Topfhelm Typ Dargen, um 1270

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    • Topfhelm Typ Dargen, um 1270

      Er war einer meiner ersten Helme, der "Typ Dargen"... damals noch aus einem Shop gekauft und ein paar Jahre später (2015) noch einmal aufwendig umgebaut, um ihn optisch noch etwas näher an das Original heranzubringen. Aber mit weiter gestiegenem Anspruch war ich schon bald darauf auch nicht mehr zufrieden damit...

      Als ich am 24. Juli 2017 das Dörfchen Dargen auf der Insel Usedom besuchte (um diesen Ort einmal "zu spüren/fühlen" und nach der Stelle zu suchen wo dieser Helm gefunden wurde) traf ich den Entschluss mir diesen Helm noch einmal bauen zu lassen.

      Nach einiger Suche und etliches an Absprachen wurde das Projekt "Topfhelm Typ Dargen" dann für den Herbst 2018 angesetzt. Aber wie es eben manchmal so ist, verschob sich der Termin "auf unbestimmete Zeit".

      Glücklicherweise konnte nun im Januar 2019 mit den Arbeiten begonnen werden. Die Materialstärke des Helmes liegt bei mindestens 2mm. Ziel wird es sein, optisch so nahe an die Vorlage zu kommen, wie möglich*.

      Der Typ Dargen wurde in den letzten Jahren von einigen 13. Jhd.-Darstellern als Helm ausgewählt und man sieht ihn mittlerweile immer mal wieder auf Verantstaltungen. Das freut mich, denn er ist einer der schönsten Helme die ich kenne.

      Mit der Fertigstellung dieses Stückes wird eine entscheidende Lücke in meine "Zeitstrasse der Entwicklung euopäischer Reiterhelme" geschlossen werden können. Er ist einer der letzten Helmtypen die mir (im Zeitraum von 1150 bis 1300) noch fehlt.

      Die weiteren Fortschritte beim Bau werden in diesem Thema dokumentiert.


      (Bildquelle: C.S.I. & pinterest)

      *der Helm wird (wie alle meine Exponate) so gefertig, dass er auf meinen Kopf passt. Die Originalabmessungen sind mir deutlich zu klein. Die grundlegende Form sollte dies jedoch nicht beeinträchtigen.
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Hallo in die Runde,

      ich habe einmal eine "technische" Frage.

      In der Abbildung des Helms sehe ich die notwendigen Öffnungen für Niete und Atemluft.

      Wofür sind die Restlichen vor allem im unteren Bereich (die Umkreisten).

      Oben könnte ich mir noch Befestigungen für die Helmzier / Decke vorstellen.

      Unten für Kinnriemen sofern verwendet!? und dann bleiben noch einige übrig.
    • Wolfram von der Oerz schrieb:

      Wofür sind die Restlichen vor allem im unteren Bereich (die Umkreisten).
      Oben könnte ich mir noch Befestigungen für die Helmzier / Decke vorstellen.
      Unten für Kinnriemen sofern verwendet!? und dann bleiben noch einige übrig.
      Daran wurde höchstwahrscheinlich ein Polster befestigt (siehe Bild). An den oberen Löchern könnte man auch eine Helmzier befestigen.


      (Bildquelle: Milan Kl)

      Mein Helm wird vermutlich sehr ähnlich wie dieser auf dem Bild aussehen, da der Schmied der selbe ist.
      Beste Grüsse, Thomas :bye01

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thomas W. ()

    • Die Löcher in der Visierspange und den Wangenplatten waren gebohrt. Alles war schon poliert und fast fertig zur Endmontage und dann... stellte sich heraus, dass Herr Quasigroch bei seiner Untersuchung des Helmes im Jahre 1979 auch Zeichnungen der Nietpositionen an der Visierspange anfertigte, die nun nicht mit denen in meinem Nachbau überein stimmten. :/

      Den Bock hab ich geschossen. Hatte zwar Auszüge des Aufsatzes hier liegen... aber ohne die Zeichnungen. Da kann man Fotos sichten, diskutieren und interpretieren wie man will. Die Nietlöcher passten (nach Sichtung der Zeichnungen) nicht mit dem Original überein. Grosser Mist! Geht leider gar nicht... Wenn ich es weiss, kann es nicht so bleiben (ihr kennt das vielleicht auch)...

      Und nun? Ja und nun.... geht es mit der Spange und den Wangenplatten nochmal von vorne los... denn schweissen lässt sich der verwendete C40 Stahl eher schlecht bis gar nicht.

      Also, es dauert noch ein bisschen. Aber bis Mitte August zum Manöver in Bärnau sollte er dann auch in meinem Waffen- und Rüstdisplay stehen. :thumbup:
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Wolfram von der Oerz schrieb:

      Warum habt ihr einen C40 Stahl für den Helm verwendet?
      Welche eigenschaft des Stahles soll am Helm genutzt werden?

      Wolltest Du an der Materialstärke "sparen" um den Helm "leichter" zu machen oder sollte der Helm ernsthaft gehärtet werden?
      Der Tipp für den Stahl kam von Peter Müller. Er meinte in einem Austausch mit meinem Schmied, dass der höhere Kohlenstoffgehalt näher an den Originalwerkstoffen liege und dieser bereits über eine ausreichende Grundhärte verfügt. Zusätzlich gehärtet wird da nichts mehr.

      Die Materialstärke liegt, wie beim Original auch, bei ~ 2mm.
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Thomas W. schrieb:

      Die Löcher in der Visierspange und den Wangenplatten waren gebohrt. Alles war schon poliert und fast fertig zur Endmontage und dann... stellte sich heraus, dass Herr Quasigroch bei seiner Untersuchung des Helmes im Jahre 1979 auch Zeichnungen der Nietpositionen an der Visierspange anfertigte, die nun nicht mit denen in meinem Nachbau überein stimmten.

      Den Bock hab ich geschossen. Hatte zwar Auszüge des Aufsatzes hier liegen... aber ohne die Zeichnungen. Da kann man Fotos sichten, diskutieren und interpretieren wie man will. Die Nietlöcher passten (nach Sichtung der Zeichnungen) nicht mit dem Original überein. Grosser Mist! Geht leider gar nicht... Wenn ich es weiss, kann es nicht so bleiben (ihr kennt das vielleicht auch)...

      Und nun? Ja und nun.... geht es mit der Spange und den Wangenplatten nochmal von vorne los... denn schweissen lässt sich der verwendete C40 Stahl eher schlecht bis gar nicht.
      Zwar erstmal nur lose zusammen gelegt, aber es wird! Der zweite Versuch kommt mit den Durchbrüchen nah an die Vorlage heran.



      (Bildquelle: C.S.I.)
      Beste Grüsse, Thomas :bye01