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Drachen gab es wirklich!?

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  • Drachen gab es wirklich!?

    Hallo,

    "In jeden Märchen steckt ein Funkchen Wahrheit".

    Bis jetzt namm ich immer an, das die Drachen eher in die Abteilung früher Fantasien gehörten.

    Doch was ich heute in einer Reportage über eine Burg sah,macht mich doch etwas nachdenklich.Da würde eine Burg, bzw. ein Stück Kaminkachel, aus den 12 Jh. gezeigt, auf der ein Drache zu sehen ist!

    Könnte es doch möglich sein, das in frühen Mittelalter doch eine Art der Dinos überlebt haben und als Drache bezeichnet worden sind?

    So langsam fange ich daran zu glauben:-)

    Grüße

    Jaro.
  • Ihr seid gemein, einfach die Kobolde und Goblins zu unterschlagen!! Schließlich zogen diese in den großen Drachenkriegen gemeinsam mit den Feen gegen die Drachen, wurden dabei allerdings vollständig ausgelöscht!!!

    :whistling:

    Apropos Hausdrachen...ich hab letztens wieder einen gesehen. Schien ein weibliches Exemplar zu sein...
    Ich bin die Illusion eines Hühnchens!
  • Dann liegt die Frage nahe, wie sie sich vermehren? Wenn keine männlichen Hausdrachen belegt sind...werden die eventuell nach der Paarung von den Weibchen aufgefressen, ähnlich vieler Spinnenarten? Oder sind die Kinder der Hausdrachen Hybriden? Und entwickeln sich nur manchmal per spontaner Mutation zu Hausdrachen??

    Auch die Gelege sind nicht auffindbar...wobei ich da eine Theorie hätte:

    Habt ihr euch nicht schon immer gefragt, warum zu Ostern vornehmlich die Weibchen die Eier aufhängen? Und mit ihren hybriden Kindern die Eier vorher anmalen??

    1. Tarnung! Bunte Eier an Bäumen oder Sträuchen erwecken den Anschein, nicht essbar zu ein ..Ergo..Schutz vor Fressfeinden!

    2. gemeinsame Tarnbemalung indoktriniert die Hybriden Kinder schon von früh an zur späteren Verwandlung zu Hausdrachen!!

    Ein Teufelskreis!!!
    Ich bin die Illusion eines Hühnchens!
  • :groehl :groehl

    Ich kann schon nimmer :D


    Wir nehmen einen Saurierschädel, der irgendwo an die Erdoberfläche gelangte durch Erossion und Auswaschung. Kombinierne das ganze mit einem Moor (schwefliger Geruch) und dem mittelalterlichen Fegefeuer (Teufel--Feuer--Schwefel), zaubern uns noch eine Höhle in einen Berghang, kombinieren diese mit periodischen Fallwinden (WInd durch Felsspalten kann heulende und rauschende Geräusche hervorrufen). Zudem liegen vor der Höhle noch eine Menge Knochen von Vögeln und Kleintieren (Höhle als Schlafplatz für Raubtier, Vogelknochen durch Vögel, die von Fallwinden gegen den Fels geschleudert wurden).


    Jetzt haben wir:


    EInen riesigen Schädel im Wald eines unbekannten Tieres.
    Höhle, vor der Reste von Beutetieren liegen.
    Geräusche von schlagenden Schwingen und dröhnendes Brüllen eines unbekannten Tieres.
    Schwefliger Geruch, vielleicht sogar ein kleines Feuer im Wald.


    Ergo:


    DRACHEN!!!!

    ;)

    Auch wenn die Mythologie von Drachen viel älter ist...aber verbunden mit den mythischen Erzählungen von Drachen und ähnl. Fabelwesen erscheint mir ein solches Scenario nicht undenkbar 8)
    Ich bin die Illusion eines Hühnchens!
  • Hallo Jaro,


    Die ganze Thematik(Mythologie) ist etwas komplex und auch nicht unbedingt meine "Baustelle", doch trotzdem möchte ich mich dazu mal äußern.

    Wie man bekanntlich weiß, gilt das Mittelalter noch nicht gerade als Zeit der Aufklärung. Oft genug wurden, im Fall eines Forschungsdurchbruches oder eines ungewöhnlichen Ereignisses, Götter, Mythen und Fabelwesen damit in Verbindung gebracht.

    Das geschah z.B. im Zeitalter der Kelten nachgewiesenermaßen in Süddeutschland, als ein Meteor bei ihnen niederging. Da man sich das Ganze nicht richtig zu erklären wusste, bestand man darauf, dass die Götter erzürnt waren und den Kelten "der Himmel auf den Kopf gefallen sei". Von Meteoren aus dem Weltall und ihrer zerstörerischen Kraft hatte man damals nämlich keine Ahnung.

    Im Fall des sogenannten "Drachen" wäre es vermutlich der Fund eines prähistorischen Skelettes gewesen. Da es Dinosaurier vor langer Zeit (Mitteltrias) so ziemlich überall gab, entwickelten sich analog zu den europäischen Drachenmythen auch welche im asiatischen Raum. Alles auf Grund von prähistorischen Versteinerungen und Skeletten.
    Wurde also so ein Skelett gefunden, so wurde einfach ein wenig dazu gedichtet. Wie sollte man es denn sonst auch erklären? DNA Analysen und Altersbestimmungen gab es damals ja noch nicht ;)

    Und sokönnten die Flügel des Drachen z.B. von dem Fund eines Flugsauriers stammen.



    Ich hoffe ich habe es für dich verständlich erklärt.

    Beste Grüße, Aelthred
  • Original von Longblade
    Dann liegt die Frage nahe, wie sie sich vermehren? Wenn keine männlichen Hausdrachen belegt sind...werden die eventuell nach der Paarung von den Weibchen aufgefressen, ähnlich vieler Spinnenarten? Oder sind die Kinder der Hausdrachen Hybriden? Und entwickeln sich nur manchmal per spontaner Mutation zu Hausdrachen??


    Die halten sich sogenannte Besamer.
    Allerdings ist davon auszugehen, dass so ein Jausdrache nicht automatisch weitere Drachen gebärt, sondern dass da auch hin und wieder weitere Besamer geboren werden.

    Wissenschaftlern zufolge ist es aber nicht auszuschließen, dass die Zahl der Besamergeburten aufgrund der Kimaerwärmung sinkt.
    Als Beispiel dafür dient ein naher Verwandter des Hausdrachen, einer der letzten der überbliebenen Archosaurier, das Krokodil. Aufgrund der Klimaerwärmung werden mehr weibliche als männliche Tiere geboren.
    Spätestens hier ergibt sich ein weiterer zusammenhang:
    Zur Gattung der Archosaurier gehört neben dem Krokodil auch Geflügel.

    Also ist neben dem Hausdrachen auch das dumme Huhn oder die blöde Ente in verschiedenen Wohngemeinschaften häufiger anzutreffen.
  • Und die Mayas und Inkas..wieso hatten die auch Drachen(Quettzalcoatl)
    Ich denke das es die Tiere gab..und das sie durch andere Umstände als die meterore und viel später ausstarben..evtl durch santorini oder durch das Aussterben der Futtetiere..und Funde gibt es keine weil a: noch keiner die richtige Stelle gefunden hat..B: weil die Knochen aufgrund der Flugfähigkeit so leicht waren das es Keine Reste gibt..oder c: weil uns das keiner sagt.. ;)
  • Es gibt viele Theorien wie der Mythos entstanden ist.

    Dinosaurier Funde, Naturkatastrophen oder einfach Fantasie.

    Möglich zum Beispiel ist, bei Quettzalcoatl(Azteken), ist glaub ich eine gefiederte Schlange. Damals gab es auch schon die Anakonda. Diese Riesenschlange hat sich auch von Geflügel ernährt. Wenn eine nun durch verschieden Nester schleicht, bleiben schon mal Federn in den Schuppen hängen, besonders nach einer unvollständigen Häutung, wenn das nun ein Eingeborener sieht...Schon ein Fabelwesen.

    Ich hatte mal einen Bericht gesehen, wo erwähnt wurde zur Zeit von Marco Polo, hätte es noch die Riesen Warane in Asien gegeben, wurden bis zu 6-8m lang. Auf diese könnten sich die Drachen der Asiaten belegen. Wäre auch ein Grund, warum die Asiatischen keine Flügel haben...

    Was mich aber immer etwas erstaunt, ist das es überregionale übereinstimmungen gibt, wie die Wesen aus zusehen haben:

    Europäischer Flugdrache, Asiatischer Walddrache, Schlangendrachen,....


    Aber am Rande die beste Erklärung der Drachen bietet uns, die Folge von "Primival" von vor 2 Wochen. Da ist ein Dino durch eine Verschiebung ins Mittelalter gelangt.......
  • @ Ragnar

    Wie gesagt, Mythen und Sagen nicht meine Baustelle. Vor allem nicht aus den amerikanischen, bzw. südamerikanischen, und asiatischen Räumen. Da kennt ihr euch bestimmt besser aus.


    Was fehlt sind brauchbare Fakten,bis jetzt ist ja alles leider Spekulation.

    Reptilien gab, und gibt es überall auf der Welt. Evolution findet ständig statt. Arten und Rassen, passen sich an um zu überleben. Die eine Art stirbt, die andere entwickelt sich weiter, eine weitere entwickelt sich neu.... Als Beispiel:
    Vor nicht allzu langer Zeit hat sich eine Schlangenart in Australien, mir ist der Name entfallen, um ca 50 Prozent verkleinert. Der Grund: ein eingeschleppter Frosch der sich mittlerweile zu einer Plage entwickelt hat, ist giftig und führt zum Tod der Schlange wenn sie ihn frisst. Daraufhin hat sich die Schlange durch Evolution über wenige Generationen so sehr verkleinert, dass sie ihn eifnach nicht mehr fressen kann.



    @ Volker
    Das mit der Zeitverschiebung meinst du jetzt aber nicht Ernst oder?


    freundliche Grüße,

    Aelthred




    edit: ich verabschiede mich mal lieber in die passive Teilnahme der Disskusion. Bin für Mythen und Sagen einfach zu sachlich :D

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Aelthred ()

  • Hallo,

    als erstes habt Dank für die ernsten Antworten.
    Die anderen, na ja, Ihr wisst schon....

    Wie weit reichen die Sagen und Fabeln nachweisslich zurück, in dennen von Drachen,vor allen in Europa erzählt wird?
    Gab es schon in 12 Jhd. bereits Drachenmärchen?

    Grüße

    Jaro.
  • Original von Jaro.

    als erstes habt Dank für die ernsten Antworten.
    Die anderen, na ja, Ihr wisst schon....




    Waren wir JEMALS unernst???


    :wiki1 :wiki3

    Aus paläontologischer Sicht sage ich dir: es gab keine Drachen in dem Sinne, wie wir sie uns als Fabeltiere vorstellen.

    Geschuppte Echsen, Riesenschlangen, fossile Funde lassen einer ungebildeteten Bevölkerung, egal wo, aber viel Spielraum zum interpretieren ;)
    Ich bin die Illusion eines Hühnchens!