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richtig schärfen und richtiges Material dazu

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    • richtig schärfen und richtiges Material dazu

      Moin,

      ich will mehr mit Holz machen. Allerdings hab ich das Problem das ich nicht richtig weiss wie ich mein Werkzeug richtig schärfen kann. Ich habe zwar ein Abziehleder und grüne Paste, allerdings ist die Paste darauf verknubbelt und das Leder schon recht hart.
      Ich wüsste gerne was genau ich da brauche also an Leder und Paste. Es geht da um das schärfen meiner kleiner Messer etc.
    • Also Paste und Abziehleder, sind meines Wissens, nicht zum Schleifen geeignet, sondern, wie der Name schon sagt, zum Abziehen.
      Das heißt, mit dem Leder stellt man nur den Grat der Klinge wieder auf.

      Richtig stumpfe Werkzeuge muss man mit Schleifstein oder ähnlichen Werkzeugen wieder Schleifen und danach dann Abziehen.

      Wenn du ne "halbwegs Authentische" (jedenfalls meines bescheidenen Wissenstandes her) Schleif-/Polierpaste nehmen möchtest, probier mal Bimsmehl oder sehr feinen Sand zusammen mit Leinenöl. Die dicke kannste dir dann selbst anrühren.

      Funktionieren tuts jedenfalls ganz gut. ^^
      "Die größte Verwundbarkeit ist die Unwissenheit. " : Sun Tzu
    • Hier gibt es auch noch einiges zum Schärfen.

      woodworking.de/schaerfprojekt/index.html (Quelle ist das Forum woodworking.de)
      Forum für Menschen, die mit Holz arbeiten auch solche, die ausschließlich mit Handwerkzeug arbeiten

      Da stehen auch jede Menge Dinge zu Materialien und Werkzeugen drin.

      Interessant und man lernt das eine oder andere über die Wirkungsweise der Werkzeuge, die man einsetzt.
    • Also zuhause schleife ich meine Messer und Werkzeuge mit nem normalen flachen Wetzstein.

      Der hat glaub ne 1000 und ne 6000 Körnung, den kann man quasi wenden, gibts bei Amazon für ca. 30€ (einfach mal Schleif-/Wetzstein eingeben).


      Fürs Feldlager könnte man nach nem "Sensenstein" gucken, den dann noch nen bissel mit dem Hammer bearbeiten und schon hat man nen handlichen Wetzstein der nicht allzu futuristisch wirkt. (aber mit sicherheit kein "A" bekommt :S )

      Der Recke oder Handwerker von Dazumal, wird bestimmt mit etwas natürlicherem (vielleicht Bimsstein oder nem anderen Feinkörnigen Gestein) seine Waffen oder Werkzeuge abgezogen haben, wenn er denn keinen Schmied in der nähe hatte :P. (aber Experte bin ich da nicht)
      "Die größte Verwundbarkeit ist die Unwissenheit. " : Sun Tzu
    • Ahoi,

      günstigster Tipp zum Schärfen heimischen Messer: Ein Geschirr-Stück aus Steingut nehmen, ich nehm da meist eine Tasse. Zu erkennen an dem steinigen Rand auf dem äußeren Boden der Tasse. Das Nass machen und dort im spitzen Winkel ein paar Mal mit dem Messer drüber gehen (im Prinzip also wie 'nen Schleifstein nutzen), hinterher nicht vergessen die Metallsplitter wieder abzuwischen. Funktioniert wunderbar ist sicherlich aber alles andere als "A" ;)

      BG
      Dieser Post könnte Spuren von Ironie, Sarkasmus und Zynismus enthalten, zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
    • Belgischer Brocken ist schon eine ganz gute Wahl im Lager.
      Zuhause habe ich zuerst verschiedene Wetzsteine ausprobiert. Da habe ich aber zu wenig Gefühl gehabt und da Riefen reingeschliffen. Zu ungeduldig und zu hektisch.
      Dann habe ich diamantbesetzte Schleifsteine gekauft. Die habe ich noch nicht kaputt gekriegt. Damit bekomme ich auch passable Ergebnisse in passender Zeit hin
      Ich denke aber, dass ich in Zukunft auf Wassersteine wechseln werde und mir an einem entsprechenden Schärfplatz und auch mehr Zeit fürs Erlernen des richtigen Schleifens nehmen werde.
      Man muss halt auch die Gelegenheit haben die Steine gelegentlich abzurichten.
    • Das "A" wird in zweiter Etappe erst wichtig werden. Mir geht es vorrangig das ich mein Material auch richtig geschärft bekomme.
      Mittlerweile weiß ich auch was "abrichten" bedeutet. Hatte ich bisher in diesem Zusammenhang noch nicht gehört. Daher meinen besten Dank an euch. Allein durch das lesen hier und das informieren bin ich etwas schlauer geworden :)
    • Maschinen sollte man erst bei sehr verletzen Klingen zum Schleifen nehmen.
      Für den Feinschliff, Schärfen oder das Abziehen nur von Hand
      Gründe: Durch die schnelle Bewegung der Schleifmittel wird die Klinge erhitzt und somit der Härtegrad der Schneide heruntergesetzt.
      Dadurch wird die Standzeit der Klinge verkürzt.
      Folge: Die Klinge muss öfters geschliffen werden. Durch maschinelles und mehrmaliges schleifen wird auch mehr Material von der Klinge abgetragen, was die Verwendungsdauer der Klinge verkürzt.
      Wer lange Freude an der Klinge und eine lange Standzeit haben möchte, schleift mit der Hand. Und so viel schneller geht es mit der Maschine auch nicht.
      Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
    • Im Prinzip reicht auch Schmirgelpapier, das man sich mit Teppichklebeband auf eine kleine Marmorplatte klebt völlig aus, wenn man sich das Abrichten der Schleifsteine später sparen möchte.
      Und ich würde auch sagen, dass es besser ist seine Werkzeuge immer scharf zu halten als maschinell viel Material abtragen zu müssen. Da ist die richtige Aufbewahrung fast noch wichtiger als das schleifen und abziehen...
      ...alle sagten immer: "Das geht nicht!" - doch dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach getan...
      ...diese Signatur kann Spuren von Soja oder Erdnüssen enthalten...
    • askalon schrieb:

      Deswegen hab ich eine Nassschleifmaschine ;) ..
      Diese ist beim schleifen von verletzten Klingen durchaus sinnvoll.
      Aber beim schleifen von Klingen eben nicht. Durch die schnelle Rotation der Schleifscheibe (auch der Wassergekühlten) wird der feine Grad der Klinge zu stark erhitzt die folge ist das der feine Grad der Schneide dadurch verglüht. (dies ist ein Minimalstel was man mit dem Auge so nicht sieht.)
      Bei einer mit der Hand geschliffenen (auch hier wird der Schleifstein mit Wasser befeuchtet.) habe ich nicht so eine hohe Reibungshitze und ein verglühen wird minimiert.
      Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
    • Das man schneller ist glaube ich nichtmal - und das Schleifen auf einer ebenen Fläche gibt mMn auch bessere Ergebnisse - bei Stechbeiteln und Hobelklingen würde ich immer den Handschliff einem Maschinenschliff vorziehen. Bei größeren Messern bin ich faul und benutze einen finnischen Rollenschleifstein mit zwei Rädern. Und die Werkstatt bleibt auch sauberer, wenn man wenig mit Maschinen arbeitet... ;)
      Lieber scharf halten als komplett eine neue Schneide anlegen zu müssen sag ich nur...
      ...alle sagten immer: "Das geht nicht!" - doch dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach getan...
      ...diese Signatur kann Spuren von Soja oder Erdnüssen enthalten...