Hilfe bei der Darstellung eines halbkreuzler Brauer

    • Hilfe bei der Darstellung eines halbkreuzler Brauer

      Guten Tag ,
      Ich möchte einen HalbKreuzler Brauer darstellen. Leider fehlt mir noch das benötigte wissen um selbst zu 100 % zu sagen was die Person getragen hat.
      Mir wurde eine Schecke mit Beinlingen Bruche und gugel Vorgeschlagen. Jedoch finde ich jeine Graue/ schwarze Schecke ...(Man sagte mir Halbkreuzler trugen GRAU/Schwarz)
      Ich würde mich freuen wenn ihr mir helfen könntet,
      genau so welche Seiten man aufsuchen könnte und welche man am besten meiden soll ^^

      Schönen Grüß und Tag noch Reichl
      +++ Bild wurde gelöscht wegen fehlender Quellenangabe +++

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hermann ()

    • erstmal: welche Zeit und Region hast du denn vor augen? Dann können wir dir besser helfen!
      LG
      Singa,

      https://www.youtube.com/channel/UCb9rJM2L1FjItWj-O6jiR6g

      In meinem Projekt "Greifenstein anno 1320" stelle ich einen Mittelhessichen Pagen um 1320 dar.
      mehr zu diesem Projekt unter http://singalu.com/ oder bei Pinterest ( https://de.pinterest.com/singadiesner/ ) oder Google+ ( https://plus.google.com/109064302278126275508 ).
    • der DO existiert von 1199 bis heute ;)
      LG
      Singa,

      https://www.youtube.com/channel/UCb9rJM2L1FjItWj-O6jiR6g

      In meinem Projekt "Greifenstein anno 1320" stelle ich einen Mittelhessichen Pagen um 1320 dar.
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    • Sigurdur da hast du Natürlich recht, Dienender Halbruder /Halbkreuzler waren nach meinen Wissenstand Leute die im Hof und das Handwerk ausgeübt haben, aber auch zur Klosterwache oder Stadtwache gehen mussten.
      Ich denke aber das sich von der Gewandung her wie am oberen Bild von einem Dienenden Halbruder zu einem Sariantbruder nicht viel unterschied gegeben hat .


      Das problem bei mir ist nur mir würde die SCHECKE sehr gut gefallen, leider finde ich diese allerdings nur in ROT, BLAU oder Grün...

      Habe meine Mittelaltergruppe angehauen ( kam bis jetzt keine Antwort) und einen guten Freund der einen Deutsch Ordensritter Darstellt er allerdings muss erst noch ein Paar Bücher wälzen sagte er :D

      Weiß auch nicht ob es dies SCHECKE auch als LeinenStoff geben würde.
      Liebe Grüße Reichl
    • okay. Also um 1414 hat man auch schon geschlossene Hosen, oder halt sehr hohe Beinlinge (die Bruche sollte auf keinen Fall raus gucken). Ansonsten halt ein Wams, und darüber kannst du dann die Schecke tragen. Allerdings sollte die auf jeden fall aus (gefüttertem) Wollstoff sein, ist ja auch eine Oberbekleidung, sprich sollte auch für schlechtes Wetter geeignet sein. Leinen eigentlich nur für die Unterbekleidung, heisst Leibhemd und Bruche. Was die Farben angeht kenne ich mich mit den DO Regeln nicht so aus, aber das scheint ja schon fest zu stehen. Ich würde aber sowieso keine Kleidung von der Stange kaufen wenn es ansatzweise historisch korrekt sein soll, entweder selber machen oder eine Auftragsarbeit (kann dir da gerne Adressen geben!). Ansonsten halt noch Schuhe (nicht so teuer aber trotzdem gute Quali: historische-schuhe.de/epages/6…huhe/Original_Wendeschuhe (Quelle: CP Historical Shoes)), Gürtel (ich bestelle ganz gerne hier: lorifactor.com/ (Quelle: lorifactor) und ggf. Accesoires und eine Kopfbedeckung. Ich bin mit 1H14tes jetzt aber auch nicht soo der Experte, da können dir andere vielleicht besser helfen ( @Patty ? ;) ).
      LG
      Singa,

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      In meinem Projekt "Greifenstein anno 1320" stelle ich einen Mittelhessichen Pagen um 1320 dar.
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    • RitterReichl schrieb:

      Weiß auch nicht ob es dies SCHECKE auch als LeinenStoff geben würde.
      Nein, jedenfalls nicht, wenn sie historisch sein soll. Wie Singa schon gesagt hat würde ich mir erst einmal überlegen, welche Zeit du überhaupt darstellen willst, am besten auf ca. 10 Jahre eingegrenzt, dann eigene Recherche betreiben und anschließend die Sachen selber machen (oder alternativ bei jemandem machen lassen der das kann). Das zeug von der Stange kann man da leider in jeglicher Hinsicht vergessen.
    • für schuhe würde ich dir @Gerard hier im Forum empfehlen. Der kann dich gut beraten wenn du weisst welche Zeit du machen willst.
      Bis ins Hochmittelalter weis ich das Schliesen und Schnalenzeug an den Schuhen für Brüder lt Ordensregeln nicht erlaubt waren.

      Diese Halbkreuzler waren meines Wissens halbbrüder.
      Dann kommt für dich nur Schaffarben in Frage. Also braun, grau, wollweis, anthrazit vielleicht noch.

      Wäre schön wenn du das Bild nochmal mit Quellenangabe einstellen würdest da es leider gelöscht wurde.

      Was diese Schecke betrifft da weis ich einen Bruder der sowas hat und dir ggf. Weiterhelfen kann @SteuerBacchus
      Der is selten online aber werd ihn mal anfunken für dich

      Was Sarianten betrifft wende dich an @Wilhelm von Sunderburg
      Der hat auch eine eigene Homepage über Sarianten. Vielleicht kann er dir bei Halbbrüder auch weiterhelfen. Der hat ein paar gute Bücher die er dir.evtl.empfehlen kann. Die die ich über den Orden zu Hause habe, wüsste ich nicht, das da was über Brauer drin steht.
      Toleranz ist die Erkenntniss, dass es keinen Sinn macht sich aufzuregen
    • Hallo ich wurde gerufen. Ich versuch erstmal mal zu beantworten was mir aus dem Stegreif einfällt.
      Zunächst einmal muss ich zugeben das die Halbbrüder nicht mein Spezialgebiet sind, aber es kann ja nicht schaden einige Hinweise zu geben.
      Auf jeden Fall würde ich mir an deiner Stelle noch ausgiebig Gedanken machen. Halbbrüder legen die selben Gelübde ab wie die Ritterbrüder des Ordens, und sind ebenso stark in dessen Strukturen integriert. Ich weiß nicht was du dir genau vorstellst, aber es schadet bestimmt nicht das genau zu durchdenken. Wenn du andere Deutschordensdarsteller um dich hast, kein Problem, aber durch das Gelübde ist der Halbbruder darstellungstechnisch halt quasi in einer Art Parallelgesellschaft drin.

      RitterReichl schrieb:

      Mir wurde eine Schecke mit Beinlingen Bruche und gugel Vorgeschlagen. Jedoch finde ich jeine Graue/ schwarze Schecke ...(Man sagte mir Halbkreuzler trugen GRAU/Schwarz)
      Jjjjjjjein. Die Ordensregel bestimmt sehr genau was die Halbbrüder tragen: Bruche und Beininge soweit richtig. Dazu aber dann erstmal ein Rock/eine Cotte in einer Naturfarbe, etwa knielang, weit geschnitten aber mit engen, nicht genöpften Ärmeln. Dazu dann ein Schâprun, was als Kleidungsstück mit weiten Ärmeln beschrieben wird. Dieses Kleidungsstück trägt das halbe Kreuz und dürfte grau sein. Das ist wahrscheinlich das was du mit Schecke meinst.
      Wie genau das jetzt aussehen soll ist schwierig zu beantworten: Schâprun ist sprachlich mit dem franz. Chaperon (also eine Kopfbedeckung oder vielleicht auch ein Mantel) aber offenbar auch mit dem Skapulier verwandt, ein Überwurf der in vielen geistlichen Orden verwendet wird.
      Eine Schecke ist meines Wissens vorne geöffnet und wird u.A. mit einem Gürtel verschlossen, das ist nach meiner Lesart in der Regel so nicht vorgesehen.
      Ich würde darin, der Beschreibung nach, so etwas wie eine Garnache verstehen d.h. ein Überkleidungsstück wie eine Tunika, mit weiten Ärmeln. Der Vorteil gegenüber dem Ordensmantel liegt auf der Hand: Es ist viel praktischer damit zu arbeiten und schützt dabei noch besser vor dem Wetter.
      Dazu hast du nicht eine Gugel, sondern eine Kapuze, die nicht an das Schaprun genäht ist, sondern einfach abgenommen werden kann. D.h. die Kapuze hat nicht wie eine Gugel einen weiten Kragen oder einen langen Zipfel, sondern ist im Prinzip nur ein rechteckiges Stück Stoff mit zwei Löchern für Gesicht und Hals.

      Generell dürfte es schwierig werden sowas von der Stange
      zu kaufen. Entweder hast du einen Schneider zur Hand, dem du sehr genau
      erklären kannst wie dus haben willst, oder du nähst es eben selber. Das
      Gute: Die Form dürfte recht easy sein.

      RitterReichl schrieb:

      Weiß auch nicht ob es dies SCHECKE auch als LeinenStoff geben würde.
      Nope, Wolle. Ungefärbt. Auch nicht mit Leinen gefüttert, würde eh nix bringen.

      RitterReichl schrieb:

      Dienender Halbruder /Halbkreuzler waren nach meinen Wissenstand Leute die im Hof und das Handwerk ausgeübt haben, aber auch zur Klosterwache oder Stadtwache gehen mussten.
      Woher hast du denn das Wissen? Halbbrüder waren, wie du richtig schreibst, sozusagen der arbeitende Arm des Ordens. Klosterwache und Stadtwache stelle ich mir aber komisch vor. Meines Wissens hat der Orden keine Klöster unterhalten sondern Ordenshäuser, die in der Regel keine zusätzliche Bewachung gebraucht hätten und in den Städten waren sie eine geistige Institution und damit eigentlich von jedem Wehrdienst befreit.


      Singa schrieb:

      die Bruche sollte auf keinen Fall raus gucken
      Keine Angst, die Ordenskleidung dürfte auch noch im 15. Jahrhundert lang genug sein, damit das nicht passiert. ;) Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da ausgiebige Körperformung durch Wämser stattgefunden hat.

      Zur Kleidung und Ausstattung der Halbbrüder gibt es einen recht ausführlichen Teil in der Ordensregel, sogar richtig schön zusammengefasst, sodass man nichtmal lange suchen muss. Wende dich da doch mal an den Ordensbruder/ die Ordensschwester deines Vertrauens oder frag hier nochmal nach, wenn du nicht weiterkommst. Der Text ist zwar 1414 schon etwas über hundert Jahre alt, aber ich wüsste nicht warum das nicht mehr aktuell sein sollte und was besseres wirst du wahrscheinlich auch nicht finden.

      Jedenfalls viel Erfolg noch mit deinem Halbbruder. ^^
    • Zum Thema "Wehrdienst" schau am besten auch in die Stadtordnung der Stadt, die Dich beheimatetn soll. Dort wurde sehr ausführlich beschrieben, wer mit welcher Ausrüstung zuständig war. Oft sind es die Handwerksgilden, denen das oblag.
      Wenn Du auch militärische was machen möchtest vielleicht den Ordenshintergrund weglassen und städtischer Handwerker sein - aber da kann dann die geforderte Ausrüstung schon sehr umfangreich sein.
      ...alle sagten immer: "Das geht nicht!" - doch dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach getan...
      ...diese Signatur kann Spuren von Soja oder Erdnüssen enthalten...
    • Das ist aber die spezifische Kleidung der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung in Nürnberg, einer Art "Altenheim" für finanziell angeschlagene Handwerker im Ruhestand. ;) Jenes Kostüm welches der Herr im Bild trägt ist dementsprechend keines, welches zu einem Ordensmitglied oder ähnlichem passt, sondern das der besagten Bruderschaft (und datiert zudem um 1425).
    • nürnberg?

      Ich bin jetzt irritiert wegen dem Stern links oben im Bild.
      Das ist kein Judenstern sondern ich kenn ihn als Zoigl stern.
      Zoigl ist sowas ähnliches wie beim Wein der Federweisse. Also nicht fertig gegorenes Bier.
      Meines wissens hat dafür nur die Oberpfalz das Braurecht und heute nur noch 20 Brauereien oder so.
      Obs das im Spämi schon gab wäre eine interessante Frage.
      Oder hat man da allgemein den Stern als Braustern benutzt?
      Sinn würde es machen weil die 6 Elemente für die jede Zacke steht braucht man ja für Zoigl und fertiges Bier.
      Allerdingd das Reinheitsgebot kam später oder bring ich das jetz was durcheinander um diese Uhrzeit ?(
      Toleranz ist die Erkenntniss, dass es keinen Sinn macht sich aufzuregen
    • Es ist er Zeugl- / Brauerstern. Und das 1425- Bild mit dem Brauer Herttel zeigt diesen Stern.
      6 Zacken : Feuer, Luft, Wasser und die Zutaten Wasser, Hopfen und Malz

      Zur Zwölfbrüderstiftung schrieb @Patty ja schon einiges. Das Bild zeigt also einen "normalen " Brauer aus dieser Zeit.

      Da Das Bild wieder weg ist, helfe ich mal :

      Quelle : Bild eines Brauers um 1425 Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung ( Internet / Wikipedia / Braustern de.wikipedia.org/wiki/Brauerst…a/File:Mendel_I_020_v.jpg
      Besitz stirbt,

      Sippen sterben,

      Du selbst stirbst wie sie !

      Eines nur weiß ich, das ewig lebt

      - Der Toten Tatenruhm - !