Knochenleim auf Veranstaltungen erwärmen

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Thies

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Mich würde mal interessieren, wie ihr Knochenleim (oder vergleichbare Leime) auf Veranstaltungen / Märkten / musealen Veranstaltungen erwärmt. Zu Hause in meinem Schuppen nehme ich da einfach den Leimkocher. Aber ... ...bislang habe ich keine Quelle finden können, wie Leime tatsächlich im 13. Jahrhundert erhitzt wurden. Quellen, dass mit Leimen gearbeitet wurde, habe ich zwar verschiedentlich, aber ich möchte gerne auch im VA-Bereich meinen Leim nach Möglichkeit im Wasserbad erhitzen. Generell stelle ich mir vor, dass ich lediglich zwei Tongefäße nutze, Ein großes mit Wasser und ein kleines mit dem Leim. Allerdings befriedigt mich diese grundsätzlich Idee nicht, solange ich keine Quelle gefunden habe, wie es im 13. tatsächlich gemacht wurde. Daher würden mich Eure Ideen / Interpretationen oder besser noch - falls es so etwas überhaupt gibt - Eure Quellen zur Leimerwärmung brennend interessieren.
 
wie es im 13. tatsächlich gemacht wurde
13.Jh. Da geht der Ärger schon los. Die älteste mir bekannte Abbildung ist aus dem 16. Günther Heine erklärt in seinem Buch "Das Werkzeug des Schreiners und Drechslers", dass bis in`s 18. Jh. dreifüßige Tiegel aus Bronze und Gusseiesen (später?) mit langem Griff verwendet wurden. Allein die dicke Wandung speicherte die Wärme und vermied wohl schnelle Temperaturschwankungen. Der älteste Nachweis für die Erwärmung im Wasserbad stammt aus den 1770ern (Paris). Um auf deine Eingangsfrage zurückzukommen: Ich habe hier einen alten Stieltopf /Dreibein aus Stahlblech(!), in dem sich noch Knochenleim-Reste befinden. Den werde ich demnächst als Wasserbad benutzen, um ein Keramiktöpfchen mit Leim darin zu erwärmen. Einen Bronzetiegel besitze ich leider nicht. Aber ich mach auch nicht 13. :D
 
Hallo Thies, schau Dir mal an wie Chris als Buchbinderin aus dem 14. Jh. ihren Leim erhitzt (auf der angegebenen Seite, letztes Bild). Bisher habe ich auch noch keine weitere Alternative gefunden und insb. auch keinen Bildbeleg. http://buchwerkstatt.blogspot.de/search/label/frilled%20headwear Beste Grüße, Benny IG-Mitima
 
An so etwas in der Richtung hatte ich auch schon gedacht. Vorallem weil ich auch schon passende Keramik dafür hätte. Allerdings habe ich mich bislang immer gescheut nicht mit Wasserbad zu arbeiten, sondern mit direkter Hitze. Wenn ich tatsächlich nicht´s finden sollte, werde ich wohl auch in diese Richtung tendieren müssen. @Gryphan
Der älteste Nachweis für die Erwärmung im Wasserbad stammt aus den 1770ern (Paris).
Könntest Du mir den Nachweis dafür nennen oder mal zur Verfügung stellen?
 
Ich habe mal irgendwo ein Bild gesehen, wo englische Frauen ihren Leim für die Pfeile in einem Art Rechaud aus Kupfer erwärmten. Kleiner "Topf" und unten drunter ne Öllampe ?? So ähnlich mach ichs mit meinem Hautleim für die Federn, ne Halbkugel , Durchm . 40 mm über das Teelicht eines Stövchens. Funktioniert ... Nur der Leim wird mit der Zeit Braun vom Eisen, bei den Engländern grün vom Kupfer
 
Könntest Du mir den Nachweis dafür nennen oder mal zur Verfügung stellen?
Der o.g. Verfasser des Buches beruft sich auf: Francois Bedos de Celles: L´art du facteur d´orges. Paris 1766-70. Hrsg. v. Christhard Mahrenholz. Kassel 1934-35
 

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