Nur der Adel darf ein Schwert führen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • HannaChristine schrieb:

      Ich möchte mal kurz meiner Begeisterung Ausdruck verleihen
      :laola01

      Danke an euch alle, dass vermeintlich "einfache Fragen" so ernst genommen werden und so viel Wissen zusammen getragen wird.
      Erst wollte ich dem Thema nur oberflächlich folgen, aber dann wurde es spannend ;)
      Es entstehen oft so schöne "Nebenstories" und auf die Hauptfrage wird meistens sinnvoll geklärt :)

      So genug Bauchpinselei für heute :back
      Dem kann ich mich nur anschließen! :thumbsup:

      Schade. Ich hab gehofft, dass sich vll ' ne Quelle im Buch findet. Danke für' s raussuchen ;)
      Kann man die dort beschriebene Einheit, dann eher als "Kriegsknecht" bezeichnen?

      Aufgrund keiner angegeben Quellen ist dann das beschriebene Schwert leider wenig aussagekräftig. :whistling:
    • das Lorb schrieb:

      Dunio schrieb:

      Wessen Bibliothek frei von diesem Buch ist/war, werfe den ersten Stein...
      werf!
      ...als du in dem Alter für dieses Buch warst, hat Gutenberg ja auch noch nach Sponsoren für den Bau seiner Erfindung gesucht... :P
      ...alle sagten immer: "Das geht nicht!" - doch dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach getan...
      ...diese Signatur kann Spuren von Soja oder Erdnüssen enthalten...
    • Aus "Die Geschichte des privaten Lebens" wird im Abschnitt über das Mittelalter auch auf das Themaa eingegangen. Dort war zu lesen das der Besitz per Se nicht verboten war, wohl aber das öffentliche tragen zum Teil geregelt wurde. Zumindest im Hochmittelalter war es bei gewissen Veranstaltungen wohl so das Waffentragen im allgemeinen geregelt wurde. Adel durfte demnach zumeist eines tragen. Knechte, Miniteriale usw. da dann nur auf geheiss des Veranstalters. Im Prizip analog zum Portepee im 19. Jhdt.
      Ich würde aber das nicht dafür heranziehen umd als Bauerndarsteller ein Schwert auf eine VA mitzuführen. Hier würde ich es wieder so halten das es ohne einfach authentischer ist. Da sollte man sich genau einlesen was man wann und wo Darstellt.
      Ministerialer 1190 in Gelnhausen der noch nicht weiß das sein Lehnsherr nicht gut schwimmen kann
    • Dragonlord1975 schrieb:

      Aus "Die Geschichte des privaten Lebens" wird im Abschnitt über das Mittelalter auch auf das Themaa eingegangen. Dort war zu lesen das der Besitz per Se nicht verboten war, wohl aber das öffentliche tragen zum Teil geregelt wurde.
      Nun,ich habe mal gehört - kann aber nicht belegen ob es stimmt - dass in einigen Regionen Deutschlands Kaufleute/Händler/Krämer die z.B. mit einem Fuhrwerk unterwegs waren zur Eigenverteidigung ein Schwert mitsichführen durften,es aber nicht "am Mann" tragen durften.
    • Vielleicht kommt man auch gedanklich weiter, wenn man sich vor augen führt, was für einen wert ein schwert darstellte. Soweit mir bekannt, hatte jeder freie mann das recht eine waffe zu tragen.
      Wie sieht das in Städten aus? Da waren die Zünfte ja das Maß. Ist vielleicht sogar im zunftrecht festgelegt was erbracht werden mußte im falle eines Kampfes.
      Bono Mellius
    • Bei den Zünften wurden die Waffen aber in der Regel an einem sicheren Ort gelagert und im Verteidigungsfall oder zum Trainieren ausgegeben. Natürlich sollte man sich dazu die einzelnen Zunftbücher anschauen, die Regeln können da ja recht unterschiedlich sein. Da steht auch meist drin welchen Abschinitt der Stadt zu Verteidigen war. Die Zünfte veranstalteten ja im SpäMi auch Turniere untereinander. In Italien gibt es diese Wettkämpfe ja bis heute.
      Der Wert eines Schwertes hängt auch von der Zeit und Region ab. Im FrüMi ist es sicherlich am Wertvollsten im SpäMi gab es ja regelrechte "Stangenware" die in Masse hergestellt wurde.
      Ministerialer 1190 in Gelnhausen der noch nicht weiß das sein Lehnsherr nicht gut schwimmen kann
    • Dragonlord1975 schrieb:

      Der Wert eines Schwertes hängt auch von der Zeit und Region ab. Im FrüMi ist es sicherlich am Wertvollsten im SpäMi gab es ja regelrechte "Stangenware" die in Masse hergestellt wurde
      Und es war auch ein Unterschied ob jemand selber für die Anschaffung der Waffe(n) verantwortlich war - wie die Ritter des HoMi - oder die Waffen von der Stadt gestellt wurden - wie es oft (nicht immer) bei den "Wehrbürgern" des SpäMi der Fall war.
    • Pit der Schreiber schrieb:

      oder die Waffen von der Stadt gestellt wurden
      ... ist das so? Ich denke an die sog. "Harnischschauen", die bei den Bürgern/Innungen durchgeführt wurden... auch im SpäMi-Harnischbuch der Stadt Leipzig sind Bürger und Innungen einschließlich deren Pflichtausrüstung aufgeführt. In den Zeughäusern lagerten dann weitere Waffen und Schutzausrüstungen für ... kriegerische Krisen?
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • das Lorb schrieb:

      Pit der Schreiber schrieb:

      oder die Waffen von der Stadt gestellt wurden
      ... ist das so? Ich denke an die sog. "Harnischschauen", die bei den Bürgern/Innungen durchgeführt wurden... auch im SpäMi-Harnischbuch der Stadt Leipzig sind Bürger und Innungen einschließlich deren Pflichtausrüstung aufgeführt. In den Zeughäusern lagerten dann weitere Waffen und Schutzausrüstungen für ... kriegerische Krisen?
      Normalerweise -wie von @das Lorb angedeutet- hatten die Bürger eine entsprechende Ausrüstung usw. nach ihrem Einkommen zu stellen, eine Pflicht, die wie das Wehr- und Wachwesen im allgemeinen idR. an das Bürgerrecht gekoppelt war. Die Aufbewahrung der Waffen erfolgte für gewöhnlich zu hause, mit einigen Ausnahmen, im Nürnberg des 15. Jhd. wurden bspw. die Handfeuerwaffen zeitweise wg. Bedenken des Rates nicht mehr bei den Besitzern privat eingelagert. Im städtischen Zeughaus lagerte dort z.B. im Bereich der Feuerwaffen aber üblicherweise anderes Material, nämlich ältere/veraltete Feuerwaffen als Reserve sowie große Büchsen für den Wall, welche die Stadt auf eigene Kosten beschafft hatte.
    • Eher HoMi, da ich eher Ende 12, Anfang 13 anstrebe, aber auch generell, da ich dem typischen "im Middelalda" gern etwas entgegen zu setzen habe. ;) Ich finde das Thema allgemein interessant, da sich ja der Status Schwert und die Art der Gesetzgebung in den Jahrhunderten verändert hat und genauso das Aufstreben erst des Adels, dann des Bürgertums. Das spielt ja alles ein wenig mit rein, soweit ich das interpretieren kann. :ups