Der Beruf des Paternosterers - ab wann datierbar?

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Firiel

Guest
Hallo ihr Lieben! Da ich zufällig auf eine sehr interessante Seite zum Thema Paternoster gestoßen bin, nun meine Frage: Ab wann ist der Beruf der Paternosterer, sprich der Paternoster-Hersteller nachweisbar? In der Zwölfbrüderstiftung gibt es jedenfalls bereits eine Abbildung zu diesem Beruf, aber ich suche nach Quellen die diesen Beruf vielleicht bereits früher belegen können, speziell für den Raum Wien. Falls mir da jemand helfen könnte, wäre das ganz super! Durchwühle gerade vergebens das MOM, und für 1424 ist der früheste Eintrag, wo ein "Niklas Paternoster, Bürger zu Völkermarkt" erwähnt ist, der den Verdacht aufkommen lässt, dass es sich dabei um einen Paternosterer handeln könnte, oder ein Nachkomme eines solchen... hmhm 1260 bereits Paris seh ich gerade... und auf der etwas zweifelhafteren Seite fand ich das hier: http://www.rosaryworkshop.com/HISTORYjournalingBead.htm#13 Cent.
[font='Arial, Helvetica, sans-serif'] PATERNOSTER GUILDS[/font] [font='Arial, Helvetica, sans-serif'] By the 13th century, makers of prayer beads, called ‘Paternosters’, are forming craft guilds that specialize in beads of a particular material: i.e. they only work in amber or precious stones, metal or glass. Most common are wood and glass. (for more information see pg 90 of HISTORY OF BEADS by Lois Sherr). A street in London is still named ‘Paternoster Row’ and is where many guilds gathered and worked.[/font]
Und falls man Wikipedia haltlos glauben schenken kann... http://de.wikipedia.org/wiki/Paternostermacher
Im 14. Jahrhundert entstanden die ersten Paternostermacherzünfte in den Hansestädten Lübeck und Brügge, ein Jahrhundert später in Stolp und Kolberg, 1477 in Danzig, 1539 in Elbing und 1641 in Königsberg[1]. Der Deutsche Orden, der von Kaiser Friedrich II. die Regierung in Preußen erhielt, brachte den Bernstein von der Samlandküste nach Danzig und von hier aus nach Brügge und Lübeck, wo er verarbeitet wurde. In Brügge wurde die Zunft der Paternostermacher im Jahre 1302 gegründet. Etwa 100 Jahre später gehörten ihr 70 Meister und mehr als 300 Lehrlinge an. Aus Lübeck werden Paternostermacher erstmals im Bürgerregister von 1317 erwähnt, die erste urkundliche Erwähnung (Zunftrolle) stammt aus dem Jahre 1360. Um das Jahr 1400 gehörten in Lübeck mindestens 16 Meister der Zunft (damals noch als "Amt" bezeichnet) der Paternostermacher an. Insgesamt waren zu dieser Zeit dort mindestens 40, nach anderen Quellen mehr als 100 Bernsteindreher tätig. Den Ämterstatuten aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass das Rohmaterial hauptsächlich, aber nicht ausschließlich vom Deutschen Orden bezogen wurde. Die Paternostermacher Lübecks durften zu Beginn des 15. Jahrhunderts ihre Fertigprodukte nur an Kaufleute der Stadt verkaufen. Diese wiederum hatten sich zur Abnahme der Waren bis zu einer Obergrenze von 80 Pfund Fertigprodukte je Paternostermacher verpflichtet. Mit dieser Obergrenze wurde der hohe Preise für Bernsteinartikel einige Zeit stabil gehalten. Mit der Reformation nahm die Bedeutung der Paternostermacher in den folgenden Jahrhunderten ab. Die Zünfte konnten sich aber örtlich noch bis in das 19. Jahrhundert halten, in Lübeck beispielsweise bis 1842,[2] die letzte Bernsteindreherzunft, in Stolp, sogar bis 1883[3]. Daniel Barholz, der Stadtschreiber in Elbing, schreibt 1646, dass die Elbinger Stadtregierung Bernsteindreher anstellt. Der Beruf ist Ursprung des Namens Paternostermaker.
Gibts dazu Quellenbelege? Bin leider für Ö bisher nicht fündig geworden...
 
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