden gar nicht mehr ernst zu nemen auch bei Themen wo der andere sich vielleicht tatsächlich auskennt. Einfach mal im Auge behalten das Andere bescheidener sind und ihre Grenzen besser kennen.

      @ Allgemein, Aisling heißt bürgerlich auch Silvia, das ist jetzt in Marles Beitrag direkt über meinem Beitrag nicht ersichtlich wer gerade gemeint ist.
      Neue Seite mit Blog : zeitensprung-handweberei.de
    • Ja, die nadelgebundenen Mützen sind echt praktisch und warm. Aber ich kenne halt nur den Fund aus Trier und bisher hat mir noch niemand einen passenderen nennen können.

      Und was war das zweite 'Echt jetzt'???

      Die angegebenen Bücher sind nur ein Teil der Bücher, mit denen ich arbeiten. Und immer wieder finde ich Dinge, wo ich auch echt verblüfft bin.

      Und damit sich niemand mehr wundert, habe ich meine Signatur ein wenig ergänzt...
      Ich bin nett, höflich, liebenswert und zuvorkommend...
      wenn ich schlafe.

      Meine Seite übers Brettchenweben http://www.aisling.biz
    • Aisling schrieb:




      Und was war das zweite 'Echt jetzt'???

      Echt-jetzt 1:
      Schürzenkleid + Gürtel = no go.
      Ich habe noch nirgends gelesen das man es nicht zusammen trägt und ich wurde auch nie darauf angesprochen / berichtigt / korrigiert.

      Echt-jetzt 2:
      Der Thorshammer. Da hat sich mir eingeprägt das man den als Frau nicht tragen sollte da Thor doch eher Männersache wäre.. :D

      Aber man lernt ja nie aus (wenn man will), daher freue ich mich darüber und arbeite damit.
      Für Alle, die zu wissen glauben wie der Hase läuft: er hoppelt. :fliege
    • Es gibt durchaus Funde von Gürtelschnallen in Frauengräbern, nur immer dann, wenn diese Schalenfibeln tragen, sind die nicht am Körper, sondern ein wenig abseits. (u.a. das Grab 45 aus Haithabu)

      Alternativ dazu gibt es die Möglichkeit, dass die Schnallen als Art 'Amulett' getragen und mit den Frauen beerdigt wurden, weil sie nicht an der 'üblichen' Stelle liegen.

      Es gibt das Textil aus dem Hafen von Haithabu, das als Teil eines Trägerkleides identifiziert worden ist und eine gleichmäßige Abnutzungsspur hat, die von Hägg als Gürtelspur identifiziert wurde. Finde ich sehr schwierig, da dieses Textil sich in einer dritt- oder viertverwertung befand und man keine Ahnung hatte, was damit angsestellt wurde, dass sich der 'Fetzen' so abgenutzt hat.

      Ich kenne nur einen einzigen Fund aus England, wo Frau mit Schalenfibeln auch Gürtel getragen hat, aber das ist halt nicht Skandinavien.

      für mehr gibt es hier eine tolle Seite Medieval-baltic

      Und ja, das mit Thorshämmern hat mich auch überrascht, aber im Moment kenne ich außer dem einen entmannten Kerl kein Männergrab...
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    • Zum Ausdrucken der Birka-Bücher...

      Eine Privatkopie ist und war laut Urheberrecht immer schon zulässig. Und ob man sich ein Buch nun per Fernleihe bestellt und klassisch auf den Kopierer legt (in fast jeder Bücherei steht übrigens genau für diesen Zweck so ein Teil meist rum), oder sich einen Scan ausdruckt / drucken lässt ist völlig unerheblich.

      Gerade bei Büchern, die ohnehin nicht neu aufgelegt werden, entsteht dem jeweiligen Verlag auch keinerlei Schaden dadurch. Teilweise existieren manche Verlage auch schon seit Jahren nicht mehr, so dass diese Frage ohnehin überflüssig ist.
    • Aisling schrieb:

      Es gibt durchaus Funde von Gürtelschnallen in Frauengräbern, nur immer dann, wenn diese Schalenfibeln tragen, sind die nicht am Körper, sondern ein wenig abseits. (u.a. das Grab 45 aus Haithabu)

      Alternativ dazu gibt es die Möglichkeit, dass die Schnallen als Art 'Amulett' getragen und mit den Frauen beerdigt wurden, weil sie nicht an der 'üblichen' Stelle liegen.

      Es gibt das Textil aus dem Hafen von Haithabu, das als Teil eines Trägerkleides identifiziert worden ist und eine gleichmäßige Abnutzungsspur hat, die von Hägg als Gürtelspur identifiziert wurde. Finde ich sehr schwierig, da dieses Textil sich in einer dritt- oder viertverwertung befand und man keine Ahnung hatte, was damit angsestellt wurde, dass sich der 'Fetzen' so abgenutzt hat.

      Ich kenne nur einen einzigen Fund aus England, wo Frau mit Schalenfibeln auch Gürtel getragen hat, aber das ist halt nicht Skandinavien.

      für mehr gibt es hier eine tolle Seite Medieval-baltic

      Und ja, das mit Thorshämmern hat mich auch überrascht, aber im Moment kenne ich außer dem einen entmannten Kerl kein Männergrab...
      Das mit den Thorshämmern wusst ich ja seit ich Banghards Nazis im Wolfspelz gelesen habe aber das ist nen Fakt der natürlich einschlägt wie eine Bombe. Wie viele Thorshämmer laufen denn auf einem Wikimarkt herum!? Wenn die alle wüssten, dass sie Frauenschmuck tragen haha.
      Ich habe mir trotzdem nochmal die Gräber und Thorshämmer in Birka I angesehen. Habe 12 Funde gesehen, wobei nur 1 zu einem identifiziert rein männlichen Grab gehört: Grab 985. Ein Eisenring mit mehreren Hämmern.
      Mit den übrigen Amuletten und Anhängern sieht es humindest in Birka ja aber auch nicht besser aus, habe nur flüchtig durchgeblättert, entweder nicht identifizierbar, da Brandgrab oder ein Frauengrab. Trugen Männer keinen Schmuck? Also wäre das die Empfehlung: trage als Mann besser keinen Schmuck, das ist immer mehr falsch als richtig? Oder gibt es da doch irgendetwas was sich der männliche Wikinger um den Hals hängen kann ohne sich als Laie zu outen? ;)
    • Aisling schrieb:

      Ja, die nadelgebundenen Mützen sind echt praktisch und warm. Aber ich kenne halt nur den Fund aus Trier und bisher hat mir noch niemand einen passenderen nennen können.


      Jehanne schrieb:

      Ich habe mir vor kurzem folgendes Buch gekauft:

      "Nadelbinden - Was ist denn das?" von Ulrike Claßen-Büttner
      Geschichte und Technik einer vergessenen Handarbeit

      Zusätzlich zu den Anleitungen der verschiedenen Stiche gibt es da auch einen
      recht großen Fundkatalog von der Steinzeit bis heute zu erhaltenen Naalbinding Stücken und
      Fragmenten, teilweise mit Fotos.

      Unter anderem auch die Mütze des Heiligen Simeon und die Mütze des Heiligen Bernhard.
      Beide Funde datiert auf das 12 Jahrhundert, Deutschland.

      Dieser Beitrag liegt mit Feb 2013 schon eine Weile zurück. Zu den genannten Mütze werden im Buch entsprechende Abbildungen gezeigt. Also wenn ich nicht gänzlich daneben liege haben wir demnach schon zwei Funde, und die stammen dann auch noch aus hiesigen Gefilden.
    • Kann ich dir leider nicht beantworten. Ich bin nicht sooo tief in der Materie bei den Jungs drin.

      Meine Hauptbaustelle ist Frauenkleidung und nur nebenbei ein wenig Männerkram.

      Aber wenn ich mich recht entsinne gibt es Funde von 3- 4 Perlen... und Grab 985 muss ich mir mal näher ansehen. Dankeschön.
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    • Thirk schrieb:

      Aisling schrieb:

      Ja, die nadelgebundenen Mützen sind echt praktisch und warm. Aber ich kenne halt nur den Fund aus Trier und bisher hat mir noch niemand einen passenderen nennen können.

      Jehanne schrieb:

      Ich habe mir vor kurzem folgendes Buch gekauft:

      "Nadelbinden - Was ist denn das?" von Ulrike Claßen-Büttner
      Geschichte und Technik einer vergessenen Handarbeit

      Zusätzlich zu den Anleitungen der verschiedenen Stiche gibt es da auch einen
      recht großen Fundkatalog von der Steinzeit bis heute zu erhaltenen Naalbinding Stücken und
      Fragmenten, teilweise mit Fotos.

      Unter anderem auch die Mütze des Heiligen Simeon und die Mütze des Heiligen Bernhard.
      Beide Funde datiert auf das 12 Jahrhundert, Deutschland.
      Dieser Beitrag liegt mit Feb 2013 schon eine Weile zurück. Zu den genannten Mütze werden im Buch entsprechende Abbildungen gezeigt. Also wenn ich nicht gänzlich daneben liege haben wir demnach schon zwei Funde, und die stammen dann auch noch aus hiesigen Gefilden.

      Ähhhh 12. Jhd. für Wikingerzeit????

      Zudem ist der Heilige Simeon der byzantinische Heilige aus Trier mit der koptischen nadelgebundenen Mütze...

      de.wikipedia.org/wiki/Simeon_von_Trier
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    • Du hast da einen der üblichen Feld-Wald-und-Wiesen-Artikel die pures Wischwaschie ohne irgendwelche Belege verbreiteten gepostet.

      Zur Zeit heißt es 'höchstwahrscheinlich Fruchtbarkeistsymbol für Frauen'.

      Und über Belege, dass es in Männergräbern, wo der Kerl nicht entmannt wurde, als Anhänger verwendet wurde, freue ich mich.
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    • @Aisling
      Ja okay, wenn du die Funde nur auf die WikiZeit beziehst, hatte da wohl einen erweiterten Horizont
      Habe das Büchlein grad noch mal aufgeschlagen, bei der Mütze des Hlg. Simeon steht beim Alter "1000 n. Chr."
      Viel Besser die zusätzliche Information
      "die Mütze galt als Wundermittel gegen Kopfschmerzen" .... nur mal so...

      Aisling schrieb:

      Du hast da einen der üblichen Feld-Wald-und-Wiesen-Artikel die pures Wischwaschie ohne irgendwelche Belege verbreiteten gepostet.

      Zur Zeit heißt es 'höchstwahrscheinlich Fruchtbarkeistsymbol für Frauen'.

      Und über Belege, dass es in Männergräbern, wo der Kerl nicht entmannt wurde, als Anhänger verwendet wurde, freue ich mich.
      Und deshalb ja auch meine Frage ob das mit dem Frauenschmuck als gesichert gilt, unabhängig davon ob die Quelle nun UniStandard hat oder nur für die Allgemeinheit geschrieben wurde. Im Übrigen wäre das eine Leserschaft so wie zB ich es bin.. ..Hobby... what else :bye01

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thirk ()

    • @Thirk du kannst ja nochmal selber nachschlagen in Birka I. Ich habe es auch eben gemacht - such dir in den Tafeln die Gräber zu den Thorshämmern oder abdeten Amuletten raus und blättere ganz nach hinten zu den Übersichtstabellen und gleiche es mit dem Geschlecht ab. Behelfsweise mit gefundenen Waffen bzw. der Abwesenheit von Schalenfibeln und es sieht ganz düster aus mit Männerschmuck. Zumindest stand Birka I. Bin da grad etwas verzweifelt. ;)
    • Ich sag nur Heiligenverehrung - ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Mütze nicht in Europa hergestellt wurde...

      Bzgl. Thorshämmer: man neigt im wissenschafltlichen Kreisen dazu, sich bei solchen Sachen nicht 100% festzulegen. Im Moment ist der Thorshammer 'höchstwahrscheinlich Fruchtbarkeistsymbol für Frauen'. Mehr geben die Funde nicht her, da gibt es keine felsenfeste Sicherheit, dass das so war. Es sind Vermutungen, die Aufgrund der Funde abgeleitet werden.
      Und wenn irgendwo ein neues Gräberfeld gefunden und ergraben wird, kommen neue Erkenntnisse hinzu und wandelt sich die Bedeutung.
      Die Fundlage ist halt nicht so eindeutig, wie du es gerne hättest, damit kann ich nicht dienen.

      Grab 985 ist ein Männergrab, aber in Birka I wird die Fundlage wie folgt beschrieben: 'In der Schüttung: in der SW.Ecke, 0,3 m tief, ein Bleiklumpen, 4,3 x2,7 cm; in einer Tiefe von o,6 m, etwa mitten über dem Eimerhenkel, ein Eisenring, Taf. 105: 1, Durchm. 11,8 x9,3 cm, vierseitig, gegen die Enden gedreht, die als Haken und Öse geformt sind, auf dem Ring mindestens 5 Thorshämmer, meisselför-mige Gegenstände und 2 kleine Ringe aufgezogen.'


      Wie schon gesagt: Männerkram und damit auch Männer die Thorshämmer tragen ist nur bedingt meine Baustelle, da freue ich mich immer über Leute, die mir mit entsprecher Literatur / Funde weiterhelfen um mehr heraus zu finden.

      Ventris: finde es toll, dass du dich da jetzt rein fuchst.
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    • Wie entaseht die Anahme, das der Kerl entmann wurde? ICh habe jetzt das Grab gegoogelt, aber nirgends eine Aussage gefunden, das sich in Männerbestattungen ansonsten skelettierte Penise fanden.
      Und das ein EberzaImmerhin gab es im (heutigen) hessischen Raum schon etwa 200 Jahre vorher Beinprothesen (Literatur nicht zur Hand, aber: JA!)
      Möge der Fundbericht IMMER mit Euch sein!
    • Das war keine Beinprothese...

      halldorviking.wordpress.com/20…0iWsZbj5_D7CHnjHWlrjxX7ws

      Du musst hier ein wenig runterscrollen, dann findest du auch eine Zeichnung des Grabes mit der genauen Positionierung des Eberzahnes und darunter eine Beschreibung der Verletzungen, die zu seinem Tod geführt haben. Unter anderem ein Hieb, der nicht nur den Oberschenkel getroffen hat und gleichzeitig zur Entmannung geführt hat.
      Die passende Literatur wird mitgeliefert.
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    • Danke dir, lese ich nachher mal. Und ich meinte nicht, das derZahn eine Beinprothese war, sondern es wirklich Beinprothesen gab.


      Ich finde den thread derzeit nicht bei FB, hier aber ein unscharftes Foto, das ich mit meinem alten Handy in der Stadtbibliothek Jahresbeginn 2018 in Giessen gemacht habe. Also, Bein.
      Bilder
      • Beinprothese.jpg

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