Bedeutungsmöglichkeit "R" umgedreht auf österr. Schwertfund

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Vielleicht war derjenige Mensch, der den Schriftzug auf der Schwertklinge angebracht hat, des Schreibens nicht mächtig und hat deshalb die zwei R Spiegelverkehrt geschrieben. Ich weiß, das Kinder, die schreiben lernen die Buchstaben oft Spiegelverkehrt schreiben. Meine Tochter hat das oft so gemacht. Grüße vom Söldner
 
@Söldner, ich denk mir mal ein Meister des Schmiedens hatte dann zumindest die Möglichkeit sich eine Inschrift vorschreiben zu lassen ^^ @Saxnoth: komm mal vom Kringerl weg und versuch nicht in einfache abnutzungsrisse Buchstaben reinzudeuten wo keine sind - Saxnoth steht da sicher nicht drauf :kopfstreichel ;) Theorien haben wir ja jetzt schon einige, wobei ich immer noch zu Flos am meisten hintendiere persönlich. Kennt sich jemand mit Kalligraphie hier aus? Gäbe es eine Erklärung für die Unverbundenheit beim R, X, oder was auch immer es nun ist?
 
hi kann es sein das der schriftzug erst später dazu kamm ? es könnte doch INRI traufstehen, nur das sich der jenige der das geschrieben hatte, nicht die rechtschreibung von heute hatte. man hat früher öffter buchstaben in wörter eingebaut die da nicht rein gehören, man prauch sich nur alte grabsteine ansehen
 
@Doerte: Augen aufmachen und nachdenken ;) INRI steht normalerweise auf Grabplatten aber meines Wissens nach, nicht auf Schwertern ^^ Und ich seh da nix was auch nur irgendwie auf ein N hindeuten könnte, was deiner Theorie Fundament geben würde. Und da sind definitiv 2 klare S drin ;)
 
Fakt ist + - 1200 . Ein zweischneidiges schwert war die Hauptwaffe eines Ritters. Soweit meine recherchen wo ich überzeugt bin . Ob nun alle ritter des schreibens und lesens mächtig waren bin ich bisher noch nicht weiter gekommen . es müssen ja auch nicht unbeding Buchstaben als Wort gemeint sein evt. auch eine Zahl ? Ob das jetzt sinnvoll wwar weiß ich nicht , aber zumindest macht es einen Mordsspass im Internet und Büchern zu recherchieren . was ioch heute über Schwerter dabei gelesen habe braucht ein Archäologiestudent wochen für :D :D
 
Ich denke ohne eine Röntgenaufnahme ist es sehr schwierig da was vernünftiges zu deuten. Das Minus könnte auch ein Kreuz sein, auch wenn man es augenscheinlich gerade nicht erkennen kann. Sowas wurde ja recht häufig gemacht. In "Swords of the Viking Age" ist die Abbildung (zwar ein Wikingerschwert Typ XII) mit ähnlicher Inschrift.(S. 138/ 139) Fundort: Finland, 11 Jhd. Zur Bedeutung steht aber leider nix. Aber ich bleibe dabei. Ohne Röntgenaufnahme wirds schwer.
 
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Skelmir gibts da auch ein Bild dazu? Oder kannst du die Inschrift kurz aufschreiben hier? tät mich interessieren :) Publikation dazu wird es definitiv geben, aber ob auch ein Röntgen gemacht wird, ist leider nicht sicher :(
 
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Ein Bild gibt es in[font='Chicago, Impact, Compacta, sans-serif'] Swords of the Viking Age[/font]. Wg. Copyright würd ich es hier nicht einstellen wollen. die Inschrift ist etwas schwer zu erkennen aber es könnte folgendes sein: S ʁ S ʁ ʁ S Das fünfte Zeichen von links sieht allerdings noch etwas anders aus. Vor dem letzten S kommt noch ein etwas verrutschtes umgefallenes C und vor dem ersten S ist noch ein C mit einem umgefallenen Z. Sorry aber anders kann ich es nicht beschreiben.
 
Danke! Ist auf jeden Fall mal ein Hinweis in eine Richtung der man nachgehen sollte
 
Hier ein Bildausschnitt mit dem Schriftzug auf dem Schwert aus dem Buch Swords of the Viking Age.
schwertbeschriftung.jpg
Quelle: Seite 139.Swords of the Viking Age,Ian Peirce,Boydell Press.ISBN 184383089-2 Und zum Dritten mal,ein Röntgen wäre nicht schlecht.Verstehe nicht warum das nicht selbstverständlich ist das Schwert zu Röntgen.Die Materialanalyse der Voest kostet mit sicherheit mehr.
 
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Super Renatus!! @Renatus od. Skelmir: Zum Fund selbst gibts mehr Infos? Datierung, Ort etc.?
 
Ich würde mal bescheiden schätzen, dass der Herr Prof. am Wochenende andere Sorgen, hat als auf Druck mit dem Schwert Gassi - ehm zum Röntgen zu gehen ;-) Was weiß man über die genannte Inschrift? Fundort? Typus des Schwertes? Datierung?
 
Das Auslassen des senkrechten Striches des kleinen r ist eine Verkürzung der gotischen Buchschriften und wurde auch ebenso bei o und e gemacht, manchmal auch bei v, hat hiermit also wenig zu tun, da wir es eben mit "Antiqua"-Großbuchstaben zu tun haben. Inschriften auf Häusern etwa (aus dem Spätmittelalter oder jünger) zeigen uns aber auch bei Antiqua-Großbuchstaben die gleiche Möglichkeit, etwa HR wird oft auf diese Weise verkürzt, also in einem geschrieben. In beiden Fällen haben wir es aber nicht mit einem Auslassen zu tun (sodass das R/r als separater Buchstabe mit Raum davor und dahinter stehen würde) sondern mit einem Zusammenschreiben (es wird eine "Ligatur" gemacht, also zwei Buchstaben direkt zusammen geschrieben). Wenn wir also von einer Großbuchstaben-Ligatur von IR ausgehen würden, dann würde sie einfach nur wie ein R aussehen - das I wäre garnicht zu sehen, was natürlich nicht sehr sinnvoll wäre. Ich kann mir vorstellen, dass auf erwähnten Häuser auch mal ein R mit übergesetztem Punk als IR stehen mag, aber die Markierung von i mit Punk oder Strich fängt erst um 1300 an. Daher steht da für mich zweifelsohne ЯSЯS (damit würde es ja scheinbar auch in einer noch nicht entschlüsselten Tradition stehen, wenn ich mir die letzten Posts so anschaue). Kein c, kein O und vermutlich auch kein -; das halte ich alles für Kratzer, da sie offenbar deutlich oberflächlicher sind. Spiegelverkehrtes SKSK halte ich deshalb für ausgeschlossen, weil der obere schräge Arm des K meines Wissens nie rund geschrieben wurde, wie er hier eindeutig ist. Die Idee eines illeteraten Graveurs mag sehr wohl zutreffen - immerhin war Schreiben ein eigenes Handwerk und Lesen lernen auch nicht so ohne weiteres jedem möglich. In der Buchschrift finden wir solche Fehler aber meines Wissens nur in der Form, dass der Schreiber die Vorlage nicht verstanden hat (das Palästinalied im Codex Manesse hat z.B. nuoc, wo ſluoc stehen müsste - langes s und l wurden also fehlinterpretiert als ein Buchstabe). Einen Buchstaben falsch herum zu schreiben würde ja aber sagen, dass er garkeine Vorlage hatte, und das halte ich nicht für sehr wahrscheinlich. Vermutlich ist es im Gegenteil eher volle Absicht, aus künstlerischer Freiheit oder weiß der Geier warum... Daraus INRI zu lesen ist nun aber vollends abenteuerlich... 8|
 
Hey hab dies hier interessiert gelesen. Gibts denn eigentlich was neues oder ist es hier nun schon zuende ? o_O Mich würd die inschrift auch interessieren, aber nichts genaues drauf erkennen geschweige denn lesen. muss sagen die dort was erkennen meinen Respekt
 
Endlich ist der Fund wissenschaftlich aufgearbeitet - und dies in einem bewundernswerten Detail. http://www.huscarl.at/ruprechtsberger_hochmittelalterliches_schwert_aus_dem_donauschotter.php
 

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