Stoffdicke für Hosenbeine um 1280

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    • Stoffdicke für Hosenbeine um 1280

      Hallo,

      wisst ihr, wie dick der Wollköper für Hosenbeine in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts sein sollte? Ich habe dazu bislang nicht viel finden können, auch nicht in Büchern wie Katrin Kania: Kleidung im Mittelalter.

      Der Stoff soll ja dick genug sein, dass er nicht sofort kaputtgeht, aber auch nicht so warm, dass ich es bei schönem Wetter nicht aushalten kann. Der Färbehof bietet z. B. leichten Köper mit 120g/m² an, der sehr glatt und angenehm zu tragen ist. Es gibt auch dickeren Köper mit 233g/m², der jedoch deutlich kratziger ist - und evtl. zu warm?

      Ich wäre für eure Meinungen und Erfahrungen dankbar.
    • Ich bin mit dem leichten Wollköper von Naturtuche zB immer ganz gut klargekommen für diesen Zweck. Der hat wenn ich mich recht erinnere 350 g /Laufmeter.
      Gleichgratköper ist deswegen ganz gut geeignet weil der eine höhere Elastizität hat - wenn man dann quer zu Fadenlauf zuschneidet sitzt der Beinling besser.
      Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist. (Konfuzius)
    • Vielen Dank für eure Antworten.

      Katharina de Lo schrieb:

      Ich bin mit dem leichten Wollköper von Naturtuche zB immer ganz gut klargekommen für diesen Zweck. Der hat wenn ich mich recht erinnere 350 g /Laufmeter.
      Katharina, der von dir angesprochene Stoff mit 350g/m würde ja dem vom Färbehof mit 233g/m² entsprechen (1,5m Breite). Den halte ich auch für wesentlich strapazierfähiger als den dünneren. Aber ist das nicht auch brutal warm? Danke für den Tipp. Ich werde auf jeden Fall diagonal zuschneiden (Iassen).


      Adalbert. schrieb:

      Also meine dünnen Beinlinge für warme Temperaturen haben 180g/Laufmeter (bei 1,50m breite) und meine Dicken für kalte Tage ca. 350g/Laufmeter.

      Mit diesen beiden Varianten bin ich bisher sehr gut gefahren.

      Adalbert, das sind ja die exakt die Werte, die der Färbehof anbietet. 180g/m (120g/m²) für warme Tage und 350g/m (233g/m²) für kalte wäre genau das, was mir vorschwebt. Aber ist der leichte Köper mit 180g/m nicht viel zu dünn und empfindlich? Ich stelle mir vor, dass er bei jedem Anziehen zumindest im Bereich der Schuhe Löcher bekommen könnte. Wenn du sagst, dass er etwas aushält, wäre das für warme Tage jetzt erst mal mein Favorit. Erzähle mal bitte von deinen Erfahrungen.
    • Neu

      Saringsson schrieb:


      Adalbert. schrieb:

      Also meine dünnen Beinlinge für warme Temperaturen haben 180g/Laufmeter (bei 1,50m breite) und meine Dicken für kalte Tage ca. 350g/Laufmeter.

      Mit diesen beiden Varianten bin ich bisher sehr gut gefahren.
      Adalbert, das sind ja die exakt die Werte, die der Färbehof anbietet. 180g/m (120g/m²) für warme Tage und 350g/m (233g/m²) für kalte wäre genau das, was mir vorschwebt. Aber ist der leichte Köper mit 180g/m nicht viel zu dünn und empfindlich? Ich stelle mir vor, dass er bei jedem Anziehen zumindest im Bereich der Schuhe Löcher bekommen könnte. Wenn du sagst, dass er etwas aushält, wäre das für warme Tage jetzt erst mal mein Favorit. Erzähle mal bitte von deinen Erfahrungen.
      Über die Haltbarkeit/Empfindlichkeit des dünnen Stoffes vom Färbehof kann ich nichts sagen. Meiner ist von Naturtuche (Kammgarn Wollköper, gibt es aber gerade nicht mehr). Anhand der Stoffproben die ich vom Färberhof habe würde ich den Stoff von Naturtuche als "stabiler" bewerten. Das Gewebe ist wesentlich dichter und straffer.

      Meine Beinlinge sind nun schon einige Jahre alt und zeigen keinerlei Löcher oder anderweitigen Ermüdungserscheinungen (außer das die Farbe ausgeblichen ist). Ich trage jedoch Sommers wie Winters noch Nadelgebundene Socken (mal dicker, mal dünner). So dass die Beinlinge nie direkt auf der Sohle reiben. Die Socken trage ich Hauptsächlich für einen besseren Tragekomfort. Helfen aber natürlich auch gegen Abrieb.

      Der Dicke Stoff von Färbehof ist sehr stabil. Ich kenne mehrere die Beinlinge aus diesem schon seid Jahren tragen.
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