Frage: Axt Schaft

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    • Moinsen,
      wir bestellen die Stiele immer bei Ebay und setzen diese ein. Das einzige was wir beachten ist, das kein EAN Code aufgebrannt ist.
      Die Stiele sind aus Buche und kosten um die sieben Euro. Bei dem Verschleiß von zwei bis drei Stielen pro Saison ist das für uns OK.
      Da verschiedenen Gruppen mit den Äxten arbeiten, ist man nie sicher, wie gut die damit umgehen :help
      Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.
      Konrad Adenauer


      www.viatores-historiae.de
      www.epilepsie-dollbergen.de
    • "ACHTUNG WERBUNG "

      hornbach.de/shop/Hackenstiel-f…2vSjtWbsgyjMaAnHwEALw_wcB

      Quelle: Hornbach

      Der geht gut, oder was vergleichbares anderer Händler.
      Ich benutze den seit Jahren. Der hält.
      Evtl.muss du den am unteren Ende kürzen, da er eine Öse hat. Aber das sollte ja nicht das Problem sein.


      Achte nur darauf, daß es Esche ist. Hickori, was auch gerne angeboten wird, kommt von der falschen Seite des Atlantiks.
    • Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass entsprechend dicke Äste von Haselsträuchern geeignet sind.
      Wenn man einen Land- oder Forstwirt fragt bekommt man die evtl..
      Oder man schaut auf Haufen von Baumschnitt nach um dort entsprechendes zu finden.
      Eberesche oder Eibe wären auch noch geeignet. Aber bitte nicht einfach in den Wald laufen und abholzen.
      Eberesche ist Nahrungsgrundlage für viele Tiere und Eibe steht unter Naturschutz.
      Eibe kann bei der Verarbeitung aber zu Hautreizungen führen und anfallender Staub sollte auf keinen Fall eingeatmet werden.
    • Für einen Axtschaft wie bereits benannt "Esche" alternativ auch "Robinie" "Ulme"
      Von Bestellungen aus dem Internet rate ich aber persönlich ab.
      Wenn man wirklich lange Freude an einem langen Axtschaft haben möchte sollte man das Holz dazu sehen.
      Versuche daher beim Kauf auf durchlaufende Jahresringe zu achten.
      Wenn zb. die Jahresringe quer zum Schaft laufen ist eher Bruchgefahr gegeben. Finger weg. Sollbruchstelle zwischen Früh- und Spätholz bei zu starker Beanspuchung.
      Schau das beim Schaft der Jahresring möglichst vom einen Ende zum anderen Ende durchläuft.
      Bezugsquellen:
      Sägewerke, Tischlereien, Holzhändler, Forstwirte, Waldbesitzer uvm.
      Ich habe aber auch schon gute brauchbare Stücke in Baumärkten gesehen.
      Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
    • Moin.....
      Ich bringe hier mal einen archäologischen Nachweis aus dem nordwestslawischen Siedlungsraum

      Die Funde wurden bei den Ausgrabungen an der slawischen Burg Behren – Lübchin gefunden. A) Bartaxt mit einem vollständigen Schaft aus Eschenholz. Die Axt hat eine 27,5 lange Schneide. Der 77 cm lange Schaft hat einen rundovalen Querschnitt und einen mittleren Durchmesser von 3 cm. Er ist am Axtende am stärksten und schließt gerundet ab.
      B) Bartaxt mit vollständigen Schaft aus Weidenholz. Die leicht gebogene Schneide der Axt ist 14,3 cm lang. Der 94 cm lange Schaft ist am unteren Ende am stärksten. Der mehrkantige Abschluss ist knaufartig verdickt. Das obere Ende des Schaftes ist gerundet. Der Querschnitt ist rundoval und hat einen mittleren Durchmesser von 3,5 cm.
      Insgesamt wurden in Behren - Lübchin 27 Bartäxte gefunden, in deren Axtköpfen zum Teil weitere Fragmente von Weiden - oder Eschenholz steckten.
      Datierung : 11. / 12. Jahrhundert.

      Quelle:
      Ewald Schuldt
      Behren – Lübchin
      Eine spätslawische Burganlage in Mecklenburg
    • Würde da auch Esche empfehlen, das sollte auch mit der Fundlage passen. Esche hat einfach sehr gute Eigenschaften für derartigen Gebrauch.

      Wenn dir eine annähernd historische Herstellung egal ist ---> Werkzeugstiele. Gibts in diversen Größen und Formen und kann man gut anpassen. Wenn man nicht billigst kauft ist auch die Qualität gut.
      www.lebendige-geschichte-1474.de
    • Moin ....
      Und noch ein archäologischer Nachweis ....
      Aus dem Hafen von Haithabu wurde eine Schmalaxt mit vollständig erhaltenen Schaft aus Buchenholz geborgen. Die leichte Schmalaxt Typ 5 nach Westphalen hat ein Schaftloch mit einem Durchmesser von 27 x 22 mm. Der 66,5 cm lange Schaft hat am Axtkopf einen Durchmesser von 24 mm, zum anderen Ende hin verjüngt er sich auf 20 mm. Datierung: Ende 9. Anfang 10. Jh.
      Quelle: Florian Westphal, Die Holzfunde von Haithabu, Wachholtz Verlag Neumünster.
    • Zur Schaftform:
      Ich meine mal gelesen zu haben (weiß gerade aber leider nicht mehr wo), dass der Schaft bei wikingerzeitlichen Axtfunden meist so ausgeführt war, dass er am oberen Ende nicht durchs Schaftloch passte und sich dann nach unten hin verjüngte. Der Schaft wurde also - anders als bei heutigen Äxten zum Holz hacken - von oben durch das Schaftloch eingeführt. Der Axtkopf zog sich dann mit jedem Hieb von selbst noch fester auf das dicke obere Schaftende und wurde so fixiert.
      Wenn ich mir das visuell vorstelle, komme ich zu dem Schluss, dass der Stil dann auch ein gutes Stückchen oben über den Axtkopf hinausgeragt haben dürfte.

      Das würde auch zu dem Fund aus Haithabu passen, den @Reiner vorgestellt hat.