Buch-Hinweis: aus der Reihe „Combat“ (Themenhefte „Hundred Years´War“ mit Fokus auf die Jahre „1337 - 60“) - „Longbowman versus Crossbowman"

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Graf Moritz von Baernfels

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Dass ein solches englischsprachiges Werk bei Osprey-Publishing erschien, verwundert die Kenner sicher nicht. Das Erscheinungsjahr 2017 garantiert allerdings, dass auch neuere Mediävistik-Erkenntnisse einfließen konnten. Dafür steht auch David Campbell. Er ist über den englischsprachigen Raum hinaus als Autor und Mediävist bekannt. Mit dem Illustrator Peter Dennis hat Campbell für seine Publikation eine wahrlich gute Wahl getroffen.

Neben einer Vielzahl sehr gut ausgewählter zeitgenössischer Darstellungen finden sich in dieser „Combat“-Ausgabe zahlreiche schöne Fotos von Funden, historischen Artefakten und experimentellen Repliken aber auch Kartenmaterial und Fotos von Originalschauplätzen sowie Geschehnis– und Ablaufskizzen. Die außerordentlichen Illustrationen von Dennis schaffen zusätzlich geradezu Erkenntnisse.

Campbell konzentriert sich in seinen Ausführungen primär auf die drei wohl bekanntesten Schlachten seines Betrachtungszeitraumes (1337 - 1360): Die Seeschlacht von Sluys (1340), die Schlacht von Crécy (1346) und die Schlacht von Poitiers (1356). Anhand der jeweils hierzu bekannten Fakten und Forschungsergebnisse setzt sich Campbell intensiv mit dem massiven Einsatz von Bogenschützen (primär auf englischer Seite) und Armbrustschützen (primär auf französischer Seite) auseinander.
Nicht nur Ausrüstung, Rüstung, Bewaffnung, Ausbildung/ Training, Rekrutierung, Besoldung, Einsätze, Leben und Sterben der beiden benannten Truppengattungen werden fokussiert. Besonderheiten und Grundlagen, Schlachtentscheidendes und Nebensächliches, Historisches und Legendäres kommen zur Sprache.
Wann, wo, wie und unter welchen Umständen kamen insbesondere während der drei besagten Schlachten die beiden Truppengattungen mit welchem Erfolg zum Einsatz?
Eine Frage, welcher Campbell eindrucksvoll nachgeht.
 

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