Ausschnitt versäubern

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@ Nanuff: Was für einen Stoff hast Du für Dein Kleid benutzt? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Baumwolle sich nicht so gut umlegen lässt, wie z.Bsp. Wolle. Mit Maschine nähen erfordert sehr viel Geschick. Seit ich mit der Hand nähe, sind meine Halsausschnitte viel gleichmäßiger. Wolle ist da sowieso flexibler, da klappt es auch mit Belegen besser. Erst rechts auf rechts, danach schneide ich erst den Schlitz ein und unten am Ende, wo die Naht wieder nach oben verläuft, gehe ich mit der Schere vorsichtig einmal schräg nach links und einmal schräg nach rechts. Fast bis an die Naht. Dann umklappen und versäubern. Ist eine Frage der Übung, bis man das drauf hat. Und mit Maschine meist schwerer, aks von Hand. Manche Sachen muss man sehen, mir haben auch schon einige erklärt, wie das mit den Geren geht. Ich habs aber erst begriffen, aks ich sekber anfing, es mit alten Stoffresten auszuprobieren.
 
Guten Morgen, ja es war Baumwolle. Gaaanz dünne. Bin nicht sicher, aber ich glaube das nennt man Nesselstoff. Das mit dem Einschneiden hätte vielleicht sogar was gebracht. :whistling: Muss ich beim nächsten Versuch unbedingt probieren. Ich frage mich ob es vielleicht ein Bisschen auch an der Ausschnitt-Form liegt? Der ist nämlich recht gerade.
 
Versuch mal, den Ausschnitt von Hand zu nähen. Das ist wirklich einfacher als mit der Maschine. Ich mache es so: Am tiefsten Punkt des Ausschnitts, also in der Mitte, den Stoff ganz knappkantig zwei Mal naach innen umschlagen und feststecken. Dann links und rechts davon auch so knappkantig umschlagen und feststecken. Nähen. Dann sich abwechselnd links und rechs nach außen vorarbeiten. Mit ein bisschen Schieben und Dehnen vermeidet man Falten und kriegt einen ganz gleichmäßigen Ausschnitt, dessen naht man nicht einmal sieht.
 
ich stell mich glaub ich grad doof an...aber...nähst du mit zwei Nadeln? "Dann sich abwechselnd links und rechs nach außen vorarbeiten"
 
Nee, natürlich nicht ^^ Ganz normal mit einer Nadel, da werden einige Zentimeter in die eine Richtung genäht, Faden vernäht, abgeschnitten und an der anderen Seite weitergemacht.
 
Und garantiert sauberer als mit der Maschine, da du den Stoff mit den Finger auch besser andrücken kannst als mit der Maschine. Kleinere Unebenheiten lassen sich so leichter beheben. Mit der Maschine schiebt sich der Stoff zu einer Art Welle auf. Mit Handnaht kann man dies vermindern.
 
Und garantiert sauberer als mit der Maschine, da du den Stoff mit den Finger auch besser andrücken kannst als mit der Maschine. Kleinere Unebenheiten lassen sich so leichter beheben. Mit der Maschine schiebt sich der Stoff zu einer Art Welle auf. Mit Handnaht kann man dies vermindern.
Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Außer vieleicht: Langes Fädchen faules Mädchen, kurzes Fädchen fleißiges Mädchen. Wenn der Spruch warscheinlich gar nichts mit Fleiß oder nicht Fleiß zu tun hat. Kurze Fäden haben bei der Handnaht viele Vorteile. Lange Fäden rauhen duch das häufige durchziehen auf und der aufgeraute Faden neigt zum Knoten bilden oder zum Reißen. Abgesehen davon das der Faden dicker wirkt und die Naht dadurch eher ungleichmäßig besonders bei Farbig verschiedene Faden zum Stoff.
 
ohjeee soooo viel Aufwand :D
Alles eine Frage der Übung. Früher habe ich mit der Maschine mind. 12 Stunden gebraucht, um ein einfaches Kleid fertig zu nähen. Anzeichnen, zuschneiden, zusammenstecken, 1 Nähgang, dann entweder mit der Overlock die Nahtkanten innen versäubert - wobei mir gelegentlich mal einer der 4 Fäden riss und ich alles neu einfädeln konnte (braucht Zeit) und das Ganze teilweise nochmal machen musste), oder mit der normalen Maschine die Versäuberung vorgenommen. Ging auch nicht viel schneller. Reißende Fäden, Unterfaden zu Ende.... Ich denke, das kennst Du sicherlich. Gerade wenn man einen relativ "starren" Stoff unten am Saum etwas rund geschnitten hat und das nun versucht, den doppelt umzulegen und mit der Maschine zu versäubern. Da gibt es eine Falte neben der anderen. Von Hand klappt das immer irgendwie besser. Wobei ich immer öfter die Säume gerade schneide. Ich glaube, rund haben die früher im HoMi das auch nicht gemacht, das wäre Stoffverschwendung gewesen. mit mehreren Bahnen gerader Stoffenden nebeneinander kriegt man das auch am Ende (fast) rund. Für ein einfaches Kleid brauche ich heute gerade mal 8 Stunden mehr, das sind praktisch 2 Abende. Aber es ist entspannender - weil der Lärm der Maschine nicht die interessante Doku im TV übertönt, ich habe weniger Rückenschmerzen - weil ich bequemer sitzen kann, kann die Näharbeit überall hin mitnehmen (habe sogar schon zwischen 2 Saunagängen Wadenwickel umsäumt... :whistling: ) und an den Nähten kann man die Handarbeit erkennen. Solche Nähte macht keine Maschine: https://plus.google.com/photos/1128...5981285224568245378&oid=112826522366266440655 Und ein zweiter Vorteil: ich bekomme neuerdings die Geren probemlos rein und versäubert (Siehe Foto). Das hätte ich mit der Maschine nicht mal ansatzweise geschafft. :thumbsup:
 
Ich stimme Mara ebenfalls in allen Punkten zu,füge aber noch einen hinzu. Handnähte sind viel stabiler als Maschinennähte, es geht also auch unter Zug weniger kaputt. Eine Kappnaht ist dazu noch um Welten schöner als eine Steppnaht und Zickzack Versäuberungen. ;)
 
Danke euch allen. Es waren wieder tolle Links, Fotos und Erklärungen dabei. Besagtes Buch ist dieses? http://www.amazon.de/gp/product/3932077326 Ich habe gelesen, das gäbe es legal auf Englisch als PDF. Konnte ich nicht finden. Hat das jemand? (erstmal zum Reinschnuppern) Nun aber ehrlich: Ich komm schon an meine Grenzen, wenn ich beim Deko-Nähen die letzten Stiche händisch machen muss (hab vergessen wie das heißt, wenn man das Wendeloch schließt...). Dieses Gefitzel ^^ Das ist nicht meine Welt. Hm Nähen allgemein ist weitaus weniger lustig als ich dachte *grins* Aber nun sind Kistenweise Bücher und Stoff da, also wird das durchgezogen :D
 
Besagtes Buch ist dieses? http://www.amazon.de/gp/product/3932077326 Ich habe gelesen, das gäbe es legal auf Englisch als PDF. Konnte ich nicht finden. Hat das jemand? (erstmal zum Reinschnuppern)
Ich habe mein pdf hier herunter geladen: http://www.strony.toya.net.pl/~kuswir/MTA.pdf (Quelle: Toya.net.pl). Den Link findest du auch bei Google, wenn du "Medieval Tailor's assistant pdf" eingibst. Und das mit dem Nähen wird schon. Am Anfang ist es vielleicht etwas mühsam, aber wenn man die wichtigsten Stich- und Nahtarten erst mal drauf hat, macht es richtig viel Spaß. :)
 
ob die oder irgendeine andre kostenlose pdf version wirklich eine legale kopie ist wage ich zu bezweifeln. im herbst gibt es ja eine eine englische neuauflage.
 
das habe ich auch gedacht nachdem ich .pl gelesen habe :ups hab vorhin nur überflogen wie gesagt, bin nicht zuhause es soll aber eine geben ^^
 

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