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Gewalkte/gefilzte Flechtborte - belegbar?

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    • Gewalkte/gefilzte Flechtborte - belegbar?

      Zeit und Ort - FrüMi, Wikis.

      Aufgrund von Unwissenheit bin ich gerade in einem Gewissenskonflikt.

      Folgendes: ich hab ein Bündel Anthrazitfarbene Islandwolle, die ich mit Indigo (Farbstoff, nicht Ursprung) zu einem schönen Blau-Schwarz färben möchte. Daraus soll dann ein Besatz oder eine Zierborte werden. Soweit so gut.

      Jetzt ist die Wolle nur leider Filzwolle, sprich, ein ca. 5mm dicker, lockerer Strang.

      Ich kann weder spinnen noch Brettchenweben, und das jemandem zu überlassen, der es kann, macht finanziell keinen Sinn.

      Deswegen schwebt mir folgendes vor:

      Aus 3 oder 4 Strängen ein Band flechten, und das auf der Oberfläche etwas walken/filzen, und dabei flacher und breiter drücken, so dass sich ein Band mit einer halbwegs sauberen Oberseite ergibt.

      Walken und Filzen war bekannt, gewöhnliches 3/4-Strang-flechten sicherlich auch (kenne zwar keine direkten Belege, aber würde mich wundern, wenn diese Technik unbekannt gewesen wäre). Notfalls würde ich auf die 6-Strang-Borte aus Haithabu ausweichen.

      Belege für eine derartige Borte kenne ich direkt nicht - habt Ihr dazu irgendwas auf dem Schirm?

      Zwar fände ich es durchaus vertretbar, zwei bekannte Techniken zu kombinieren, aber mit Beleg wäre schon schöner
    • Hast du in den Büchern jemals etwas gesehen, was einem 0,5 cm breiten Strang entspricht?

      Alles was ich kenne, ist darauf getrimmt, möglichst fein und elegant zu sein, deswegen kann das ggfs. gut aussehen, wird aber nicht der damaligen Mode entsprechen.
      Ich bin nett, höflich, liebenswert und zuvorkommend...
      wenn ich schlafe.

      Meine Seite übers Brettchenweben http://www.aisling.biz
    • Vielleicht hab ich es blöd formuliert...
      Die Wolle selbst ist nur ein 5mm breiter Strang. Das soll natürlich nicht so bleiben, sondern breiter werden, so dass es der Breite einer (Brettchen)borte entspricht. Also ca. 2-3 cm.

      Und ja, die Oberfläche soll natürlich fein aussehen, und nicht grob. Das soll durch das Walken bzw. Filzen geschehen.
    • Nein solche Fäden kenne ich im historischen Zusammenhang nicht. Du könntest den Filzfaden als Vorfaden nutzen und nachspinnen. Dazu könntest Du eine Handspindel aus wasauchimmer verwenden, Bleistift mit ner CD dran oder einen Kochlöffel ... Faden dran binden und in Uhrzeigersinn drehen - es gibt Videos für Anfänger, nach allem was Du anfängst kannst Du das auch noch schnell machen. :)
      Neue Seite mit Blog : zeitensprung-handweberei.de
    • Du sollsst Deine gefärbte Filzwolle nachdrehen, dann wird der Faden fester und dünner und Du kannst ihn weiter verarbeiten.
      In der modernen Spinnerei wird nicht aus dem vollen Fleece gesponnen wie in der händischen verarbeitung per Handspindel oder Spinnrad, sondern das Fleece wir auf schmale Streifen gezogen und als Vorfaden versponnen. Das ist wie bei einem Handtuch das man zur Wurst dreht. versuche es mal indem Du ein Stück Faden (Filzwolle) zwichen den Fingern zwirbelst, sollte es feiner werden.
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