Kinder und das Hobby

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Ventris

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Hallo liebe Foristen, die Überschrift sagt es schon aus: Unser Hobby und Kinder. Aus aktuellem Anlass und als noch relativ frischer Papa macht man sich natürlich schon so seine Gedanken. Momentan muss ich sagen habe ich für das Hobby Null Zeit weil unsere kleine Süße uns ziemlich auf Trab hält. Wie sind eure Erfahrungen mit Kindern und unserem wunderschönen Hobby (habe ja hier und da schon gelesen, dass einige Kinder haben). Hattet ihr irgendwann wieder Zeit zum Schneidern, Schmieden und Ledern? Haben eure Kinder den Spaß mitgemacht oder haben die sich gesperrt? Okay Pubertät als Nullbockphase dürfte klar sein... Wie einen Markt besuchen? Holzbollerwagen mit Fell und Windeln und Wickelkram im Leinenbeutel? Bin gespannt auf eure Erfahrungen. Ich freue mich schon auf meinen ersten Markt mit Familie... wann auch immer das sein wird. :D [tt][/tt]
 
Also ich kann nur für uns sprechen ... unser Sohn war 10 als wir mit dem Hobby begannen und er fand es super. Ritter, Schwerter, Abenteuer - Er durfte nicht nur Holz hacken sondern auch am Waffenständer stehen und die Waffen erklären und auch mal dem Ritter das Schwert bringen, bei der Bedienung des Trebuchets helfen, später hat er dann Stockkampf gemacht oder Feuershows (mit einem Feuerstab) und er konnte sogar einige Markttänze und hat auch auf Veranstaltungen mitgetanzt. Er hat vom Bogenschießen, Bogenbau übers Schnitzen (Sehr erfolgreich in den Daumen zum Beispiel) bis zum Fingerlooping auch vieles ausprobiert. Bis dann, so mit 13-14 Jahren die Interessen dann doch bei anderen Dingen lagen - Skateboard, Freunde, Freundin ... und irgendwann auch die Abende am Lagerfeuer nicht mehr lockten. Dann war er ja auch groß genug, um am Wochenende nicht mehr mit seinen verrückten Eltern auf Lager oder Burgbelebungen zu fahren. Jetzt findet er das zwar ein wenig "freakig" aber immer noch spannend und toll, fragt uns auch mal nach den Erlebnissen im Hobby und kommt uns gelegenlich auf der Burg, sogar zusammen mit seinen Freunden, besuchen. Ich denke gern an die Zeit zurück, als er mit uns zusammen "Mittelalter gespielt" hat.
 
unsere is jetz 6 monate und war schon 3 mal in Bärnau dabei. Übernachtet haben wir noch net. Gut Börnau is nich mit zelten zu vergleichen. Ich hab hier Wickeltisch und feste Häuser. Die etwas gröseren Kinder haben ihre spass und spielen toll. Sie lernen sich zu beschäftigen ohne Strom und computer. Sprich die können mit Stöckchen spielen ohne das was blinkt. Der Knaller is natürlich wenn ein 9 jähriges Mädel dir was von Nähten erzählt und die zeigt wie es seine puppe einkleidet. Das einzige Problem waren ein paar blöde Touris die meinten unsere Tochter ständig begrabbeln zu müssen
 
Ein schönes Thema... :thumbup:
Ich freue mich schon auf meinen ersten Markt mit Familie...
Bei meinem ersten "Markt" (gleich um die Ecke / "null" Anspruch, hat aber "flair") in Familie war 10 Minuten nach Ankunft der Teddybär meines Sohnes verschwunden (nur Eltern können die Tragik die in diesem Satz steckt erkennen :D )... der war nach 30 Minuten suchen (GOTT SEI DANK) wieder da... und wir sassen nach ca. weiteren 10 Minuten mit einem schreienden Kind (das von den vielen Marktbesuchern, die sich durch die Gassen drängten -und anderen optisch-akustischen Eindrücken-, völlig überfordert war) wieder im Auto. Allesamt ziemlich frustriert... ein toller Ausflug. ^^ Das ist aber nur meine erste Erfahrung (die mir irgendwie bleibt)... es wurde danach besser. Ich kenne auch genug Leute die sogar mit Baby lagern, oder Belebungen machen. Wichtig ist ein "Rückzugsort" für das Kind. Mit der richtigen Vorbereitung kann das ein wirklich schönes Erlebnis werden. Mein Sohn (etwas über zwei) fängt nun langsam an sich für das ganze Thema zu interessieren. Ein "Ritterbuch" ist schon sehr "abgegriffen" und er will jetzt täglich mit hoch in die "Kemenate". Das will er eigentlich schon länger... danach ging es immer (damals noch krabbelnd) direkt an Papas kostbare Bücherregale... Buch raus... aufschlagen... ein paar Seiten in die kleinen Wurstfinger...*ratschhhh*... 8| So schnell konnte "der Alte" gar nicht gucken. Was für ein Spass.... Das funktioniert mittlerweile aber auch deutlich besser. :thumbsup: Jetzt machen wir zusammen oft den Kamin an und hören historische Musik...Das findet er Klasse. Ich muss ihm alles erklären und er sitzt in meinem Schoss und hört geduldig zu. Diese Momente sind unglaublich schön. Wäre schön wenn er sich dieses Interesse behält. Wir zwei könnten gemeinsam sicher die ein oder andere Veranstaltung "unsicher" machen. Und irgendjemand muss das ganze "Gerümpel" ja auch irgendwann mal erben. :pinch:
 
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bei uns wars der schnuller den wir vergessen haben. Kurzerhand nen neuen gekauft und den in einer grape ausgekocht. Das Gesicht mancher touris göttlich :D Achja Klamotte hatten oder haben wir natürlich auch... bereits die 3. Garnitur ;(
 
Wir waren mit unseren beiden jeweils schon recht früh auf Veranstaltungen. Zuerst als Tagesgäste mit Tragetuch. Das geht, sobald, Frau sich körperlich fit genug fühlt. Wenn man KEIN Schreikind hat und in einer Gruppe gut aufgehoben, kann man bei gutem Wetter und mit Rückzugsmöglichkeit auch schon mit sehr kleinen Babys lagern. Ich finde sogar, dass vieles sehr viel einfacher ist, solange man Baby problemlos tragen und stillen kann. Erst wenn Tragen und Stillen weniger wird, und Baby selbst aktiver (oder das Tragetuch doch nicht "A" genug sein sollte) werden solche kleinen Reisen schwieriger. Man muss dann nicht mehr nur Windeln, sondern auch Babytaugliches Essen, Krabbelmöglichkeit, ablutschbares spielzeug, etc. mitnehmen, evtl. ein Gefährt zum in den Schlaf schuckeln. Ich durfte wegen meines Rückens die Kleinen irgendwann auch nicht mehr permanent tragen. Als unsere beiden jeweils ein Jahr alt waren, sind wir eine Woche ins Freilichtmuseum mit Ihnen gefahren. Der Große hat damals laufen gelernt, in Wendegenähten Schuhen, auf unebendem Untergrund, in jeder Hand ein Stein, den Gänsen hinterher. Mittagsschlaf in Museumshäusern war dagegen etwas schwierig, da ständig Touris kamen und lauthals das Mittelalterbaby bestaunen mussten: "Ist das echt?" Wir hatten unseren Kindern auch extra frühzeitig den Nuckel wieder abgewöhnt. Das ging jeweils mit einem dreiviertel Jahr völlig ohne Geschrei. Bei unserem Sohn wurden so mit 1,5 Jahren Holzschwerter interessant! Und natürlich alles andere, was mit Rittern zu tun hat: die ersten kleinen Bücher, Onkels Rüstung.... und nicht zuletzt alle Kleidungsstücke, die wir "Ritter-Beinlinge", "Ritter-Hemd", "Ritter-Kotte", etc. nannten. Nun ist er vier und bekommt langsam eine Idee, was es bedeutet, wenn Mama und Papa sagen, dass das Mittelalter eine lange vergangene Zeit ist, die wir nur nachspielen. Unsere Tochter hat sich dagegen recht bald für ihre Puppe interessiert, die ich ihr in Anlehnung an mittelalterliche Möglichkeiten genäht habe. Außerdem hat das Wort "Kleid" für sie eine magische Anziehung. MIttlerweile ist sie 2 und krallt sich auch gerne mal ein Hozschwert um ihren Bruder zu attakieren. Wie sich das noch weiterentwickelt kann ich kaum sagen. Bei meinem Mann kam die Begeisterung auch schon im Kindesalter und hat sich gehalten. Kinder bereichern insgesamt solch ein Hobby sehr, wenn man es verkraftet zeitlich seine Handwerklichen und Rechercheaktivitäten herunterzuschrauben. Wir wünschen euch auch so viel Spaß!
 
Die Zeit zum Nähen nahm ich mir am Anfang während der Schlafphasen. Der Mittagsschlaf hält sich zum Glück ja sehr lange. In den Tiefschlafphasen am Abend kann ich ab und zu auch mal ein paar Nadeln schmieden (drei Zimmer entfernt). Ansonsten muss man sich mal ein paar Großeltern/Onkel/Tanten/Freunde besorgen, die das Kind betüddeln, während man daneben sitzt und werkelt. Meine Kinder wussten schon mit knapp über eins, dass Nadeln "aua-pieks" machen und Feuer "aua-heiß" ist. Habe ich immer betont. So mit drei bis vier Jahren wird dann auch die Selbsbeschäftigung der Kinder besser. Irgendwann klappen auch schon kleine Absprachen und man muss im Gelände nicht ständig hinterher rennen. Ich war schon manchmal kurz vor Strick-um-den-Bauch-festgepflockt!
 
Das einzige Problem waren ein paar blöde Touris die meinten unsere Tochter ständig begrabbeln zu müssen
BITTE WAS? :cursing: Wollen die sich vergewissern, dass das Kind echt ist? Wie kommt man auf so eine Idee?
unter anderem Meine Tochter is frühchen und war eben etwas kleiner als "normale" kinder und das fand man wohl goldig. Dazu die kleine gewandung.... Ich hatte sie extra im tragetuch um sie zu schützen, aber die leut warn so dreist und haben mir an meiner brust vorbei ims tuch gefasst so schnell konnte ich gar nicht schaun. Mein Mann war auf 180 sodass wir nach 2 stunden nach hause wollten, das aber nicht ging weil alles wegen dem Umzug gesperrt war ;) Es war Marktspectaculum und extrem viele Besucher. Dann haben wir versucht eine ruhige ecke zu finden und ausgeharrt. Mein Kind hat die halbe nacht gekotzt und geschrien. Mir tat das dann soooo leid. Komischerweise 2 monate später als sie dann 3 tage mit war, ging es besser. Wir hatten ja dann die Wiege und da wurde sie in ruhe gelassen und sie hat auch prima geschlafen. Sie fand das toll. Ich sagte zu ihr wir müssen um 7 aufstehn um pünktlich dort zu sein. Wer guggt mich um halb 7 an.... sie :) Am 3. Tag war sie so kaputt das sie nur geschlafen hatte und mir nachts in baby sprache erzählen musste was sie erlebt hat.. aber ganz fröhlich
 
Ein schönes Thema, zu dem ich auch gerne mal meinen Senf dazugeben mag :) In dem Jahr, in dem mein Sohn auf die Welt kam haben wir mit dem Lagern pausiert. Im nachhinein würde ich sagen, wäre das gar nicht unbedingt nötig gewesen, weil er war (und ist) echt pflegeleicht. Wir sind dann immer als Tagesgast auf Märkte gefahren, mit Tragetuch. Schnuller hatte er nicht, Lieblingskuscheltier zu der Zeit auch nicht, und da ich ihn gestillt habe hat sich auch das Gepäck in Grenzen gehalten. In dem Jahr in dem wir pausiert haben, haben wir auch ein neues größeres und vor allem Winddichteres Zelt angeschafft (leider GroMI, weshalb jetzt bald ein erneuter Zeltkauf ansteht :S ) und so eine Gasheizung. Seit er ein Jahr alt ist lagert er mit uns, und das hat bisher immer gut geklappt. Jetzt ist er 2,5 und findet immer jemanden zum Spielen. Obwohl mir die "Seil um den Bauch und Anpflock-methode" auch schon manchmal sehr verführerisch vorkam. Wir haben einen größeren alten Leiterwagen für ihn gekauft und mi Fellen ausgelegt, darin lässt er sich sehr gerne über den Markt fahren und schläft auch manchmal ein...und meine Einkäufe haben auch noch Platz. Und was das Nähen angeht, da hatte ich eigentlich auch keine Probleme, seit ich auf Handnähte umgestiegen bin. Nur zum Zuschneiden brauch ich jemanden der ein Auge auf dem Kurzen hat.
 
Meine sind im Grundschulalter dazu gekommen, weil wir zu der Zeit mit dem Kram begonnen haben. Mein Großer fand das ganz schnell blöd, aber er ist ein Mensch der Zahlen und Bücher liebt und ungern draußen ist. Meine Tochter ist 19 und wenn es sich ergibt, ist sie mit Begeisterung dabei. Beide fanden es toll, das die Mithobbyisten ihnen auf Augenhöhe begegnet sind (Ausnahmen bestätigen die Regel), so durften sie Bronze gießen und all die Dinge die Lis schon aufgezählt hat. Auf einer privat VA gab es mal frisch geschlachtete Hühner, da dachte ich wir kommen mit einem Veggie heim, aber nein das Bewusstsein für Lebensmittel und die Wertschätzung sind gestiegen. Egal ob ambientiger Mittelaltermärchenmarkt oder Museumsbelebung, eins haben die meisten Leute gemeinsam : sie tun etwas mit den Händen und machen sich Gedanken wie die Menschen da hin gekommen sind, wo sie heute sind. Kinder mögen das (meistens, wenn man keinen Stubenhocker hat) und können viel gewinnen. Sie erfahren Toleranz und Intoleranz und lieben die Freiheiten die andere Kinder nicht haben. Lernen Gefahren einschätzen, den Umgang mit Feuer, Wasser, Werkzeugen. Babys und Kleinkinder sind sicherlich eine Herausforderung an Aufsicht und Mühe. Sie sollten Privilegien genießen dürfen. Und ja man muss sie schützen, noch mehr als im normalen Alltag, besonders vor unbedachten Besuchern.
 
Also unsere kleine (4,5 Jahre) ist jetzt seit sie 2 Monate alt ist in Bärnau, auf der Baribu und bei vielen 19.Jh Geschichten dabei. Klar ist es am Anfang ein wenig aufwändiger wegen Windeln usw. Bisher freut sie sich immer wie Bolle wenn es wieder ins Hobby geht und ist total stolz auf ihre Kleider und passenden Spielzeuge. Da wir ja in Bärnau an dem Haus bauen ist sie da ein total unkompliziertes Baustellenkind geworden der man auch mal Werkzeug in die Hand geben kann (hat inzwischen einen eignen kleinen Hobel) und die gerne hilft. Und sind wir mal ehrlich: Dummer und unselbständiger werden die Kinder durchs Hobby nicht. Ich brauch mir keine Sorgen zu machen wenn Carina mit Feuer oder nem Messer hantiert, da sie damit umgehen kann. Auch wenn sie Schere und Nadeln in die Hand nimmt und nutzt brauch ich mir keinen Kopf zu machen. Schliesslich kommt sie aus einem Schneiderhaushalt. ;-) Nur mach ich mir manchmal Sorgen das sie auf ihre typische Art im Kindergarten vom Hobby des Vaters erzählt. " Na was habt ihr am WE gemacht?" "och Papa hat auf Franzosen geschossen....." ;-)
 
Und irgendjemand muss das ganze "Gerümpel" ja auch irgendwann mal erben.
Also ich wäre bereit dazu, gerne auch vorzeitig. :p Als unsere Kleine geboren worden ist, haben wir zwar noch nicht in diesem Hobby gelagert, aber sie ist bereits mit 3 Monaten mit ins 2-wöchige Pfadfinderlager gefahren. Da es dort leider durchgehend geregnet hat, sind wir nach wenigen Tagen vom Zelt in eine naheliegende Ferienwohnung gewechselt. Bis auf Nachts war sie allerdings den ganzen Tag auf dem Lagerplatz und wurde natürlich von allen betüdelt und bespaßt. Da allerdings hier im Vergleich zum Mittelalter-lagern moderne Gegebenheiten waren, ging und geht es bis jetzt super gut. Egal ob Inland oder Ausland (Schottland, Irland usw). Zum lagern im Heerlager ist sie von Beginn an natürlich mitgefahren, da war sie dann aber schon 4 Jahre alt. Trotz Mädchen war das Thema Gewandung am Anfang immer ein Streitthema. Egal ob die anderen Kinder gewandet waren, unsere wollte am liebsten mit ihrer normalen Kleidung mitspielen. Mittlerweile haben wir scheinbar die richtigen Kleider gefunden und es klappt wunderbar. Meistens aber muss ich abends/nachts wenn es dunkel ist hinterher rennen, dass sie auch im Lager bleibt. ;)
 

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