weitere mögliche Aufklärungsversuche ;)

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Es is doch immer das gleiche. Wenn ich wo sage "Wolle is die beste Wahl für die Oberbekleidung im Mittelalter", dann kommt mit Sicherheit einer der sagt "na, aber ich hab da aus Oberhintertupfinghausen einen Leinenbeleg" und wenn ich sag "Jeder kann nähen lernen" dann kommt mit Sicherheit einer der sagt "na aber was ist mit den Leuten die ADHS oder Motorikstörungen haben?" und wenn ich sag "das ist Allgemeinwissen und wird normal an Pflichtschulen unterrichtet" dann kommt mit Sicherheit einer, der sagt "Ja aber bei mir is das nicht so, weil ich die Schule wechseln musste und da und dort ist es auch nicht so weil der Lehrer xy es versäumt hat und manchmal hilft das ja auch nix, weil Schüler ja auch manchmal überhaupt nicht aufpassen." Eine Generalisierung ist eine vereinfachte Darstellung, die den Normalfall darstellen soll und hin und wieder auch den Idealfall. Man nutzt sie, um hier Zeit zu sparen und seinen Punkt klar zu machen.
 
Glaub ein Ziel eines Maturaniveaus ist es, eigenständig Wissen erwerben zu können, auch als Vorbereitung auf die Uni - nur weils der Lehrer im Lehrplan nicht vermittelt hat (aus persönlichen oder zeitlichen Gründen), ist das keine Ausrede nicht selbst das Kapitel im Geschichtsbuch zumindest zu überfliegen. Und zur Matura/Abitur kommt sowieso alles, auch wenns nicht gemacht worden ist, kurz: man muss es so oder so lernen, entweder durch nen Lehrer oder eigenständig. Wie man selbst lernt hängt vom Typ ab, ob visuell/auditiv/usw. - und das sollte man wissen, wie es um einen steht und wie man es am besten lernt und eben an seine Bedürfnisse angepasst das Material dann aufbereiten. Eine PDF mit allen Infos ist allein durch regionale Unterschiede in Politik, Handel, etc. usw. schlichtwegs nicht möglich!
 
Ich denke, es geht hier in erster Linie um das Bestreben ein Forumsprojekt ins Leben zu rufen ... ich persönlich fühle mich jedoch sehr an einen Thread vor einiger Zeit erinnert... Mir sind bei deinem Anliegen gleich einige Kreativansätze durch den Kopf gegangen. Wie könnte man es mit modernen Medien umsetzen (z.b mit Flash)? Ich könnte mir vorstellen, das in diesem Forum vielleicht sogar die Grundlagen (Wissen/Kreativität/know-how) wären, um da pädagogische interaktive Grundlagen zu legen, die Geschichte auch für Schüler interessant vermitteln. Es ist auf jeden Fall ein Thema für eine Bachlorarbeit oder Co-arbeit für einen Museumspädagogen und einen angegehenden Graphikdesigner mit einem Fabile für Geschichte. Deine "Aufgabenstellung" (eher Idee) ist sicher nicht aus dem Ärmel zu schütteln. Dennoch, sollte sich aus diesem Thread eine forumsübergreifende Arbeitsgemeinschaft entwickeln, so würde ich mich gern beteiligen. Leider habe ich in Sachen Kelten, Römer, Völkerwanderung und Frühmittelalter wenig Dunst. Meine Flashkenntnisse sind leider auch ein wenig eingerostet (reicht nur für sehr einfache Effekte), aber ich wäre in Sachen 1250-1350 gern behilflich und könnte auch mit der Entwicklung von graphischen Gestaltungselementen dienen. Danke dir für die Idee und deine Gedanken, Aleena.
 
Wie könnte man es mit modernen Medien umsetzen (z.b mit Flash)? Ich könnte mir vorstellen, das in diesem Forum vielleicht sogar die Grundlagen (Wissen/Kreativität/know-how) wären, um da pädagogische interaktive Grundlagen zu legen, die Geschichte auch für Schüler interessant vermitteln.
Ich glaube nicht, dass das zielführend ist oder der Aufwand den Nutzen wert ist. Das menschliche Gehirn ist nicht dafür gedacht, dass man Bilder reinballert und dann wird man schlau. Das könnte ansonsten Fernsehen schon tun. Wir haben ein Säugetiergehirn. Das ist hauptsächlich dazu da, die Sinneswahrnehmungen zu verwalten. Unsere Sinne sind sehr komplex und vielschichtig und da passiert auch viel zeitgleich. Unsere Vorfahren mussten wissen, wie die Sonne steht, das Gras riecht, der Wind weht, das Laub knistert und die Libelle fliegt, wenn der Moment gekommen ist, wenn das Reh ein mal am Tag aus dem Wald kommt und man spitze Stöcke in das Tier stecken kann. Das sind sehr viele Sinneseindrücke, die auf einmal erfasst werden und GENAU einen Moment beschreiben. Unser Gehirn kann das. Umgekehrt bedeutet das, das wir uns Dinge einfacher merken können, wenn wir mehrere Sinne beanspruchen. Es geht also mehr darum, wie wir einzelne Sinneseindrücke verarbeiten als darum, einen Sinn größtmöglich zu stimulieren. Anschauen alleine ist oft zu wenig. Damit ich nichts durcheinanderbringe, sortiere ich recht gerne. In meinem Kopf ist beispielsweise eine Landkarte für das Jahr 800. Da drauf sind kleine Menschen in bunten Kleidern und die tun auch alle irgendwas. Der Kaiser Karl reitet im Frankenreich rum und fällt den Sachsen die Irminsul. In Oseberg werden zwei Frauen auf einem Schiff aufgebahrt. Mit der kleinen Zahl 793 versehen landet ein Wikingerschiff in Lindisfarne. Ein kleiner Mönch läuft mit dem book of lindisfarne davon. Das sind bewegte Bilder, die ich in meiner Phantasie erschaffe. Je mehr ich an ein Detail denke, desto mehr andere Details kommen mir wieder in Erinnerung. Wie etwa Kaffeetrinken in Äthiopien, das war auch kurz vor 800. Dadurch das sich das alles bewegt, ich mir Gerüche und einzelne haptische Details vorstelle, beanspruche ich größere Teile des Gehirns und verknüpfe die phantasierten Sinneseindrücke miteinander. Meiner Meinung nach reicht es deshalb ein Buch und viel Phantasie zu nehmen.
 
:eek:ff1 für die, die es Interessiert
Zitat von »Niklas Girdler« Zitat von »aleena« Götter, Geister und Dämonen-Seminar Rein aus Interesse .. was ist denn das?
Ich musste in meinem Bfd (Bundesfreiwilligendienst) unter anderem ein Politikseminar machen -eines der fünf seminare-. Themenauswahl innerhalb des Seminars waren Rente 2050 und halt Götter/Geister und Dämonen. Die Wahl viel nicht schwer :thumbsup: Und es hat sich gelohnt, innerhalb der Woche haben wir alles mögliche behandelt, von Lilith, Hexenverbrennung/ Hexen in der heutigen Zeit, religöse "Schutzsagungen" z.B. Pentagramme, Knoblauch im Fenster etc. über Satanismus / santanistischen Ritualen/ Church of Satan und deren Aufnahmeformularen ;) über Rückwärtsbotschaften/ Satanische Musika bishin zum Exorismus ( es wurde mehr oder weniger selbst eins durchgeführt) :wiki2 Und es wurde sehr aufklärend und ausführlich dargestellt. Dieser Dozent hatte( meiner Meinung nach) echt erschreckend viel Ahnung und erschreckend viel Material 8| Bücher, Filme, Musik, haben über etliche Künstler gesprochen, Musiker oder Prominente die Anhänger waren. Bekannte Plätze in der Umgebung für Rituale, Bishin zum Rollenspiel. Ich komme schon wieder ganz ins Schwärmen :love: dieser Typ konnte einfach gut erzählen. Bei den Infofilmchen sollten Teilnehmer mit Kindern draußen warten, und die, mit schwachen Nerven sind hinterher von alleine gegangen. Und NEIN er ist kein Anhänger ;) :angel1 ...Es war nur nicht sonderlich klug, dass Wochende danach direkt auf eine fantastische Mittelalterveranstaltung zu gehen :pinch: :ups ok, genug davon :rolleyes: :back
 
Umgekehrt bedeutet das, das wir uns Dinge einfacher merken können, wenn wir mehrere Sinne beanspruchen. Es geht also mehr darum, wie wir einzelne Sinneseindrücke verarbeiten als darum, einen Sinn größtmöglich zu stimulieren.
Genau das ist der Vorteil, den eine interaktive, multimediale Aufbereitung von Daten gegenüber dem Text hat.
Meiner Meinung nach reicht es deshalb ein Buch und viel Phantasie zu nehmen.
Glaub ich dir, denn ich lese deine Beiträge sehr gern, da sie deine fundierte Allgemeinbildung, Eloquenz und Emphatie wiederspiegeln. Aber genug geschleimt, Lernprozesse sind nicht mein Spezialgebiet und sind sicher auch sehr individuell. Mir persönlich fällt es bei Vokabeln wesentlich leichter mit animierten Vokabelbildern zu arbeiten, als mit den guten alten Karteikarten. Leider scheint es mir nicht gelungen zu vermitteln, worum es mir eigentlich geht. Gehen wir mal ein paar hundert Jahre zurück und verdrängen die Tatsache, dass es noch kein Internet gab. Hätte hier jemand gefragt, ob es denn möglich sei, einen Teppich zu besticken, der die Ereignisse um die Eroberung Englands zeigt, so wäre die Idee hier im Forum mit Killerphasen wie "zu lang, zu umfangreich, zu langwierig" gleich gebockt worden. Gut, nun ist der Teppich von Bayeux nicht gerade ein kleines Exemplar und es ist auch richtig, dass einige auf den Umfang eines solchen Projektes hinweisen - keine Frage, aber es ist gleichzeitig auch schnell das Todesurteil für entsprechende Ideen und das finde ich schade. Wir haben heute die technischen Möglichkeiten unser Wissen über weite Entfernungen zu teilen und über Technologien, wie skype oder ts und nicht nur auditiv sondern zusätzlich auch noch Bildmaterial auszutauschen. Vielleicht finden sich hier ja einige, die einfach Lust und Spass an sowas haben. Der Teppich wurde auch nicht von einer Person gestickt und hier tummeln sich Pädagogen, Geschichtswissenschaftler, Graphiker, Texter und Dolmetscher. Von den unzähligen Belegmappen, die viele von euch angelegt haben, mal ganz abgesehen. Ich hoffe es fühlt sich niemand auf den Schlips getreten, denn das liegt mir wirklich fern. Es wäre schön, wenn Ideen einfach ein wenig Raum gegeben wird und man schaut, was sich daraus entwickelt. 8o
 

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