Beschusstest eines Karolingischen Schuppenpanzers

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    • Beschusstest eines Karolingischen Schuppenpanzers

      Also ich hätte mich dazu nicht überreden lassen

      Meine Gruppe war letzte Woche im Wallmuseum in Oldenburg...
      Und ich weiß nicht wie sie auf die Idee gekommen sind, einen Schuppenpanzer (gebaut von Maximilian Bertet) einem Beschusstest zu unterziehen.

      Da lässt man Sie einmal alleine :rolleyes:

      Naja zumindest die Randbedingungen:
      Panzer nach dem Beschuss mit einer Panzerbrecherspitze aus 80m mit einem 40 Pfund Reiterbogen

      Kein Anspruch auf irgend welche korrekten wissenschaftlichen Hintergründe
      Mehr Daten hab ich dazu auch derzeit nicht

      Bildquelle: Flo mit freundlicher Genehmigung
      Website: www.Projekt-Deutschritter.de
      Facebook Seite: Projekt Deutschritter
      Facebook Seite: Projekt Karolinger
    • Sky schrieb:

      Also ich hätte mich dazu nicht überreden lassen
      Am verwegensten sieht ja immer das aus, was benutzt und erprobt aussieht. Beim Schwert habe ich viel Haue bekommen als ich fragte warum das echt sein muss, wieso darf dann eine Rüstung keine Spuren haben ? ?(

      Schade ich habe das Spektakel um wenige Stunden verpasst. Der Schütze hat jedefalls den ganzen Tag davor schon gefreut, so eine Schuppe fehlte ihm in seiner Testreihe.

      Auf dem FB Profil des Schützen (Rübi) diskutieren wir gerade die Fundlage des Panzers. Ich weiß ich habe eine einzelne Schuppe in einem meiner Bücher - aber nicht mehr in welchem. Weiß Jemand aus dem Stehgreif wo das publiziert ist, oder wie der Fundort heißt ? War da Textil dran ? Dann wüsste ich ob ich in Textil-Literatur oder in Jahrbüchern suchen muss.
      Neue Seite mit Blog : zeitensprung-handweberei.de
    • Auf der Seite vom verflossenen Max Bertet steht folgendes zum Panzer:
      Karolingischer Schuppenpanzer, 9.Jhd.
      Rekonstruktionsvorschlag nach Darstellungen im Stuttgarter Psalter und St. Galler Psalter.
      Einfache ungefütterte Ausführung mit großen, sich dachziegelartig überlappenden Schuppen, die auf schweres Segeltuch genietet sind. Lederne Randeinfassung mit von Hand ausgemeisselten Unterlegplättchen. Verschlußriemen im Nacken mit handgefertigter D-förmiger Schnalle.
      www.lebendige-geschichte-1474.de
    • Silvia schrieb:

      [...] Ich weiß ich habe eine einzelne Schuppe in einem meiner Bücher - aber nicht mehr in welchem. Weiß Jemand aus dem Stehgreif wo das publiziert ist, oder wie der Fundort heißt ? [...]
      Buch weiß ich nicht, weil ich es mir selber nur rauskopiert habe, aber es ist Eintrag:
      XXXVIII.125 Beschlag einer Rüstung
      Doku (im Buch): Taf. 27.9, 143.2
      Fundort: Burg HÜNENBURG bei Hunnesrück Ldkr Nrotheim
      Verbleib: Museum der Stadt Einbeck

      Material: "Kupferlegierung"
      Gewicht: 17,89g
      Maße: L: 67,4 mm B: 36 - 48 mm H 11mm (ist gewölbt) St 1,3mm

      Wichtig: Ob die Rüstungsschuppe karolingisch ist, ist nicht gesichert. Wenn man im Internet nach einer Hünenburg im Ldkr Northeim sucht, findet man am ehesten eine Burg Hunnesrück, die aber urkundlich erst 1310 erwähnt wird. Allerdings ist das Buch, soweit ich weiß, schon etwas älter, und der Name "Hünenburg" ist eher eine Allgemeinbezeichnung (Burg Hunnesrück wird auch offenbar so nicht genannt). Womöglich ist also eine andere Burg gemeint.

      Wenn man aus diesen Schuppen einen Panzer baut, dann neigt selbst der nicht ganz unkundige Betrachter allerdings dazu, ihn als LARP-Rüstung einzustufen, womöglich wegen des Materials. ;)

      Einen Beschusstest auf einen selbst gemachten Schuppenpanzer haben wir vor vielen Jahren auch mal gemacht, siehe meine Galerie:
      Da waren die Ergebnisse ähnlich.
      (Anmerkung: Dass noch nicht einmal Bilder aus der eigenen, hiesigen Galerie angezeigt werden, finde ich nun in der Tat etwas albern)

      @Schnazel:
      der "verflossene" Max Bertet?
      Gibt es da etwas, das ich wissen sollte?
    • Panzerreiter schrieb:

      Silvia schrieb:

      [...] Ich weiß ich habe eine einzelne Schuppe in einem meiner Bücher - aber nicht mehr in welchem. Weiß Jemand aus dem Stehgreif wo das publiziert ist, oder wie der Fundort heißt ? [...]
      Buch weiß ich nicht
      Krabath, Die hoch- und spätmittelalterlichen Buntmetallfunden nördlich der Alpen :)