Sonderausstellung "Europa in Bewegung" LVR Landesmuseum Bonn

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    • Sonderausstellung "Europa in Bewegung" LVR Landesmuseum Bonn

      Hallo Forenfreunde,
      im LVR Landesmuseum Bonn läuft noch bis zum 25 August 2019 die Sonderausstellung Europa in Bewegung, Lebenswelten im frühen Mittelalter, es werden Zusammenhänge zu Handel und Völkerwanderungen im Frühen Mittelalter erläutert.

      Speziell für die Ausstellung entliehene Funde aus z.B.: dem Fränkischen, Wikingischen, Slavischen, Hunnischen und Awarischen Fundgut wurden ebenso wie Dinge aus dem eigenen Bestand ausgestellt z.B.:Waffen und Alltagsgegenstände gezeigt.
      Viele Glasvitrinen lassen zu, das man z.B, Fibeln auch mal von hinten oder von unten sehen kann, sofern man dies möchte
      und sich entsprechen kniet oder vorsichtig hinter die Vitrine schleicht.
      Dann sieht man Details von Nadelanschlüssen etc. die bei Fotos die nur die Draufsicht abbilden nicht möglich sind.

      [Blockierte Grafik: https://landesmuseum-bonn.lvr.de/media/lmb/metanaviganition/presse/2018_1/europa_in_bewegung/Plakate_Europa_Inhaltsbild.jpg]
      Und nicht zu vergessen die Archäologische Dauerausstellug von der Steinzeit bis zum Mittelalter.

      Des Weiteren gibt es dezeit eine Kindermitmachausstellung über das Leben der "Ritter & Burgen - Zeitreise ins Mittelalter" da kann es schon mal etwas lauter oder turbulent aus diesen Räumen schallen.

      landesmuseum-bonn.lvr.de/de/startseite.html

      MO geschlossen
      DI bis FR, SO und Feiertag 11 - 18 Uhr
      SA 13 - 18 Uhr
      Gruppenführungen für Schulklassen ab 10 Uhr möglich.


      Grüße sendet Olegsson :wiki4
    • Die Ausstellung nähert sich ihrem Ende (25.08.). Da heißt es dieses Wochenende oder gar nicht... Wahrscheinlich nehme ich Sonntag Anlauf - in der Hoffnung auf freie Straßen (NRW hat noch Ferien und es sind fast keine Lkws unterwegs).
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Leute - nutzt die letzte Woche und geht hin! Die Ausstellung ist genial gut und lohnt sich:

      Für 8 € Eintritt werden zahlreiche Funde gut präsentiert und mit medialen Mitteln um jede Menge Informationen bereichert. Allein schon die Animation, wer wann von vo nach wo "gewandert" ist von den vielen Gruppen und Völkern ist es wert, mehr als einmal betrachtet zu werden.

      Die öffentliche Führung war für zusätzliche 2 € ein Schnäppchen und sehr gut. ... da hörte ich mit gemischten Gefühlen, dass eine Filigranscheibenfibel in über 150 Arbeitsstunden entsteht. (Ich bin bei erst bei etwa 20 ;( ).

      Es ist eine geniale Replik des Bischofsstuhl des Maximinianus von Ravenna zu sehen, geschnitzte ElfenbeinTäfelchen über einem Holzgestell - unglaublich beeindruckend.

      Etwas angewidert grinsen mußte ich bei dem über alte Knochen von Heiligen gelaufenen Öl als sogen. Berührungsreliquie. :whistling: :evil: :saint: abgefüllt in kleine Tonfläschen.

      Es gibt eine Astrolabienreplik zum Ausprobieren. Viele wunderschöne Fibeln. Ach, und so viel mehr... Wenn es nicht noch 3 Stunden Rückfahrt gewesen wären, hätten die mich gewaltsam um 18 Uhr vor die Tür setzten müssen.

      (Anm.: zur Stärkung kann man nebenan im Café Tranchen vom porco ibericus genießen... ein ganzes singuläres porcus wäre zu viel gewesen. ;) )
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Du hast die Textilien vergessen ! Die Koptische Tunika , und die Koptischen Kinderkleidchen. Und die Bildwebereien, und das Haarnetz aus Sprang.
      Die Dauerausstellung ist übrigens auch nett.
      Die Akustik im Museum ist schlimm und ermüdent. So grundsätzlich. Dafür gibt es eine Tiefgarage direkt unter dem Museum, so das man in der Stadt keinen Parkplatz finden muss.
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    • Die Textilien - oh ja!

      Das Haarnetz sah aus der Ferne aus wie ein alter Kaffeewärmer aus Omas Zeiten, aus der Nähe wie geklöppelte Spitze und die Erklärung, es sei aus Sprang, löste ein Raunen aus. Ich kann mir nicht vorstellen, wie mit Sprang dieses Muster möglich sein soll! Falls das mal jemand erklären oder zeigen kann, hoffe ich es anschauen zu können.

      Die koptischen Kinder-Tuniken betrachte ich immer mit Wehmut im Angedenken an die so früh verstorbenen Kleinen. Aber sie sind wirklich sehr fein. Da gibt es tolle Gewebe und herrliche Stickereien.

      Es gibt sogar eine rote dickere Wolltunika, die ärmellos als Übertunika getragen werden kann. Laut Katalog wurde die Wolle künstlich nach dem Weben aufgeraut u. dann geschnitten, so daß ein weicher Flor außen entsteht. Das Stück war nach meiner Erinnerung aber nicht in der Ausstellung.
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • nein die Textilien aus dem Katalog stimmen nicht mit der Ausstellung übnerein, denn die Textilien sind so lichtempfindlich das sie ausgetauscht werden, wenn die Ausstellung zum nächsten Mauseum wandert. Zumindest wurde mir das so erklärt.

      Sprangmuster habe ich einmal gesehen, eine Bekannte hatte sich einen Pullover mit Schmetterlingsmuster gesprangt. Aber wir das geht ? Ich weiß es nicht, da trauen sich nur wenige dran. Rigana fällt mir da als Erstes ein :
      wirweben.de/sprang
      (Quelle : https://wirweben.de/ )

      Aufgerauhte Textilien wie Du beschreibst musst Du Dir wie Flanell vorstellen.
      Und ja - mir geht es wie Dir. Kinderkleidung aus Gräbern berühren mich immer sehr.

      Es wäre spannend zu wissen wo die Ausstelung als Nächstes hin geht für die denen Bonn zu weit ist oder es innerhalb der paar Tage nicht mehr schaffen.
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    • Wohin die Ausstellung geht würde mich auch mal interessieren. Vermutlich ins Ausland damit Menschen aus anderen Länder auch mal schauen können.

      Ich selbst werde es leider nicht mehr schaffen so kurzfristig.

      Vielleicht kann jemand der nochmal dort ist ja fragen ob die wissen wohin es noch geht.

      Kleiner Tipp nebenbei. Als ich auf der Seite geguckt habe ist mir folgender Termin ins Auge gefallen:

      Stadt Bonn schrieb:

      Führung: Mittelalter für Einsteiger: Die Heiligen
      Sonntag, 29. September 201911:15 Uhr–12:15 Uhr

      Im Mittelalter spielten der Glaube und die Kirche eine große Rolle im Leben der Menschen. Besonders wichtig waren für sie die Heiligen, zu denen sie beteten. Davon zeugen viele Statuen und Gemälde, auf denen die Heiligen meist prächtig zu sehen sind. In der Führung erfahren Sie, welche Heiligen im Rheinland besonders beliebt waren und woran man sie erkennen kann.


      Kosten: 2 € zzgl. Museumseintritt





      Edit: Mit Zitaten scheint das Forum etwas maulig zu sein ;)
    • Während der Führung kam eine - unverbindliche - Andeutung, die Ausstellung wandere evtl. nach Brüssel weiter.

      Das Konzept der Wanderausstellung ist inzwischen ziemlich verbreitet. Das begegnete mir schon bei den "Königinnen der Merowinger" oder den "Saxones".

      Gestern war in Bonn zu hören, dass jedes Museum vor Ort die Ausstellung um die speziellen Funde bereichert, die sich dort befinden. Damit würde die Ausstellung überall andere Schwerpunkte haben, aber konzeptionell gleich aufgebaut sein.
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Raginhild ()

    • Vor der Ausstellung war ein Text welche Museen zusammen gearbeitet haben, (gleich an der Treppe) ich könnte mir vorstellen das die Ausstellung in jedes dieser Museen geht. Hast Du den Katalog mitgenommen ? (ich nicht) Steht das evtl im Vorwort oder hinten an ?
      Die Texte der Kinderaktionen waren in Flämisch, Deutsch und Englisch verfasst.
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    • Hallo Forenfreunde,
      nun da die Ausstellung in Bonn beendet ist und vermutlich weiter zieht,
      um in anderer zusammenstellung in Brüssel, Amsterdam, Oxford oder Kopenhagen zu sehen zu sein,
      ist es uns allen möglich dank der Recherche von Ulf und dem Einsatz des Wegberger Verein der nahezu die gesamte Ausstellung mit Texttafeln Online gebracht hat noch wieterhin einzusehen.
      Danke an Ulf für den Link, Wegberg ist nicht weit von mir entfernt - doch diesen Verein kannte ich bisher nicht.
      Grüße sendet Oelgsson
    • Wenn ich das hier betrachte so sieht das eher nach einem Awarischen Gürtel mit Beschlägen aus und weniger wie Helmverzierungen oder?

      Es kann natürlich sein das die Schnalle in der falschen Position dargestellt ist aber dann wäre noch die Funktion des Beschlages mit dem Ring daneben interessant


      Quelle: Historischer Verein Weinsberg
      Bildergalerie der Ausstellung "Europa in Bewegung"
    • Hallo Wolfram,

      die Schnalle und das Beschlagteil mit dem Ring gehören so wie auch ich es Werte zu einem Gürtel und nicht zu einem Helm, wie du schreibst ist entweder das Fundstück an der falschen Position ausgestellt oder der Text nicht für die ausgestellten Funde geschrieben.
      Wie überall werden auch in Museen fehler gemacht, hier dürfte es sich um einen Handeln.
      Es wird kaum die Schnalle für einen Kinnriemen sein, denn dann wäre Deine Frage Aktuell wofür ist das Beschalgteil mit dem Ring zu nutzen.

      Wenn wir Fehler in Museen suchen so finden wir diese des öfteren, da wir uns für die Funde interessieren und nicht wie viele Besucher die schön ausgestatteten Vitrinen flüchtig anschauen.

      Es wurden auch mal in ein einem Katalog und in der Ausstellung in Bonn eine Schere als Pinzette benannt, seinerzeit 2004 Die Wikinger am Rhein.
      Gruß Olegsson