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Brauche Hilfe bei der Übersetzung in's Marktsprech.

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    • Brauche Hilfe bei der Übersetzung in's Marktsprech.

      Es gibt sicher viele von euch, die sich wunderbar "geschwollen" in alt-deutscher Sprache ausdrücken können.
      Ich finde das total toll, Respekt dafür! :allah
      Ich gehöre leider nicht dazu :nein

      Leider fällt es mir daher schwer, meinem Rollenspiel-Charakter so richtig das Leben einzuhauchen. Bisher spiele ich sie nur beim P&P, aber ich schreibe seit einigen Jahren auch an einem Buch darüber und es wäre toll, wenn sie sich sprachlich von den anderen abheben könnte.

      Aber ich muss erst mal ein wenig ausholen. Mein Vampire-Charakter heißt Delfine. Sie ist ca. 1480 geboren worden und mit 19 Jahren zu einem Vampir geworden. Mit meiner ersten P&P Runde habe ich ca. ein Jahr gespielt, bevor diese auseinander gebrochen ist. Dann habe ich mit einer neuen Gruppe weiter gespielt, weil ich den Charakter nicht sterben lassen wollte. Die neue Gruppe spielt aber in der heutigen Zeit, weshalb ich den Charakter so umgebaut habe, dass sie etwas mehr als 500 Jahre in Starre verbracht hat. Ihr wurde das Gedächtnis manipuliert und eine Amnesie vorgetäuscht. :bahnhof

      Lange Rede, kurzer Sinn. Ich erlebe mit Delfine seit 2014 dramatische und spannende Geschichten, die ich in Romanform festhalte. Mittlerweile bin ich bei über 600 Seiten und möchte das irgendwann auch als Buch drucken lassen. Leider habe ich nicht genug Ahnung von der deutschen Sprache zu der Zeit. :help

      Deswegen suche ich auf diesem Wege, Freiwillige, die Lust haben, die Geschichte zu lesen und mir bei der wörtlichen Rede zu helfen. Als Beispiel:

      Delfine ruft: "Leute, wartet auf mich...!"

      Was würde sie aus ihrer Zeit in der Situation eher sagen?

      Da es wirklich sehr viel Text ist und ich mir denken kann, dass euch die Geschichte vielleicht nicht so interessiert, könnte ich euch auch nur die Teile, um die es geht schicken, damit ihr die quasi "übersetzt". Die ersten 46 Seiten spielen quasi noch komplett in der alten Zeit (wobei nur ein Bruchteil davon auch wörtliche Rede ist), aber alles, was danach kommt, wäre dann nur das, was Delfine sagt.

      Bitte sagt mir jetzt nicht, dass es Literatur zu dem Thema gibt, oder Wörterbücher. Mir ist klar, dass ich mir das alles auch selbst erarbeiten könnte, aber mir fehlt einfach gerade die Zeit eine komplett neue Sprache zu lernen und ich dachte, euch fällt es sicherlich leicht, so zu reden und mir damit unter die Arme zu greifen. :kopfstreichel

      Ich hab auch schon über Facebook und anderen Plattformen nach Hilfe gesucht, aber bisher leider kein Glück gehabt. Ich würde mich daher wirklich unendlich freuen, wenn sich hier einer erbarmt. Es muss auch nicht akkurat, geschichtlich korrekte Sprache sein. Es soll einfach nur deutlich werden, dass sie aus einer anderen Zeit kommt.

      Vielleicht mag ja der ein oder andere auch eine dramatische Vampirgeschichte mit viel Intrigen, Dreiecksgeschichten und Leidenschaft und möchte sich daran beteiligen, sie noch besser zu machen.
      :schaem

      Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel, dass ich das hier so ins Forum poste, aber Märkte sind ja in nächster Zeit nicht, und ich wüsste nicht, wie ich sonst an solche Profis, wie euch komme.

      Ganz liebe Grüße schon mal aus Berlin,
      Sunny
    • Delfine Schnee schrieb:

      Es gibt sicher viele von euch, die sich wunderbar "geschwollen" in alt-deutscher Sprache ausdrücken können.
      Viele nicht. Ich denke du meinst mit "geschwollene Sprache" dieses Marksprech der Gromis :schock1 Dies ist aber nur eine Phantasiesprache. (Würde aber für den Roman passen.)

      Beispiele gibt es im Netz viele. Einfach in der Suchmaschine "Marktsprech" eingeben. :schock1

      Im Mittelalter wurde gesprochen wie man in der Region gesprochen hatte ein Einheitsmittelalterhochdeutsch gab es nicht.
      Bedenke für das einfache Volk gab es keine Schule, man sprach und schrieb wie man es von den Eltern gelehrt bekommen hatte (sofern diese schreiben konnten).
      Die Sprache war deshalb auch von Region zu Region anders.
      Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
    • Du mugast sprehhan in Frenkiskom? Das bigrifat niht ein swin!

      Delfine Schnee schrieb:

      Delfine ruft: "Leute, wartet auf mich...!"
      "Friunta! Bitet/faret fora mih!"

      Zwar kann man Ahd mit etwas Fantasie ganz gut verstehen, wenn es entweder geschrieben oder langam gesprochen wird.
      Aber für deine Zwecke ist das zu heftig, dich würde niemand verstehen - ganz abgesehen davon, dass das Setting der ganzen Vampir-Rollenspiele eher in die Renaissance tendiert, in die Ahd sowieso nicht passen würde.

      Wenn dein Charakter also 500 Jahre alt ist, dann empfehle ich Dir die Lektüre der Lutherbibel, um etwas in Stimmung zu kommen. Gesprochen hört sich das schon fast an wie modernes Deutsch, halt in der Tat etwas altertülich formuliert, aber die Wörter und die Grammatik sind schon recht modern. Die schreibweise ist hier eher das, was uns etwas fremdartig vorkommt. Du kannst da, um ein improvisiertes Neuhochdeutsch zu faken, spontan recht einfach mit Präpositionen und der Deklinazion von Pronomen spielen.

      "Ihr Freund! Wartet for mir!"

      Aber Ulf deutet ja schon an, dass du wohl eher das klassische 'Marktsprech' meinst, also das ambientig-schwülstige Pseudo-Alt, das man mitunter auf Mittelaltermärkten oder ähnlichen Veranstaltungen hört.

      Da würde Delfine dann wohl eher so etwas rufen wie:
      "Ach, Ihr Freunde! Ist denn niemand mehr, der an meiner Seite treulich fechten will? So eilet denn nicht von dannen! Bleibet, auf dass wir Seit an Seit dem Feind die Stirne bieten!"
      Wenn sie so viel Zeit hat, in ihrer Not....

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Panzerreiter ()

    • Nun ja, sie ist einem Kloster aufgewachsen... vielleicht ändert das noch etwas...

      aber dieses allgemeine "schwülstige" Reden, also die Fantasiesprache, würde völlig ausreichen... wäre super, wenn ihr mir da helfen würdet.

      Ulf schrieb:


      Delfine Schnee schrieb:

      Es gibt sicher viele von euch, die sich wunderbar "geschwollen" in alt-deutscher Sprache ausdrücken können.
      Viele nicht. Ich denke du meinst mit "geschwollene Sprache" dieses Marksprech der Gromis :schock1 Dies ist aber nur eine Phantasiesprache. (Würde aber für den Roman passen.)
      Beispiele gibt es im Netz viele. Einfach in der Suchmaschine "Marktsprech" eingeben. :schock1

      Im Mittelalter wurde gesprochen wie man in der Region gesprochen hatte ein Einheitsmittelalterhochdeutsch gab es nicht.
      Bedenke für das einfache Volk gab es keine Schule, man sprach und schrieb wie man es von den Eltern gelehrt bekommen hatte (sofern diese schreiben konnten).
      Die Sprache war deshalb auch von Region zu Region anders.
    • Sowas ist doch schon super... könntest du dir vorstellen einige solche Sätze für mich zu übersetzen?


      Panzerreiter schrieb:

      Du mugast sprehhan in Frenkiskom? Das bigrifat niht ein swin!

      Delfine Schnee schrieb:

      Delfine ruft: "Leute, wartet auf mich...!"
      "Friunta! Bitet/faret fora mih!"
      Zwar kann man Ahd mit etwas Fantasie ganz gut verstehen, wenn es entweder geschrieben oder langam gesprochen wird.
      Aber für deine Zwecke ist das zu heftig, dich würde niemand verstehen - ganz abgesehen davon, dass das Setting der ganzen Vampir-Rollenspiele eher in die Renaissance tendiert, in die Ahd sowieso nicht passen würde.

      Wenn dein Charakter also 500 Jahre alt ist, dann empfehle ich Dir die Lektüre der Lutherbibel, um etwas in Stimmung zu kommen. Gesprochen hört sich das schon fast an wie modernes Deutsch, halt in der Tat etwas altertülich formuliert, aber die Wörter und die Grammatik sind schon recht modern. Die schreibweise ist hier eher das, was uns etwas fremdartig vorkommt. Du kannst da, um ein improvisiertes Neuhochdeutsch zu faken, spontan recht einfach mit Präpositionen und der Deklinazion von Pronomen spielen.

      "Ihr Freund! Wartet for mir!"

      Aber Ulf deutet ja schon an, dass du wohl eher das klassische 'Marktsprech' meinst, also das ambientig-schwülstige Pseudo-Alt, das man mitunter auf Mittelaltermärkten oder ähnlichen Veranstaltungen hört.

      Da würde Delfine dann wohl eher so etwas rufen wie:
      "Ach, Ihr Freunde! Ist denn niemand mehr, der an meiner Seite treulich fechten will? So eilet denn nicht von dannen! Bleibet, auf dass wir Seit an Seit dem Feind die Stirne bieten!"
      Wenn sie so viel Zeit hat, in ihrer Not....
    • Marktsprech würde völlig ausreichen und ich wäre dir in ewiger Verbundenheit dankbar!!!

      Panzerreiter schrieb:


      Delfine Schnee schrieb:

      könntest du dir vorstellen einige solche Sätze für mich zu übersetzen?
      in was?Althochdeutsch? (könnte ich machen, ist aber bisschen Arbeit, wegen der Grammatik)
      Lutherdeutsch? (nicht mein Tisch, da sind andere näher dran)
      Marktsprech? (geht im Prinzip recht einfach, je mehr Wein du intus hast, umso besser ;) )
    • Post doch mal ein, zwei Sätzchen und dann schauen wir mal, was den Leuten so dazu einfällt.
      Vielleicht hat ja noch der ein oder andere Spaß dran, sich marktsprechlich die Kante zu geben.

      Ich bin sicher, nach ein paar Runden zur Einstimmung kommst du dann auch selber auf den Geschmack.

      Aber mach dazu besser einen neuen Thread auf mit dem Titel "Übersetzung in's Marktsprech", denn der jetzige Threadtitel passt dazu nicht.
      Da würden viele begabte Marktsprechler wohl gar nicht erst reinschauen.
    • Ein nettes Thema. :D

      Mit 1480 bewegst Du Dich gerade noch so im Mittelhochdeutschen und nicht mehr im Althochdeutschen (ca. bis Ende 11. Jahrhundert).

      Im Mittelhochdeutschen gibt es schon Unterschiede zwischen den Regionen, wobei ich bisher erst mit dem 'Bayerischen' und dem aus der Gegend um Köln in Kontakt gekommen bin. Der Großteil der Wörter dieser beiden Regionen ist nahezu gleich und beide können von uns aus dem 21. Jahrhundert, wie ich denke, zu mindestens 60% ohne Probleme gelesen werden.

      Hier ein Beispiel des bayerischen Mittelhochdeutsch (da kannst du schon mal schauen, wie der Satzbau war und wie die Wörter geschrieben wurden):

      daten.digitale-sammlungen.de/0…3.174.98.30&no=&seite=161

      In diesem Ausschnitt siehst Du z.B. den Satzteil: 'Und get er von dem Hause...' Heute würde man da 'Wenn er das Haus verlässt...' schreiben.

      Zur Aussprache:
      Ich weis nicht, ob es tatsächlich Wissenschaftler oder Historiker gibt, die Behaupten zu wissen, wie diese Sprache damals gesprochen wurde. Für mich ist das schlicht unmöglich dies nachzuvollziehen. Fakt ist: Heute weis niemand, wie diese Sprache damals tatsächlich gesprochen wurde. Und es ist logischerweise auch nicht möglich nachzuvollziehen, auch wenn es unwahrscheinlich ist, ob es einen Unterschied zwischen der geschriebenen und der gesprochenen Sprache in Bezug auf Satzbau o.ä. gab.

      Ich bezweifle, dass damals jemand: 'Leute, wartet auf mich.' gesagt hätte.
      Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

      Immanuel Kant
    • Ok, also ich muss eh noch einige Teile zusammenfassen und schreiben und werde dann demnächst einen eigenen Threat dafür aufmachen, wo ich dann einzelne Sätze rein schreiben werde.

      Falls sich trotzdem noch Jemand berufen fühlen sollte, sich die ganze Geschichte mal durchzulesen, schreibt mich einfach privat an, dann schicke ich euch gerne was rum.

      Schon mal vielen Dank für eure Hilfe!
    • In welchem Bereich sollte ich das denn eröffnen? Was meinst du?

      Panzerreiter schrieb:

      Post doch mal ein, zwei Sätzchen und dann schauen wir mal, was den Leuten so dazu einfällt.
      Vielleicht hat ja noch der ein oder andere Spaß dran, sich marktsprechlich die Kante zu geben.

      Ich bin sicher, nach ein paar Runden zur Einstimmung kommst du dann auch selber auf den Geschmack.

      Aber mach dazu besser einen neuen Thread auf mit dem Titel "Übersetzung in's Marktsprech", denn der jetzige Threadtitel passt dazu nicht.
      Da würden viele begabte Marktsprechler wohl gar nicht erst reinschauen.
    • Delfine Schnee schrieb:

      In welchem Bereich sollte ich das denn eröffnen? Was meinst du?
      In eben diesem hier, wo der jetzige ja auch schon steht. "Medien" und dann "Literatur".
      Im LARP und Fantasybereich wäre er an sich gut aufgehoben, aber da gibt's keine passende Unterrubrik.
      Alternativ dazu könnte auch ein Mod den Threadtitel einfach passend ändern, dann braucht es keinen neuen Thread.
    • Die erste Quelle für das (für mich mittlerweile verpönte) Marktsprech ist diese Homepage: mittelalter-netz.de/sprache




      Hier mal meine Sammlung von Anno Tobak, als wir noch als Gromis und Markt-Spaßguerilla unterwegs waren Teil1

      härenes gewand

      absolvo

      Beltane feierten die Kelten am 01.05. (fruchtbarkeitsfest zum Sommeranfang)

      Fiorino/ Florin

      Griffel

      Goliarden (Scholaren die frei als Zotensänger umherzogen)

      Halsberge (eiserner Kragen der Ritter)

      Hörigkeit

      Inkunabeln (Buchdruckerzeugnisse vor 1500)

      Laudes (Morgenmesse)

      Neccessarium (Abtritt der Abtei)

      Quintanrennen (Lanzenstoßaufgaben bei Turnier)

      sieben Künste (wichtigste Fächer der höheren Bildung, Grammatik, Logik, Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie)

      Zetergeschrei (bei Verfolgung eines Verbrechers)

      Zunft

      Tjost (wettkampf zweier Ritter im Turnier)

      Vasall

      spielleut und lumpen wachsen auf einem stumpen

      Mine sprüch sint nit beladen mit lügen, sünde, schande, schaden

      alfentzerisch (gerissen)

      beschmitzen (bewerfen, besudeln)

      brunzen (wasser lassen)

      buhle (begehrtes Wesen)

      Buhlerei (Liebesgetändel)

      tändeln (spielen)

      Kehlstecher (Wucherer)

      fromm (brav, tapfer, rechtschaffen)

      frommen (nützen, zu etwas taugen)

      greinen (knurren, zanken)

      gretzig (unrein)

      kirren (locken, ködern, Grunzen der Schweine)

      neidhart (einer der in neid stark ist)

      pöffel (gemeines Pack, Pöbel)

      schaff (Wasserschaff)

      Unflat

      sich erhaben dünken

      Defensioner (Posten der Stadtwache)

      was deme anhängig (was zu diesem gehörig)

      Insonderheit

      nebst bei sich habenden (Weybern)

      verfertigen

      Souverän

      des Ehrbaren Rates der Stadt

      examiniren (ausfragen)

      welchergestalt

      Cours tendiret (Fahrt aufgehalten)

      aufgeben (befohlen)

      urgiren (vornehmen lassen)

      die Bewandnus berichten (von den Vorgängen erzählen)

      allhier

      Andem geschieht unsere Meinung (so befehlen wir)

      gerechtsam (ehrbar)

      depreciren (ablehnen)

      resolviren (antworten)

      Consilium (Gericht?)

      Sollicitiren (Bitten)

      zu freien Fuß stellen (freilassen)

      Häresie (abtrünnig vom rechten Glauben)

      lobesvoll

      Holla, Wirt! Tisch er auf!

      ich bitt

      Es klebt mir die Zung am Gaumen, bald (in Kürze) werd ich gänzlich verdurstet sein

      Ich lechze nach dem kühlenden Nass

      Mich verlangt nach erquickendem Trunke

      heischen (um etwas bitten)

      quicker Trunk

      Erlabung, Labsal, Trunk, trank

      es verstürzen, herunterstürzen

      zu zechen, zu suffen

      uns zu füllen bis obenan

      Mein Wanst murrt erbärmlich

      ich bin balde ausgezehrt

      ich darbe

      Tragt auf, was die Küche hergibt

      Biegen soll die Tafel sich

      Dieser Beutel dient der Zehrung, an Talern herrscht darin kein Mangel...plündert nur wacker die Kammern

      es soll euer Schaden nicht sein

      Napf, Tiegel, Schüssel

      schlemmen, prassen, völlen, schmausen
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • Teil2:
      verfertigen

      vergönnt euch hiervon, labet euch heiran

      esmundet gar (vor)trefflich, schmeichelt dem Gaumen, ist also hoch bekömmlich

      das wird alsbald Atzung bringen

      Das wird euch wohl zur Genüge nähren

      Davon könnt ihr ein Weilchen zehren

      fürtrefflich, hochlöblich

      ohn Tadel noch Makel

      Harren (Warten)

      Schmotz (Fett)

      Fahret den wohl

      wie ihr hier aufs trefflichste sehen könnt

      just

      ich seh es wohl

      berappen

      Dies kann nur für.... Euer sein (werden)

      Für.... gäb ich es her/ heraus

      Dies halt ich für..... feil

      Mich dünkt.....wär ein rechter Preis

      Ein Jammer ist´s

      der gefüllte Pfeffersack

      rechtschaffener Knecht

      gewaltiger Hüne

      emsige Magd

      tumber Tor

      Metze

      hehrer ....

      Gevatter

      Schalk, Schelm, Gesell

      edler Herr
      nichtsnutzig, hold, greis, schändlich

      Wohl euch ihr Leute

      seid willkommen an der Stätten

      seid gegrüßt! Also auch Ihr!

      Es ist mir eine Freude euch hier zu erblicken

      Wie können meine bescheidenen Fähigkeiten euch zu nutze sein

      Tretet näher, so fern Ihr steht, könnten euch sonst die Augen aus dem Kopfe rollen

      ich fleh euch an bezähmt euer Finger Schar... ich mag nichts abgegriffenes feilbieten

      Gesottenes

      ritterliche Rechtschaffenheit

      Scherflein

      Hippe

      wohlauf, wohlan...ein jeder sei wohlgemut... frisch, fröhlich Blut

      versparen

      genzlick vorkart (verkehrt)

      fürwahr sei es schwerlich Nachricht zu erhalten

      die strahlende Sonne manch Winter ihr Antlitz nit zeigenund die Leute in ewiglicher Dunkelheit hausen

      item war es möglich einige Kunde über

      eine gar schwere Plage für die Länder der Christenheit

      die Leute, die... geheißen

      ein kärgliches auskommen

      primo (vor allem)

      secundo (zum zweiten)

      Pater familias nebst seiner Sippe und seinem Gesinde

      die Burg hätt also viel Raum für Mannsvolk, Frowen

      daromb (darum)

      Ich glaube es nit. Falls es doch so sein solt, sei es schwarze Magie, satanische Magie, die nur die Heiden zum Preise ihrer Seelen auszurichten vermöchten

      Gott befreie uns von dieser Plage

      item gibt er Kunde

      eine wahrlich tumbe idea, die nit zeuget von Witz und trefflichem Geist

      Gravamina (Ratsbezeichnung für Beschwerden)

      Schoß (Vermögenssteuer)

      schoßfrei (steuerfrei)

      Nachtpaar recht (Nachbarrecht, Bürgenpflichten)

      Rechtlich gelt (richtiges Geld)

      sellen (öffentlich verkaufen)

      das Laub einziehen (Verbot das Bier weiter auszuschenken)

      auffkunft (Einkommen)

      keißen (wählen)

      meynheit (Gemeinde)

      rochte (Gerücht)

      Stübchen (4 Liter)

      Mercatores (Kaufleute)

      Difficilum (Schwierigkeit, Problem)

      getreulich

      merks wol

      zur Zeit

      Herre Gott

      beuten (bieten)

      der (Person) ist noth

      Wenn das Vaterlande in Brand stehet, seyn all Ständ gerufen, zu löschen

      Zween könn wol mit eynander singen, aber nit zugleich reden

      Deutschland ist wie ein schöner weidlicher Hengst, der Futter und alles genug hat und es fehlte ihm nur an eim gut Reiter

      Absehen (Ziel, Absicht)

      also (auf solche Weise)

      Zeitung (Neuigkeit)

      Anschlag (Vorsatz, Plan)

      anstehen (passend, gefallen)

      artig (gehörend, gefallend)

      Aufbutz (Putzsucht)

      aufheben (erheben)

      behorgen (sich angelegen sein lassen)

      beywohnend (in etwas befindlich)

      braviren (trotzen)

      courtisieren (den Hof machen)

      darf (bedürfen)

      endlich

      Gauch (Narr, Tor)

      gebähnt (gebahnt)

      geheuen (ärgern, sich zum Gespött machen)

      Geträng (in Bedrängnis)

      granen (mürrisch dreinschauen)

      hint und vorn (ganz und gar)

      Kammer-Laug (Urin)

      kehrt euch (umkehren)

      Lappen (Dummkopf)

      sich leiden (Schaden nehmen)

      semper lustig (immer angenehm)

      merken (erkennen)

      morös (verdrießlich)

      Noth haben (etwas brauchen)

      Ohrenbläser (Einflüsterer)

      ich wills passiren lassen (gelten lassen)

      Prob (e)

      Profession

      propre (nett, sauber)

      resolviren (entschließen)

      Rotte

      Trutz

      ungestalt

      vorkehren (zeigen)

      Vorwitz

      Wöllet gar fleißig euch fürsehen

      der da einhergehet und ist inwendig ein reißender wolf

      sey eine professione mit hoher ehrbarkeit

      geselle dich zu uns

      mein blut wallet für euch, sire

      man erzählt sich

      meine seele weidet bei euch

      zugrunde geh ich, sollt ich weichen

      weise uns den weg hinaus

      mein magen knurrt wie ein wildes tier

      ich werde euch zu gefallen sein

      gehorche, närrisches Schwein

      nun sprecht

      lang lebe eure Familie

      hinfort

      haltet inne

      erhitzt nicht euer Blut

      ergrimmt Euch nicht

      das Feuer wird ihn lkäutern

      Was faselt ihr?

      habt mannigfaltigen Dank

      lasset ab von Eurem Tun

      Lauschet auf

      das ist Herrenart

      das war ein Wort zuviel

      traktierenvon tractare= bewirten

      Strawanzer... ital. Handwerksgesellen in Österreich (steht für Misserfolg)

      Ach... KlageAch und Krach ... mit Klage und Krächzen

      verholzen ... schlagen

      Fell gerben

      Pflanz treiben... protzen

      aufhauen... protzen

      schnöde...erbärmlich (dünn behaarte Pelze)

      Mammon (syr. Gott des Reichtums, Matthäus 6,24)

      banausos... Handwerker ohne Sklaven... keine Zeit für schöne Dinge

      Boxhorn soll dich schänden... Gotteszorn soll dich...

      mit der kirche ums Kreuz gehen... umständlich

      Falott... fallere=betrügen

      Hals und Beinbruch... jiddisch aus Hazloche=Glück/Erfolg... baruch= Segen Gottes

      eine Macke haben... jiddisch für Hieb bekommen

      die Stange halten... Fechtschule, mit Parierstange

      im Stich lassen... Fechtschule, die Parierstange nicht einsetzen

      in der Hinterhand... Hand auf dem Rücken haltend (mit Messer)

      das Pack... der tross hinter den Kriegern

      jemanden tüchtig salzen... österr. für verhauen (Stock in Salzwasser)

      ungeleckter Bär... dummer,Junge ohne Benehmen (wurde von Mutter nicht gepflegt)

      Hucke... gekrümmter Tragrücken

      stieren... sterre=erstarrt

      es stiert mich... es stört mich

      Augenweide

      Ohrenschmaus

      nasführen=Bären herumführen... lustig machen

      (mit Fingern schnipsen) also: Schnippchen schlagen...Gebärde des Spottes/ Nichtauchtung

      bleib mir vom Hals...verschone mich

      einen Ast lachen... Ast= auch Auswuchs im Holz (Buckel)

      an die Brust schlagen... etwas bereuen... aus dem Orient zur christlichen Demutshaltung

      gallig... schlecht gelaunt

      Dampft= Hunger (Rotwelsch)

      Daumendrücken.... böse Geister bannen, für Gladiatoren um Gnade bitten

      stehenden Fußes... sofort (nach Urteilsverkündung anfechten)

      Wams ausklopfen.... schlagen

      in den Sack stecken... im MA den Verlierer eines Ringkampfes

      Du Angebrannter...dummer Mensch

      frank... frei

      fechten gehen... Handwerker fochten, um Geld zu bekommen (betteln)

      Rekompenzvon recompenser... belohnen

      Wohin des Wegs Gevatter ?

      Zwickt Euch das Wasser, daß Ihr so eiligen Schrittes vorauseilt ?

      Was schaut Ihr so griesgrämig drein, Jungfer, und dies an einem so herrlichen Tag ?!

      Welche widrigen Winde haben Euch denn auf diesen Plan geweht ?!

      O je, ich muß mich eilen !

      Zwicken Euch die Läuse oder ists die Kälte die Euch schüttelt ?

      Was treibt Euch denn schon wieder hier vorbei - ich wär Eurer doch grad eben erst ansichtig geworden ?

      Schaffet Platz - die Kaldaunen täten mich gar übel zwicken !

      Schaffet Platz ihr lieben Leute - sonst muß ich meine Notdurft hier auf der Gassen verrichten !!

      Beim heiligen Igor! Gibt's denn hier keinen Possenreißer an der Stätten, auf daß er die Engel erheitere und diese endlich das Weinen aufhören und es aufhört zu regnen?!

      Holt mir den Pfaffen, ich will beichten! Diese Hitze scheint mir ein ein Vorgeschmack aufs Fegefeuer zu sein und ich ertrag's nit länger !

      In drei Deibels Namen! Mein Bier/Met ist schon wieder verdunstet!

      He, Gevatterin! Rafft Eure Röcke, wenn Euch der Wind darunter fährt, werdet Ihr von dannen fliegen und an der Stadtmauer zerschellen - und das wäre wirklich schade.

      Hat jemand den Holzschnitzer gesehen? Ich hab hier Noahs Pläne für die Arche. Mich deucht, die können wir demnächst hier brauchen

      "Ipsund erecti, vivant detecti !" "Wenn er steht, dann freut er sich!"
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • Teil3: Schimpfworte

      Abfeimling

      Apfelkönig

      Aschenblaser

      Birnbrater

      Bösewicht

      Brackin

      Bube

      Büttelsohn

      Dachtropfen

      Dieb/ Diebessohn

      Diebshals

      Diebstaucher

      Dreimarksdirne

      Ernst

      Ezpfaffe

      Erzschalk

      Erzverräter

      Esel

      Fabelsager

      Farz/ Farzesel

      Feldsiech

      Fischer

      Fleischverkäufer

      Frauenschenk

      Fresser

      Gaffelstirne

      Gaffelsdirne

      Gagerweib

      Galgenast

      Galgenvogel

      Galgenwadel

      Galgentrager

      Galgenschieber

      Gartenkrieger

      Gätling

      Gaukelprediger

      Gaukler

      Gauknecht

      Gecke

      Gukinhafe

      Gugelbube

      Gugelfranz

      Gugelweit

      Gugler

      Gugelfriz

      Gugelgans

      Gugelgiege

      Graswitwe

      Grundsbube

      Grundschalk

      Habarte

      Hackasta

      Halbbüttel

      Halbe

      Halunke

      Hängmesse

      Hauz/ Hauzin

      Heiligenräuber

      Heilingdieb

      Henker

      Heringdieb

      Herrenhund

      Hessenbeutel

      Hexendocke

      Hexenmann

      Hofierer

      Hoflecker

      Hudich

      Hundsfor

      Hühnerdieb

      Hure/ Hurenkind

      Hurenmeier

      Hurensohn

      Hurkammer

      Hurkupplerin

      Huttich

      Hutzeldada

      Hutzler

      Jude

      Junkerecke

      Kachel

      Kälberschinder

      Kaltschlächter

      Keib(e)

      Kegel

      Kerl

      Kitteltuch

      Kloz

      Knopf

      Kolenmörder

      Kompoststande

      Korb

      Kotzenschalk

      Kuhdieb

      Kuhgeheier

      Laf

      Landrupfer

      Laster

      Lauer

      Lau(gen)sak

      Lecker

      Leckersböswicht

      Leicher

      Leis(n)trit

      Leistreter

      Leschtrog

      Liebknaller

      Lotter/ Lotterbube

      Luder

      Ludrer

      Mägdeschänder

      Mähre

      Mährengeier

      Mährensohn

      Märensager

      Maulaffe

      Malaz

      Milchdieb(in)

      Mönchsack

      Mussensohn

      Narr

      Nascher

      Nonnenschänder

      Peiniger

      Pfaffenbankert

      Pfaffensohn

      Pfauentreiber

      Pfuscher

      Pulverhure

      Racker

      Räubershure

      Schalk

      Schalknar

      Schelm

      Schlüffel

      Schmeichler

      Schwätzer

      Suppenfresser

      tagdieb

      Tasche

      Täuscher

      Tischgenosser

      Totengräber

      TraumpredigerUmläufer

      Verlaufener

      Zutütler
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • Teil4 alphabetisch:
      Alter - Anzahl der Lenze, Sommer,Wiegenfeste
      am Morgen - zu morgens
      angenehm - Wohlgestalt, dispost
      angesehen - biderbe
      Ansicht - Opinion
      Ärger- Krumbel, der
      ärgern - reuen, foppen
      Arsch- Afterballen
      Art- Gewohnheit / Sitte
      Atem - Odem
      auch - lat. item
      auftischen
      anschaffen
      Bauch- Wanst
      Bauer- Landmann
      Bauernhof - Hof, Gehöft
      Bedienter- Lakai,(Schimpfwort) Schwannendrücker
      Bedingung- Condition
      Begründungen/ Gründe - Rationes
      begehren, erbitten - um etwas heischen
      begrüßt werden- gegrüßt sein
      Behagen
      gemach
      Beispiel- Exemplum, Exempel
      Beweis- lat. argumentum
      blass
      blöd
      blond- gel
      buhlen
      Bürgermeister- Bollemoschder
      Chef, höchster- Owwermächer
      Dauer- staete
      diebische Person- Atzel, die
      Diese Stelle- an dieser Statt
      Drei- driu
      Dudelsack- Sackpfeife
      dumm- tump
      Dummheit- Torheit, Tumpheit, Eselei
      ebenso- lat. item
      edle Gesinnung- Hochmut
      Einbildung- Imagination
      einig- gleichen Mutes
      Einigkeit- lat. consensus
      Einladung- lat invitatio
      einverleiben- inkorporieren
      erinnern- gedenken
      Erklärung- Explikation
      Erlaubnis- Derf, die Gunst
      erwarten- präsumieren
      Erziehung- Zucht
      essen- achele
      Essen- Mahl, Tafeley, Speis, Atzung
      Essig- lat. acetum
      etwas- ebbes
      Ewigkeit- lat. aeternitas
      Faulpelz- Bärenhäuter
      Fehler- Faute
      fein- klein
      Fertigkeit-Kunst
      Feuer legen- brandschatzen
      Flicken- Blacke, der
      Frauengemach- Kemenate
      Frechdachs- Lauskrodd, die
      Fremder- Gast
      freuen- frohlocken
      fröhlich- geil
      fröhlich- wohlgemut
      furchtsam- feige
      Gasthaus- Gasterey, Taverne
      Gaukler- Guggelmann
      Gebeinkammer- Beinhaus
      Gebühr- Oculus (plural: Oculi)
      Gefängnis- Keiche, Karzer, Kerker, Stimpert
      gehören zu- eigen sein
      Geiz- Kargheit
      Geldschein- Schuldverschreibung
      Geldbeutel- Geldkatz
      Geliebter- mîn trût mein Treu
      Genick- Ank, die
      gepriesen- Hoch gelobt
      gering- seicht
      Gesäß- Afterballen
      Geschenk- Spendage
      Geschichtsschreiber- lat. historicus
      Geschlecht- art
      Gesellschaft- Compagnie, Kumpanei
      Gespräch- Diskurs, Disputatio
      gesund- bey Kräften
      Getränk- Trank, Trunk
      glatt- eben
      glaubte-wähnte
      Gold- lat. aurum
      Goldschmied- lat. aurifex
      groß- mächtig, gewaltig
      Grund- lat. argumentum
      grünes Land- anger
      Gunst- Gnade
      Gurgel, die- Grotze, der
      Gurke- Gummer
      gut- trefflich
      Guten Appetit- gedeihliche Esslust.
      Handwerk- Gewerk
      häufig- dicke
      Hebamme- Ammeweesje, das
      Hemd-Camisia
      Hemd für Damen- Chemise
      Herkunft- art
      Herr - wirt
      hinwenden- hinkehren
      hören- vernehmen, lauschen
      Hotel- Herberge
      hübsch-ö süezez
      Huld- Gnade
      Hütte- Kate
      Idiot- Tor, Tölpel, Narr
      immer- stets
      in Massen- zu Hauf
      Irgendein- einzig
      Irrtum- Irrsal
      jeden Augenblick- alleritt
      Junge -jung Gesell
      Jungfrau- maget
      Kaufmann- Krämer, Pfeffersack (Schimpfwort)
      Kind (unehelich)- Bankert, der (an der Bank gezeugt); Kegel
      Kind- Kindelein
      kl. wandernder Kaufmann- Knappsack
      Knappe
      Knecht
      Kneipe- Wirtshaus, Schenke, Taverne
      kommen- kummen
      Krankheit- Ungemach
      Kühnheit- Frevel
      Kümmel- lat. cuminum
      Kummer- Schwere, Kummer
      Lage- Condition
      Laß mich erfahren- machent mich wîs mache mich wissent
      Leid- Schwere, Kummer
      Liebe- minne (d. hohe u. d. niedere)
      LiebhaberIn- Buhle
      liegen- leihen
      Lippe- Lefze
      lobenswert- löblich
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • Teil5 alphabetisch:

      Lobrede- Laudatio

      lustig machen (sich)- foppen

      Mädchen- Maid, Mägdelein

      Märchen- Mär

      Marktfrauen- Hockeweiber Hökerinnen

      mein- mîn

      Menge- Hauffe

      merkwürdig- absonderlich

      MörderIn- ToeterInn

      Morgentau- Touwe

      Mülltonne- Dreckbitt, die

      murren- (wider)bellen

      Musiker- Trubadure

      mutig- wacker

      Nachricht- Kunde, Botschaft

      Narrenzug- Gaukelfuhr

      neiden- nîden

      Not- Pein

      nur- allein

      oft- dicke

      Onkel- Oheim

      ordentlich- reputierlich

      O.K- nun gut, wohlan

      Ordnung- Recht

      Pech- Ungemach

      Pferd abwertend- Klepper, Gaul, Mähre

      Pferd edel- Roß

      Pflicht- Recht

      plötzliches Schweigen- innehalten

      Polizist- Büttel, Scherge

      Portemonnai- Geldkatze, Säckel

      Priester- Pfaffe

      Prügel- Fäng, die

      Punkt (Turnier)- Oculus (plural: Oculi)

      quer- übertwerch iwwerzwerch

      Raum- Halle, Kammer

      Rechtsbeistand- Advocatus

      Rede- Sermon, duscirieren

      reden- Sermon, duscirieren

      Regencape

      richtig- trefflich

      rücklings- ärschling, hinnerücks, hinnerschdevederscht

      Ruhe- gemach

      saufen- zechen

      Schande- laster

      Scheune- Tenne

      schlafen- ruhen, nächtigen

      Schläge- Bimmsch, die

      Schluckauf- Schlickser, der

      Schmerz- Leid, Pein

      schnell- eilend, rasch, geschwind

      schön- hold, ziere

      schreien- (wider)bellen

      Schuldner- Debitores

      Schmuck- Geschmeide

      schwach- kranc

      schwätzen- kallen

      schweigen- stille sein, Maul halten

      Schwiegersohn- Dochtermann, der

      Schwiegertochter- Sohnesfrah, die

      Segen- saelde

      sehen- schauen

      sehr- gar, wohl

      Seid nicht faul- seid nicht lasch

      seltsam- absonderlich

      Seuche- lat. pestilentia

      sich äußern- sich embern

      Silber- lat. argentum

      Silbermünze, geringe- Batzen

      Sonne- Sunne

      Spaß- Gaudium, Posse

      spucken- speien

      Stand- Condition

      stark- mächtig

      stärken- laben, erquicken

      stehenden Fußes- stante pede

      stehlen- zwacken, schetzen, gampfe

      Stein- Wacke

      Stoff- Tuch

      Strafe- arbet

      Streit- Krumbel, der

      Suche- Queste

      süß (hübsch-

      süezez

      Tannenzapfen- Ackele, die

      Tante- Wase

      Tasche- Ficke

      Tau- touwe

      Tausend- tûsent

      Toilette-geheimes gemach

      Töpfer- Hafner

      trägt- treit

      Trauer- riuwe

      Treppe- Stiege

      Trinkgeld- Oculus (plural: Oculi)

      Trick- Kunststück, Kunstgriff

      tüchtig- biderbe

      tüchtig- wacker

      überlegt- bedacht

      Übermut- Frevel

      Übung- Exerzitie

      Umgebung- Gemark, die

      umher- umber

      umwerben- buhlen

      und- item, et

      unfair- das ist nicht Recht, wider der Regel

      unerfahren- tump

      unglücklich-elend

      unterdessen- interim

      unterhalten- conversieren

      Unterhose- Bruche, die

      Unterschrift- lat. subscriptio

      verdrossen- müede

      verlieren- vertun

      verpflichtet- obligieret

      verrückt sein- einen Sparren haben

      Versammlung- lat. concillium Desperation

      Verstand- sin, witze, list, sinne

      Vertiefung- Dell, die

      Verwandtschaft, entfernte- Gaup, die

      viel- manig

      voll Schmerz und Reue sein- sich grämen

      vorher- weiland

      orstellungskraft- Imagination

      vorzüglich, gut- trefflich

      Wachturm- Warte

      während- weil

      Wegelagerer- Schnapphahn

      weil- allermaßen

      weinen- flenne

      Weisheit- sin, witze, list, sinne

      Wesen- art

      weshalb- maßen

      weswegen- maßen

      Wirt- lat. Hospes

      Wissen- kunst

      Wissen- sin, witze, list, sinne

      Wohnung- Logament

      wohlgesonnen, zugetan- hold
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • Teil6:
      Angeber und Lumpen wachsen auf einem Stumpen
      Du Pöffel möchtest tändeln?
      Gretzig Hund, Du wirst unter meinem Schwert kirren!
      Unter meinen Hieben, wirst Du Dich zu Deinen Ahnen verfertigen!
      Erst wund stell ich Dich zu freiem Fuss!
      Du tumber Tor wirst bald um Gnade heischen!
      Walle lieber von hinnen, solange Dich Deine Beine tragen.
      Ich seh es wohl, welch Jammerbild Du bietest!
      Ich werde Dich tilgen von dieser Stätte, Du Plage für die Christenheit!
      Dein Ansinnen zeuget von Vorwitz und fehlendem Geist!
      Wer Dich als Streiter gekeißt, wird bald ein Difficilium haben.
      Merks wohl, Dein Absehen… aber besser wärs, Du liesest davon ab.
      Dir ist also ein echter Streiter noth?
      Du scheinst mir wie ein alter Hengst… nun, Du wirst rennen wie ein junger, wenn Dir mein Schwert erst die Sporen gibt!.
      Ich bin stets lustig drauf und dran, wenn sich ein Gauch wie Du zum Gespött machen will!
      Hint und vorn (ganz und gar) wird ich auch in Geträng (in Bedrängnis) bringen!
      Kehrt Euch von Platz, Lappen (Dummkopf)!
      Ihr werdet Noth haben, mir zu wiederstehen.
      Wöllet gar fleißig euch fürsehen, wen ich eine Probe meiner Profession mit hoher Ehrbarkeit gebe.
      Nur das Blut von Dummköpfen wallet für Euch! Meine Seele weidet bei den Edlen!
      Zugrunde geh ich, sollt ich weichen!
      Ich werde euch zu Gefallen sein, närrisches Schwein!
      Erhitzt nicht mein Blut …. ergrimmt mich nicht!
      Was faselt ihr? Lasset ab von Eurem Tun!
      Das war ein Wort zuviel! Du Bauer bekommst die Antwort auf Herrenart!
      Boxhorn soll dich schänden (Gotteszorn soll dich)! Ich werde Dir Dein Fell gerben, wenn Du hier Pflanz treibst (protzt)!
      Ach Klage, Dich Fallott werde ich verholzen (schlagen)!
      Du ungeleckter Bär, ich werde Dich nasführen!
      Du hast mich nun gallig gemacht… ich werde Dir nun das Wams ausklopfen!
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • lateinische Phrasen Teil1:



      A bove ante, ab asino retro, a muliere stulto undique caveto!

      „Hüte dich vor einem Stier vorn, vor einem Esel hinten, vor einer dummen Ehefrau auf allen Seiten!“


      A minore ad maius

      Schluss vom Kleineren auf das Größere


      A tergo

      „Im Rücken“ - Marcus Tullius Cicero


      A verbis ad verbera

      „Von Worten zu Schlägen“ - Bezogen auf heftigen Streit.


      Abiit, excessit, evasit, erupit.

      „Er ging weg, entwich, entschlüpfte, brach aus.“ -


      ab initio

      von Anfang an


      Absolvo te.

      „Ich spreche dich frei.“ - Absolution bei der Beichte.



      Abyssus abyssum invocat.

      „Ein Fehler zieht den anderen nach sich.“ - Wörtlich: „Der Abgrund ruft nach dem Abgrund.“


      Acta est fabula, plaudite!

      „Das Spiel ist aus, Applaus!“


      Acta, non verba.

      „Taten, nicht Worte!“


      Ad arma

      „Zu den Waffen“


      Ad Deum

      „Zu Gott“ - Gott befohlen. Daher die Abschiedsformel „Ade“


      Ad libitum (ad lib)

      „Nach Lust und Laune“ - Dies ist eine Aufforderung zum freien Improvisieren, z. B. in einer Partitur oder einem Libretto.


      Ad Maiorem Dei Gloriam

      „Zur höheren Ehre Gottes“ - Motto der Jesuiten, abgekürzt: A. M. D. G.


      Ad multos annos.

      „Auf viele Jahre!“ - „Hoch soll er leben!“


      Ad nauseam

      bis zum Erbrechen


      Ad rem

      „Zur Sache“



      Aegri somnia

      „Träume eines Kranken“


      Age, quod agis.

      „Was du tust, das tu auch richtig.“ - Vgl. „Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.“


      Alea iacta est.

      „Der Würfel ist gefallen.“


      Anathema sit.

      „Er sei verflucht.“ - Anathema Aνάθημα – das Gottgeweihte, die Verfluchung - bezeichnet eine kirchenrechtliche Verurteilung und gilt als strengere Maßnahme als eine Exkommunikation.


      Anno salutis

      im Jahr des Heils


      Apage Satanas.

      „Weg mit dir, Satan!“


      Aquila non captat muscas.

      „Ein Adler fängt keine Fliegen.“


      Ars gratia artis

      „Kunst um der Kunst willen“ -


      Ars longa, vita brevis.

      „Die Kunst ist lang, das Leben kurz.“


      Ars sterilis

      „Brotlose Kunst“


      Asinus asinorum in saecula saeculorum.
      „Der Esel der Esel auf ewig“ - „Der größte Dummkopf aller Zeiten“


      Audaces fortuna iuvat.

      „Den Kühnen hilft das Glück.“


      Audax et fidelis

      „Kühn und treu“ -


      Audi, vide, sile.

      „Hör, sieh und schweig!“


      Audi, vide, tace, si tu vis vivere in pace!

      „Höre, sieh und schweige, falls du in Frieden leben willst!“


      Audio, video, disco.

      „Ich höre, ich sehe, ich lerne.“


      Aut vincere aut mori

      „Entweder siegen oder sterben“



      Beati Pacifici.

      „Glücklich sind die Friedliebenden.“


      Beati pauperes spiritu

      „Selig sind die Armen im Geist“


      Bella, horrida bella.

      „Kriege, entsetzliche Kriege!“: Zitat aus den Werken des Vergil.


      Bellum iustum

      Gerechter Krieg“:


      Bellum omnium pater.

      „Der Krieg ist aller (Dinge) Vater.“


      Bestiarum more
      „Nach Art der Tiere“: Wie das liebe Vieh.


      Bibant in poenitentiam.

      „Mögen sie es zur Buße trinken."



      Bonum commune hominis

      „Allgemeingut“


      Bonus vir semper tiro.

      „Ein guter Mensch bleibt immer Lehrling.“


      Canes timidi vehementius latrant.

      „Ängstliche Hunde bellen heftiger.“


      Carpe diem!

      „Nutze / pflücke den Tag!“



      Casus belli

      „Ereignis (Anlass, Rechtfertigung) für einen Krieg; Ursache des Krieges“


      Cave

      Hüte Dich!


      Cedant arma togae.

      „Die Waffen sollen der Toga weichen.“ - Der Krieg soll dem Frieden weichen.


      Cedo maiori.

      „Ich weiche dem Größeren.“


      Cedo nulli.

      „Ich weiche keinem.“


      Claude os, aperi oculos.
      „Schließe den Mund, öffne die Augen!“


      Concordia res parvae crescunt
      „Durch Eintracht wachsen kleine Dinge.“


      Consummatum est
      „Es ist vollbracht“ -


      Copia verborum est, ubi non est copia sensus.

      „Viele Worte verweisen auf wenig Geist.“ -


      Coram populo

      „Im Beisein des Volkes“



      Crux Christi nostra salus.
      „Christi Kreuz ist unser Heil.“


      Cum Deo

      „Mit Gott“




      Defensor fidei

      „Verteidiger des Glaubens“


      Delicta carnis

      „Fleischliche Vergehen“


      Deo gratias.
      „Gott sei Dank!“


      Deo iuvante

      „Mit Gottes Hilfe“ - Ordensdevise.


      Deum cole, regem serva.

      „Gott verehre, dem König diene!“


      Dignus est intrare.
      „Er/sie ist würdig, einzutreten.“


      Discite moniti!

      „Lernt, ihr Ermahnten!“


      Ditat Deus

      „Gott bereichert“:


      Dolus malus
      „Arglistige Täuschung“


      Dominus Vobiscum.

      „Der Herr sei mit euch!“ -


      Dramatis personae

      „Personen des Schauspiels“: Rollenverzeichnis im Theater.
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin