Einfach Irre

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Thomas: Die gute zieht übrigens mit dem Daumen. Kassai schießt wirklich gut. Auch wenn ich kaum einen Unterschied zwischen beiden sehe, was die Geschwindigkeit angeht. Kassai schießt halt auch ne andere Technik. Aber iss schon cool.
 
@Jungraban Hab mir das Video in Einzelbilder angeschaut. Nach meiner Beurteilung zieht die Dame die Sehne mit den Fingern und nicht mit dem Daumen. Sieht man recht schön wenn Sie die Sehne loslässt. Egal ob Daumen odder verdrehte Hand, bei beiden würde der Pfeil eigendlich auf der verkehrten Seite liegen. lg Matthias
 
Also......habs gleich mal nachgemacht. Iss gar nicht so schwer. Ich muß nur die Nocke etwas verändern. Sie fasst denn Pfeil zwischen Nock und Feder. Dabei fühlt sie die Nocke und dreht selbige zwischen denn Fingern wie benötigt. Gefasst wird mit Daumen und Zeigefinger. Das einlegen erfolgt so: Da sie die Nocke schon in die richtige Position gedreht hat, liegt diese an der innen Seite des Daumen an. Der Daumenballen wird an die Sehne gelegt.Jetzt geht die Hand nach hinten. Die Sehne läuft quasi am Daumen entlang bis sie auf die Nocke trifft. Dort rastet sie (die Sehne)ein. Der Daumen gleitet nun unter denn Pfeil, der Zeigefinger sichert denn Daumen und die Handfläche zeigt nach außen. Fertsch. schöner Asiatischer Stil. Bin zwar nicht so schnell, aber das nocken klappt prima. Mein Bogen hat auch etwas mehr Lbs. Der Vorteil gegenüber Kassai. Sie kann sich denn ganzen Köcher vollpacken. Kassai kann nur die schießen die er in der Hand halten kann. Da er mit dem Takt des Pferdes schießen muß, kann er nicht schneller schießen. Gut Möglich, das es in einem mongolischen Stehsattel etwas anders ist. Verständlich soweit???
 
Ok. Dann guckst Du hier. http://www.marook-armouries.de/handhabung6.htm Der gute Bursche dreht die Handfläche jedoch nicht nach außen. Wenn man selbiges aber tut. braucht man denn Daumen nur entspannen und der Schuß löst sich quasi ohne bewußtem lösen. So sollte man übrigens auch mit drei fingern schießen. Finger entspannen, Sehne zieht, drückt die Finger selbst auf, da der Widerstand fehlt. Auf diese Weise verhindert man das >Zwisten (verdrehen) der Bogensehne beim Schuß Jetzt alles klar??? :thumbsup:
 
Ich kenne die Videos von Kassai auch, aber irgendwie kommt mir die Frau schneller vor, findet ihr nicht auch?
 
Das macht mir Angst! :help Sowas muss man wahrscheinlich mit der Muttermilch aufsaugen. Oder kann man sowas lernen? Möchte ich nicht in einer gegnerischen Gruppe haben. Da ist das eigene Aufgebot um die Hälfte dezimiert ehe man das Weiße in ihren Augen sieht. Gero
 
Möchte ich nicht in einer gegnerischen Gruppe haben. Da ist das eigene Aufgebot um die Hälfte dezimiert ehe man das Weiße in ihren Augen sieht.
Naja, in einer Reenactment-Schlacht wäre sie wahrscheinlich enorm effektiv, in einer tatsächlichen Schlacht hätten ihre Pfeile ausgehend von dem notwendigerweise recht leichten Bogen jedoch kaum einen Effekt gegen die meisten Rüstungen egal welcher Epoche gehabt (gut, durch ein billiges Kettenhemd gehts vielleicht noch durch, ist ja auch ein Kompositbogen). Für sowas ist Schnelligkeit jedenfalls bedeutungslos, wenn nicht genügend Stärke dahinter steckt. Nicht umsonst sind englische Kriegsbögen solche Prügel. Aber das, was diese Frau da macht, ist in meinen Augen ohnehin mehr eine künstlerische Darstellung - und zwar eine verdammt gute.
 
@Matthias: Das ist zwar inzwischen unglaublich Off-topic, aber gut: Ein interessantes und sehr informatives Video, und doch glänzt es teilweise mit Halbwahrheiten. Allein schon diese Aussage, einer der Schützen dieser Zeit könne eine Teetasse auf 70 yard treffen. Das ist mal wieder ein typisches Ammenmärchen. Nichtmal Lajos Kassai könnte das, und der ist wirklich ein absoluter Meister. Zum Vergleich ELB - Reiterbogen... In jedem Fall bringt das Design des Reiterbogens die weit effektiveren generellen Wurfeigenschaften mit sich, soviel steht fest. Die englischen Kriegsbögen jedoch hatten andere Vorteile: Sie wurden zum einen in einer deutlich höheren Zuggewichtsskala gebaut als die meisten Kompositbögen (letztere kann man nämlich nicht vernünftig vom Pferderücken schießen, wenn sie schwerste Kraftprügel sind). Nun ist Zuggewicht allein natürlich noch kein großer Vorteil, wenn das Design des anderen Kompositbogens trotzdem effektiver wirft. Der englische Kriegsbogen jedoch hatte einen für ihn typisches, kreisförmiges Tillerprofil (anders übrigens als die späteren viktorianischen ELBs, die wir heute häufiger sehen). Das war, gepaart mit dem hohen Zuggewicht, ideal dafür geeignet, extrem schwere und dicke Kriegspfeile effektiv abzuschießen, bei denen der Kompositbogen eher schwächeln würde. Und besonders schwere und entsprechend wuchtigere Pfeile sind, wie man sich denken kann, von Vorteil, wenn sie beim Gegner ankommen. Darin bestehen die Unterschiede dieser beiden Waffen, der Reiterbogen ist nicht generell vorteilhafter. Übrgens, wenn ich mir den englischen Bogen in diesem Video und die relativ entspannte Schusshaltung des Mannes damit mal ansehe, dann merke ich sofort, dass sich dieser Bogen nicht in der Gewichtsklasse eines tatsächlichen Kriegsbogens bewegt, dann würde der gute Mann nämlich eine ganz andere Figur abgeben. Genauso der Pfeil, er ist noch relativ "normal", was die Proportionen angeht, was auch auf einen nur durchschnittlich starken Bogen schließen lässt.
 
Gesund sieht das nicht mehr aus! :) Was mich interessieren würde, wie es sich mit der Treffgenauigkeit auf kurze Distanzen(-40m) so verhält. Ich kann mir nicht vorstellen, das sich der Pfeil so schnell beruhigt,... Allerdings wurde ein 190#er garantiert nicht für kurze Entfernungen gebaut. Beste Grüße, Toke.
 
Also , ein 190# wurde genauso zum Spass gebaut wie heute. Für den realen Gebrauch sicher nicht. Wozu auch? mit 100# macht der Pfeil genauso tot wie mit 200, in der Salve fliegt der Pfeil des 190ers eben weiter und hinter die Linien, also sinnlos. Und für die Jagd? naja, mehr als durch das Wild durchgehen kann ein Pfeil nicht. Und auf 40m trifft der sicher schlechter als ein 60#er, höchstens genauso gut. Mehr als Centerkill geht nun mal nicht. Eigentlich schade um nen guten Stave
 
Ach, das gute alte Video von Joe mal wieder. Diskussionen darüber hatten wir drüben auf Fletchers Corner ja auch schon reichlich. Natürlich ist sowas auf Dauer nicht gesund, aber Joe Gibbs ist einer der weltweit stärksten Bogenschützen und weiß was er tut. Außerdem ist das mit Sicherheit kein Bogen für den Alltagsgebrauch, wohl eher ein Extrem, um auszutesten was grundsätzlich so möglich ist. Der gute Mann hat übrigens noch mehr auf dem Kasten: http://www.norwegianwarbows.com/apps/videos/videos/show/13871442-joe-pulling-the-210-w-elm-bow- Wie gesagt, das sind wirklich nur Tests. Niemand kann sowas wirklich konstant und dauerhaft schießen. Nochmal zum Faktor Gesundheit: Ich persönlich schieße inzwischen mit Kriegsbögen von bis zu 125#, mein finales Ziel wären irgendwann mal ca. 150#, und ich kann euch sagen: Alles eine Frage der Technik. Man zieht diese Bögen anders als reguläre Bögen, nämlich bis ans Ohr und mit dem Zuggewicht auf die Schultern verlagert. Wenn man das RICHTIG macht, kann man unnötige körperliche Schäden sehr gut vermeiden.
 
Hi, ja das stimmt. Ich schieße auch ganz gerne mal einen starken Bogen. Wenn man sie dazu noch mehr drückt als zieht, ist es gar nicht so schwer. Allerdings bezweifel ich sehr stark, das Zukstarke Bögen für denn direkten Schuß gedacht waren. Diese Bögen konnten recht schwere Pfeile schießen. Diese wiederum schlagen im Fall natürlich stärker durch als bei einem Zugschwächeren. Und genau dafür waren sie gedacht. Für denn ballistischen Schuß. Das schnelle schießen wie im Film ist deshalb aber nicht weniger effektiv. Das wäre sehr einseitig gedacht. Nicht alle Körperteile waren gleich gut gepanzert. Und selbst wenn Brustplatte oder ein Helm nicht durchschlagen wird, ein Schuß ins Bein macht dich trotzdem Kampfunfähig. Zumal es im Kampf gar nicht immer darauf ankommt denn Gegner zu töten. Von denn Skythen kennt man Blattspitzen mit einem Loch in der Mitte. Dadurch ein kleines Stück Leinen gezogen oder mit etwas Wachs einen kleinen Splitter von irgendwas eingeklebt und Dein Tod ist so ziemlich das unangenehmste überhaupt. Einige Nachteile haben Zugstarke Bögen aber auch. Da die Pfeile deutlich schwerer sind verringert sich die Reichweite. Durch das starke Zuggewicht verringert sich dazu noch die Lebendauer von Sehne und Bogen. Ich kann es nicht lassen es gelegentlich mit dem schleudern zu vergleichen. Eine schweres Blei hat so zwischen 100 und 200gr. Wenn diese Teile aus 100m fallen, ist mir Dein Helm SCH......egal. Wobei es schon einen Unterschied macht, ob ich Kugel oder ein Glandes schieße. Mein schwerster Bogen bisher hatte 130lbs. Mit der Schleuder habe ich trotzdem immmer deutlich weiter geschossen.
 

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