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Brettchenborte ohne Metall ?!?!?!? JA!

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    • Brettchenborte ohne Metall ?!?!?!? JA!

      Ich habe mal einen weiteren diskussionswürdigen Fund, ich vertraue mal auf die Abb. in "Die Wikingerzeit Gotlands" Bd. II Tafl. 289 Abb. 1 und den Texten aus Bd. IV 2, S. 683.

      Dort ist ein dreidimensionales Brettchengewebe ohne (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) Metallfäden zu sehen.

      Der Fundort ist gem. Wikingerzeit Gotlands IV:2 (Katalog) von L. Thunmark Nylen S. 683: Nystugu (SHM 15448, leider keine online-Bilder im Schwedischen National Museum, kurz sonst für Bildsuche online mis.historiska.se/mis/sok/sok.asp?qtype=bild ). Jedenfalls wird es von ihr beschrieben: "Gemustertes wollenes Band (lag innerhalb der "ergänzt: Tierkopf)-Fibel" (WKZ GT IV:2, S. 683).

      Leider handelt es sich hier um einen Ackerfund. Man kann also nicht sagen ob es sich um eine einzel- oder paarig getragene Tierkopffibel (TKF) handelte, aber: entweder war der Saum der seitlichen (paarig seitlich des Körpers) getragenen Tierkopffibeln mit einen Gewebe verziert oder es war -geht nicht anders- der Saum eines über der Brust verschlussenem Gewandes. Ich habe die Fundlage der TKF bereis ausgearbeitet (gibt es hier - in kürze wieder, wer Interesse hat schickt mir mal eine mail/PN da ich Probleme mit Server habe).

      Viel wichtiger finde ich persönlich allerdings das es auf Gotland dreidimensional gewebte Brettchengewebe gegeben hat :wiki2 (oh, ein erneutes TOTSCHLAGARGUMENT)... Tatsächlich: Brettchenborte ohne Metall, nur gemustert.... vielleicht auch in Farbe, aber das wurde leider nicht anylsiert...
      ich bin gespant auf die weitere Diskussion dazu :knuddel
      Grüße,

      Torben

      PS: das heisst natürlich nicht das es das "immer und überall" (EAV; 1985: Ba-Ba-Banküberfall (7"-Single, 12"-Maxi), gegeben hat, aber: nach diesem Fund gab es zu mindest auf Gotland brettchengewebte Saumbesätze... entweder an den Seiten der Hüften, wo die Schalenspangen lagen oder ggf. mittig über der Brust verlaufend, wo einzelnde TKF lagen.

      (PS: Das solche Besätze in die TKF einlagen konnten erläuterte G. Arwidsson in einem Artikel über Birka... oder war es Hägg? muß ich mal raussuchen. Jedenfalls ist dort das einsinken von Geweben in Fibeln erklärt)
    • Hallo Anja,

      keine Ahnung wo der Fehler liegt (mit dem pdf), dem nehme ich mich aber flugs an! Also nach der Arbeit.
      Vom Weben verstehe ich nicht so viel, aber es sieht aus wie ein dreidimensional gewebtes Band, ohne Metall. Das Muster entsteht dadurch , das ein oder mehrere Fäden über den anderen stehen. So etwas gab es so wie ich weiß auch im "Elisenhof"

      Vielleicht kann die Webfraktion uns da ja weiter helfen... Christin (ja, meine Frau) webt auch aber hat derzeit nicht den Kopf dafür, ziviles Leben geht halt vor, also, liebe Weber und Weberinnen.... helft uns mal :bye02
    • Nach einigem Herumprobieren kann ich herausgefunden, dass man auf der Seite des Museums erst die Inventarnummer eingeben muss, dann auf den Reiter "Järnålderskatalog" klicken und anschließend oben auf die 2. Seite gehen muss. Tadaa - es erscheint das Foto der Borte! 8o
    • Anja das Bild kann man stark vergrößern.
      Ich muß sagen, dann erkenn ich aber auch noch nicht wirklich was. Wirkt für mich stellenweise wie ein Zickzackmuster, das etwas erhöht ist, ähnlich, wie ein Missed-Hole-Muster.
      An anderen Stellen sieht es wieder flach aus, kann also auch nur vom Lichteinfall sein.

      Bin gespannt was die Profiweberinnen sagen.
      woelfin-anne.de mein kleiner aber feiner was-ich-so-treibe Blog
    • Holen wir das Thema mal wieder aus der Versenkung hervor. Vielleicht hat ja jetzt, 2 Jahre später, jemand einen neuen Ansatzpunkt da mich das ganze auch sehr interessiert und die meisten links leider nicht (mehr) klappen.
      Man muss völlig verrückt sein um die Zeit damit zu verbringen von einem Markt zum nächsten zu tingeln, es nicht zu tun wäre aber viel schlimmer :hammel