Was wird auf einem Mittelaltermarkt allgemein erwartet?

Rumburak

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Das mit dem zerschneiden war auch als Scherz gemeint. Aber werde mich trotzdem langsam aber sicher zu realistischeren Beinkleidern arbeiten. Aber erst Recherche Recherche... habe mir eine Reihenfolge mit Themen überlegt und suche nun gute Literatur bzw. Videos. Die kann ich zwischendurch mal auf Arbeit anschauen. Hab auch schon einiges hier im Forum dazu gefunden.
Für welche Zeit ist das denn angedacht?
 

user2442

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Das mit dem zerschneiden war auch als Scherz gemeint. Aber werde mich trotzdem langsam aber sicher zu realistischeren Beinkleidern arbeiten. Aber erst Recherche Recherche... habe mir eine Reihenfolge mit Themen überlegt und suche nun gute Literatur bzw. Videos. Die kann ich zwischendurch mal auf Arbeit anschauen. Hab auch schon einiges hier im Forum dazu gefunden.
das war mir nicht klar. Guter Ansatz - mach das so und hab Spaß !
 

Pit der Schreiber

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Aber werde mich trotzdem langsam aber sicher zu realistischeren Beinkleidern arbeiten.
Ein Freund von mir hat als "Zwischenlösung" eine Thorsberghose genommen,die sitzt vergleichbar den "Beinlingen" und die Marktbesucher sehen den Unterschied dank der Tunika/Cotte ja nicht.
 

user2442

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*schmetter* Tausend Jahre sind ein Tag ... Lass die normale Hose an, die auch ein Teil der Kostümgeschichte - 1000 Jahre vorher, 1000 Jahre nachher, wo ist da der Unterschied ? Ausser das Du von den Neuzeitlichen keine kaufen musst, und genügernd zum wechseln im Schrank hast.
 

6587345

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@Alriklassan Du möchtest deiner Vorstellung nach einen "Kreuzritter" darstellen? Also entweder eine Darstellung eines Angehörigen einer der christlichen Ritterorden oder ein Ritter "der das Kreuz nahm"? Ersteres ist von der Recherche einfacher, da es recht viel Lektüre und Bildmaterial gibt und schon tausende Male mal mehr oder weniger gelungen umgesetzt wurde. Als Beispiel werfe ich mal die Webseite von Benedikt Hallinger in den Raum. Dort findest Du viel Hintergrundinfos über die dienenden Brüder des Templerordens- nicht jeder Kreuzfahrer war gleich ein "Ritter" ;) Die Webseite unseres @Sky ist ebenfalls sehr zu empfehlen. Er stellt auf seiner Seite sehr viel seiner Ausstattung vor und du kannst sicher sein, dass es stimmig ist. Ansonsten: Bruche aus schönen weichem Leinen mit gut gearbeiten Beinlingen drüber geben Bewegungsfreiheit, sind bequem und halten warm. Weit bequemer als das press sitzende Stoffpuzzle "Thorsberghose". Das für deinen gewählten Zeitraum eh nicht passt. :D Schnittmuster zu Bruche, Tuniken, Nähtechniken usw. findest Du hier im Forum einiges. Nähen ist zu Anfang nervig, mit der Zeit wird es besser und mit genug Übung geht es Dir leicht von der Hand. Ein Thread mit Bezugsquellen für Stoffe, Nähgarn und Accesoires gibt es hier im Forum ebenfalls. --- Links (Webseiten sind die jeweiligen Quellen): Webseite Benedikt Hallinger: Der dienende Bruder des Templerordens um 1190 Webseite Sky: projekt-deutscharitter.de
 

Alriklassan

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Danke für die vielen links, da finde ich bestimmt was. Also von der Zeit her so ungefähr die Zeit als die ersten frühen Topfhelme aufkamen. ich habe einen Transitional(?)helm, also diese Zeit ungefähr. Und ja, ein Tempelritter. Das waren ja, so weit ich weiß, Adelige. Da ich adlige Vorfahren aus Frankreich habe, ist dies eine gute Idee. Muss nur mal noch genauer diesbezüglich Ahnenforschung betreiben und einen Namen ausdenken. Die hießen "de Governeur". Trage sowieso Kettenbeinlinge über der Hose, da sieht man nicht mehr viel und das Kettenhemd ist knielang. Nähen tut die Schwiegermutter, Stoff habe ich noch einiges vom ehemaligen Zelt bzw. noch ein wenig von meinem Banner übrig. Kann die Ergebnisse ja mal zeigen bei Gelegenheit.
 

Panzerreiter

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Das geht jetzt aber langsam ein bisschen vom eigentlichen Thema: "Was wird auf einem MA-Markt erwartet?" weg, oder?
 

user8125

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Ich sage mal geringfügig, wenn auch informativ
Carry on
 
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user8125

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schwarzer Anzug & Krawatte So Richtung :blues schön mit Aretha F. ihren Song "R E S P E C T" trällernd oder mehr MiB mit Shades und Blitzdings 8) Aber dann beklag dich nicht, weil du hast es ja so gewollt. Obwohl das weißt du dann ja nicht mehr :zunge Postscriptum und hey, dann kann ich dir ja ne neue Zeitschiene in dein Unterbewusstsein eintrichtern :wiki4 man(n) beachte die Hörner....
 

das Lorb

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Postscriptum und hey, dann kann ich dir ja ne neue Zeitschiene in dein Unterbewusstsein eintrichtern
Okay, ob dieser Drohung ziehe ich meinen Vorschlag zurück... ;(
 

Falconer

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Um nach langer Zeit , wieder etwas aufs Thema zu kommen: Dieses Jahr war ja wieder was möglich. An sechs Anlässen selber teilgenommen und nun Saison Ende. Was die Besucher wollen: Fun, Spass, Infos, Unterhaltung, Action und Gelage. Bei dem einen Anlass, wo ich auch selber im Ok bin gabs z.B. berittene Bogenschützen. Die gehen auch an europaweite Wettbewerbe. Das gab was her. Mittlerweile ist die Fauna auch besser vertreten. Ein Lager hatte Hühner dabei, es gab Pferde ( die vermisse ich immer so an mittelalterlichen Anslässen). und natürlich meine Piepmätzer. Grundsätzlich gibt es den grossen Unterschied: Kommerzieller Markt und Lager. Ich würde mir mal ein echtes Lager wünschen. Ein grösserer Trupp "Ritter", Wagen, Pferde, die begleitenden Handwerker, Händler , bis zum ( von mir aus gefakten) Rotlichtbereich. Nicht das ewige: Da ist die Fressmeile, die Händler und nebenan die sogenannten Heerlager, bestehend auf aus fünf Mann. Ein Schmied, der vor Ort mal was flicken kann. auch sonst eben das was man brauchen kann. Ok, Mir tun die Händler eigentlich immer etwas leid. Unsereins kauft da ja kaum was, weil das Angebot meist grotten schlecht ist. Die normal Besucher können eh nicht viel damit anfangen. Also wird da halt verramscht was etwas abwirft, aber eigentlich mit der Sache wenig zu tun hat. Man muss ja etwas Business machen.
 

Ringel

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Ich melde mich hier auch mal zu Wort, da wir am Wochenende auf einem Markt waren, von dem ich sehr enttäuscht war. (Und ich glaube, dass meine Ansprüche deutlich unter anderem hier liegen). Wir waren in Celle. Nebenan war verkaufsoffener Sonntag. Dementsprechend gab es auch viele Besucher, die eigentlich gar nichts damit anfangen konnten (gewandete Anteil – egal wie grob mittelalterlich kleiner als 5 %). Viele verstanden gar nicht, was irgendwo dargestellt wurde. Es gab wieso oft auch lagernde oder Händler, die ich sehr schätze (auch wenn es teilweise grob mittelalterlich ist, dafür verbreiten Sie ein Flair und ich mag sie sehr). Für die tat es mir insbesondere leid. Aber, ich hatte das Gefühl, dass zugelassen wurde, was irgendwo im Angebot war. So gab es Enten angeln – bunte Plastikenten schwammen herum. Es ging nebenan in einige Flohmarkt stände über, diese Stellten zwar auch einige Sachen aus, die man den letzten Jahrhunderten zu rechnen könnte (Oder gedruckte Bücher in Sütterlin), oder eben so Silberbesteck, dass man jetzt noch kaufen kann. Aus dem Mittelalter war da sicher nichts.Ebenso die obligatorischen indischen Taschen, irgendwelche Schmuck, der sehr modern bis orientalisch wirkte. Diese stände zogen die guten Anbieter sehr herunter. Insgesamt war ich sehr enttäuscht. Die guten gingen unter.
 

Panzerreiter

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Die meisten gängigen "Mittelaltermärkte" sind doch schon seit Jahren, seit dem Zeitpunkt, an dem plötzlich jedes Kuhkaff meinte, seinen eigenen MA-Markt haben zu müssen, zu Volksfesten unter dem unverbindlichen Motto "früher mal" verkommen. Das war in den früheren Phasen, so grob vor 20+ Jahren, noch anders. Das war teilweise auch grottig, pseudomittelalterlich, historisierend und romantisierend, mit fellumwickelten Bikerboots und Deko-Zweihänder auf dem Rücken, aber es war wenigstens ambientig und stimmungsvoll. Von authentisch oder archäologisch überprüfbar korrrekt war nie die Rede. Das war von und für Leute aus einer Szene, die sich würzig aus Reenactment, Living History, Fantasy und Altvorderenromantik (ach, die alten Religionen - bzw das waren noch richtige Kerle mit anderen Werten usw) zusammensetzte. Eine drollige Mischung mit fließenden Übergängen, aber eben alle mit einem grundsätzlichen, sich durchaus überschneidenden Interesse an der Sache. Leute aus dem Off, die damit gar nichts am Hut hatten und sich mehr oder weniger aus Versehen dorthin verirrt hatten, gab es damals praktisch gar nicht. Das macht den Vergleich der Publikums-Erwartungshaltung damals-heute schwer. Denn das Publikum hat sich massiv geändert. Früher gab es zumindest tendentiell eine halbwegs homogene in-Scene-Erwartungshaltung, die sich allerhöchstens in der Frage der historischen Korrektheit unterschied. Heute konkurrieren zwei Haltungen, die ein gewinnorientierter Veranstalter abwägen und bedienen muss/möchte. Zum Einen weiterhin die MA-Szene, zum Anderen aber die der szenefremden Zufallsbesucher. Wobei letztere natürlich, an ihrem Prozentsatz an der Gesamtbevölkerung und damit möglichen Besucherpool gemessen, weitaus in der Überzahl sind. Um das Problem mal zu visualisieren: An vielen Bratwurstsemmelkäufern verdient sich einfach deutlich mehr als an wenigen Knochenwürfelkäufern. Die Crux dürfte schon zu einem guten Teil eben darin liegen, dass immer mehr Veranstalter hier auf einer verkauft-sich-doch-ganz-gut-Motivation aufbauen obwohl sie selber mit der Sache eigentlich nichts wirklich am Hut haben. Also einfach einen zusätzlichen Anlass, um ihr bewährtes Krichweih-Sortiment (materiell wie immateriell) an den Mann zu bringen. Und die haben IHRE Erwartung an einen MA-MArkt, während unsereiner eben UNSERE Erwartungen an einen MA-MArkt hat. Und das sind nicht dieselben.
 

Zauberin

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Um nach langer Zeit , wieder etwas aufs Thema zu kommen: Dieses Jahr war ja wieder was möglich. An sechs Anlässen selber teilgenommen und nun Saison Ende. Was die Besucher wollen: Fun, Spass, Infos, Unterhaltung, Action und Gelage. Bei dem einen Anlass, wo ich auch selber im Ok bin gabs z.B. berittene Bogenschützen. Die gehen auch an europaweite Wettbewerbe. Das gab was her. Mittlerweile ist die Fauna auch besser vertreten. Ein Lager hatte Hühner dabei, es gab Pferde ( die vermisse ich immer so an mittelalterlichen Anslässen). und natürlich meine Piepmätzer. Grundsätzlich gibt es den grossen Unterschied: Kommerzieller Markt und Lager. Ich würde mir mal ein echtes Lager wünschen. Ein grösserer Trupp "Ritter", Wagen, Pferde, die begleitenden Handwerker, Händler , bis zum ( von mir aus gefakten) Rotlichtbereich. Nicht das ewige: Da ist die Fressmeile, die Händler und nebenan die sogenannten Heerlager, bestehend auf aus fünf Mann. Ein Schmied, der vor Ort mal was flicken kann. auch sonst eben das was man brauchen kann. Ok, Mir tun die Händler eigentlich immer etwas leid. Unsereins kauft da ja kaum was, weil das Angebot meist grotten schlecht ist. Die normal Besucher können eh nicht viel damit anfangen. Also wird da halt verramscht was etwas abwirft, aber eigentlich mit der Sache wenig zu tun hat. Man muss ja etwas Business machen.
Interessant wäre ein Markt bei dem das Lager um die Marktstände herum aufgebaut wird. Also ohne sichtbaren Abstand mit einem fliessenden Übergang. Es muss ja nicht immer klar sein ob die Gruppe mit dem zeigenden Handwerk (mit Verkauf) jetzt mehr zum Markt oder mehr zum Lager gehört. Grundsätzlich macht Turnei so etwas ähnliches mit dem Ritterturnier das möglichst im Zentrum platziert wird und dem Markt drum herum. Auch ein allfälliges Lager wird so platziert, dass man daran vorbei muss. Leider haben sie den Eintritt nur noch per Online-Verkauf. Schade, denn dieses Jahr haben wir eine Veranstaltung direkt im Nachbardort gehabt, aber wenn das Wetter entscheidet ob ich spontan hin gehe oder nicht kauf ich nicht mehr Online einen Eintritt. Da nehme ich Bargeld oder die Karte mit und gehe davon aus, dass es auch eine Tageskasse vor Ort hat. Alle Haushalte haben einen Flyer bekommen, aber das wurde nicht mehr kommuniziert und so sind wir nicht hin gegangen. Vielen anderen wird es ähnlich ergangen sein, denn bei uns wäre durchaus Potential da weil die Dorfgeschichte (erste Erwähnung im Mittelalter) passen würde. Was das grosse Lager angeht hat vor ein paar Jahren mal jemand für so ein Projekt auf Facebook Leute gesucht die mit machen. Es wäre interessant gewesen, aber mir hat die Lagerausrüstung gefehlt...
 

ryan

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Meine Ansprüche sind Einfach als Mittelaltermarkt Besucher. Das es etwas Mittelalterliches da zu kaufen gibts. Vielleicht das bezieht sich auf eine zu buchstäblich Bedeutung des Namens, aber in meinem begrenzte Erfahrung bin ich immer enttäuscht gewesen.

Meistens die Bude verkaufen dieselben Zeug die man bei jedem Markt kaufen kann. Das Ästhetik ist eher Hippie/Metal, verbunden vermutlich durch Heidentum? Die Kleidung ist modern oder Filz.
 

ryan

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Perchta :) Steht an eurer/Deiner Haustür "Privat" ? Oder gehst Du davon aus, dass Deine geschlossene Haustür auch als solche anerkannt wird? Wenn Du in ein Museum gehst und dafür Eintritt bezahlst, gehst Du dann auch einfach davon aus, alles Angreifen und benutzen zu dürfen? Wenn Du in den Zoo gehst, kletterst Du dann auch über die Absperrung, um die lieben Tierchen zu streicheln? :hammel - Wobei ich mich ganz klar dagegen auspreche, auf einem MA-Markt ein Zootier zu sein! Ich spreche Dich jetzt mal direkt an, weil Du ja diese Diskussion in Rollen gebracht hast :)
In meiner Erfahrung viele Museen haben Schilder die sagen was man nicht machen darf. Obwohl, solche Schilder sind nicht so üblich in Deutschland als in USA. Z.B. ich war neulich in einem Museum wo es nicht klar war ab die Ausstellung weiter geht. Nur bei ein Versuch einen Geschlossen Tür zu öffnen, könnte ich die Wahrheit ermitteln.

Wenn die Problem könnte nur mittels Kommunikation gelöst werden, wäre das einen guten Nachtricht.
 

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