Wie machte man eine speerspitze am Schaft fest?

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Normanne

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Zu meinem Geburtstag bekam ich eine speerspitze. Den Schaft hab ich bereits jedoch ist der Durchmesser 2mm kleiner als der von der speerspitze. Nun ist meine frage wie ich die spitze am Schaft befestige. Ich möchte es historisch machen das heißt ohne Schrauben.... Ich habe irgendwo auch gelesen dass man birkenrinde erhitzen muss, dann erhält man Birkenpech aber genauer kenn ich mich nicht aus. Ich freue mich auf Antworten und entschuldigt die fehlenden kommata.
 
Japp kleiner iss mist. Vielleicht hat die Spitze ja keine geschlossene tülle. Dann könnte man sie im Durchmesser noch anpassen. Ansonsten neuen Schaft besorgen
 
1. Spitze des Schaftes möglichst genau an die Tülle anpassen. Immer wieder probieren, neu schnitzen/hobeln/feilen. Ist ordentlich Gefrickel, zahlt sich aber später aus, wenn nichts wackeln soll. Kein Spiel lassen, muss passgenau sitzen! (2 mm sind definitiv zu viel, selbst einer wäre schon diskutabel) 2. Birkenpech erhitzen, das schafft den "Kleber", der auch kleinere Unebenheiten (Wo das Holz nicht direkt an der Tülle anliegt) ausgleicht. 3. Tülle erhitzen. Dann dehnt sie sich aus und kann über den Schaft geschoben werden. 4. Schaftspitze mit Birkenpech einschmieren/tauchen, dann sofort heiße Tülle drüberschieben. Tülle darf natürlich nicht so heiß sein, dass es Probleme mit brennendem Pech gäbe. Pech nicht so großzügig verwenden, dass es 'ne Sauerei gibt (siehe nächster Punkt) 5. Überschüssiges Pech sofort wegnehmen, solange es noch flüssig ist. Später geht es nicht mehr so schön weg. Beim Abkühlen zieht sich die Tülle wieder zusammen und umklammert den Schaft wie ein Schraubstock. Auf die gleiche Weise werden auch die Eisenbänder um Fässer gelegt.
 
Vom Erhitzen der Tülle würde ich abraten! Gerade bei gekauften Spitzen weis man kaum wie und welcher der Stahl vom "Hersteller" behandelt/benutzt wurde (Gehärtet etc.) Größere Hitze verändert schonwieder die Gefügestruktur und macht den Stahl eher weicher, und in solch niedrigen Temperaturbereichen wie du vorschlägst wird die Längenausdehnung nur minimalst sein. Was natürlich (vom Schmied) gemacht werden kann (so bereite ich meine Lanzenschäfte vor), bevor die Spitze den Härteprozess durchgelaufen hat die rotglühende Tülle auf den vorgeschnitzten Holzstab drücken (Raucht stinkt und qualmt, entfernt aber unebenheiten und der Stiel passt sich an). Danach die Spitze Härten und Anlassen und ab auf den Schaft. Bei Spitzen zum herzeigen reicht es oft die Tülle auf Stoß oder überlappend zu arbeiten, beim Aufstecken drücken die Wangen am Holz, hält auch recht gut. Zum Kämpfen wird sie mit nem Konternagel fixiert... Meine Meinung ;) Grüße, Alex
 
Na, ne konische Tülle ist doch ganz einfach. Du schnitzt Dir n Konus an Deinen Schaft, aber nicht spitz, sondern so 2 cm vom Ende der Tülle stumpf. Der Winkel des Tüllenkonus und des Schaft konus wird gleich. Nun setzt Du beides zusammen und stampfst mit dem Ende des Schaftes kräftg mehrfach auf den Boden, die Tülle rutscht auf Deinen Schaft nund sitzt erstemal bombenfest. Jetzt hast Du ja diesen blöden 1 mm absatz. Da nimmst Du einen 300g Hammer, gehst auf nen Amboß, Schraubstock, Vorhammer, Fäustel und klopfst nur auf diese Kante, lockert sich dabei der Schaft, aufstampfen. So nach 2-3 Umdrehungen ist der Absatz weg, die Tülle an der Stelle parallel. Noch mal aufstampfen, Nagel rein, fest.
 

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