Mein erstes Wikinger-Gewand

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    • Hier nun endlich die fertige Tunika :D

      drekariddarar.bplaced.net/midd…um/Untertunika_fertig.jpg

      Und die Details gibt's in meinem Projektbericht:

      drekariddarar.bplaced.net/midd…ht_Mein_erstes_Gewand.pdf

      Im großen und ganzen bin ich mit dem Ergebnis meines ersten Gewandprojektes recht zufrieden. Allerdings ist mir beim Nähen und bei der anschließenden Auswertung schon so einiges aufgefallen, das ich beim nächsten mal anders machen werde (siehe Bericht).
      Tatsächlich überlege ich, das fertige Gewand nochmal größtenteils aufzutrennen und die meißten Nähte unter Berücksichtigung der gewonnenen Erfahrungswerte (insbesondere was Nahttreffpunkte und Übergänge angeht) nochmal neu zu machen. ^^
    • @Fifill - Sehr schön geworden :thumbsup:

      Danke auch für die Credits in Deinem Projektbericht ;)

      Anhand dessen Umfangs, Detailgenauigkeit, Zeichnungen, Tabellen, Strukturierung etc. würde ich darauf tippen, dass Du irgendwann mal einen technischen Beruf erlernt hast. Vielleicht Bauzeichner, Architekt, Ingenieur - irgendwas in dieser Richtung... Kommt das hin?

      Trenn' die Tunika nicht wieder auf. Sein erstes Stück muss man einfach in Ehren halten.
      Lieber mit den gewonnenen Erfahrungen eine zweite anfertigen - so teuer ist das Material ja nun nicht ;)
      Dabei kannst Du dann auch die Sachen eventuell mit einbringen, an die Du Dich jetzt noch nicht ran getraut hast. Seitliche Keile statt Schlitz beispielsweise.

      Eine Kleinigkeit noch, die Du vermutlich nicht wissen kannst: die Gürtel waren zu dieser Zeit ungefähr so lang wie unsere heute.
      Ein lang herab hängendes Ende gibt's erst ab dem Hoch-/Spätmittelalter.
      Auch diesen Gürtelknoten sieht man zwar überall auf sämtlichen Märkten, allerdings passt der nicht in die Zeit.
      Das (kurze) freie Ende einfach hängen lassen, oder von oben hinter den Gürtel stecken.
    • Hendrik1975 schrieb:

      Anhand dessen Umfangs, Detailgenauigkeit, Zeichnungen, Tabellen, Strukturierung etc. würde ich darauf tippen, dass Du irgendwann mal einen technischen Beruf erlernt hast. Vielleicht Bauzeichner, Architekt, Ingenieur - irgendwas in dieser Richtung... Kommt das hin?
      Gut geraten: Dipl.-Ing.(FH) Elektrotechnik :D

      Hendrik1975 schrieb:

      Trenn' die Tunika nicht wieder auf. Sein erstes Stück muss man einfach in Ehren halten.
      Lieber mit den gewonnenen Erfahrungen eine zweite anfertigen - so teuer ist das Material ja nun nicht ;)
      Dabei kannst Du dann auch die Sachen eventuell mit einbringen, an die Du Dich jetzt noch nicht ran getraut hast. Seitliche Keile statt Schlitz beispielsweise.
      Eine zweite werde ich auf jeden Fall machen!
      Aber es juckt mich in den Fingern, die erste noch zu verbessern. Mal schauen... :whistling:

      Hendrik1975 schrieb:

      Eine Kleinigkeit noch, die Du vermutlich nicht wissen kannst: die Gürtel waren zu dieser Zeit ungefähr so lang wie unsere heute.
      Ein lang herab hängendes Ende gibt's erst ab dem Hoch-/Spätmittelalter.
      Auch diesen Gürtelknoten sieht man zwar überall auf sämtlichen Märkten, allerdings passt der nicht in die Zeit.
      Das (kurze) freie Ende einfach hängen lassen, oder von oben hinter den Gürtel stecken.
      Doch, das mit der Länge und Tragweise der Gürtel ist mir tatsächlich bekannt* - mea culpa X/ - aber ich hatte gerade nix anderes zur Hand.
      Ein zur Tunika passender Gürtel könnte also eines der nächsten Projekte sein - aber erst wenn der Näh-Virus bei mir nachlässt. ^^

      *u.a. von dieser Seite: sippe-guntursson.de/en-length-…e-dangling-strap-end.html
    • HannaChristine schrieb:

      Gut geworden :thumbsup:

      Sitzt es so, wie du es dir vorgestellt hast?
      Sieht locker und bequem aus

      Und wieso hast du einen Projektbericht geschrieben?
      Bin mit dem Sitz im großen und ganzen zufrieden. Locker & bequem trifft es. ^^

      Den Bericht habe ich zum einen verfasst, weil ich die gewonnenen Erkenntnisse für mich festhalten wollte. Und dann hab ich mir gedacht, ich mach's gleich richtig, so dass andere ggf. auch noch was damit anfangen können.
    • Ganz vorab: ich finde den Bericht Klasse! Es kursieren zig unterschiedliche Schnittmuster, Anleitungen uvm. Eine derart detaillierte Beschreibung mit Problemstellung, Lösungsansatz und Durchführung gibt es mWn bisher nicht. Top :thumbsup:

      Der Schnitt der einfachen Tunika hat sich in der Grundkonstruktion über Jahrhunderte scheinbar nicht viel verändert. Im Hessenpark Museum in Neu- Anspach hängt in einer wieder aufgebauten Nähstube ein auf 1900 datiertes leinenes Hemd, das einen fast identischen Schnitt aus geraden Bahnen und Keilen aufweist. Unterschied lediglich ein schmaler Kragen, eine kurze Knopfleiste und Ärmelbund mit Knopf.