Mein erster selbst geschnitzter Löffel

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    • Ich bin halt sehr spezialisiert was mein Handwerk angeht und könnte dich noch länger zutexten. Schnitze nun seit ca. 3,5-4 Jahren Holzlöffel und bin inzwischen bei 29 Löffelmodeln (zwei Löffelspatel die ich aktuell mach mitgezählt) von 11 Fundorten angekommen. Aber da is in beiden Modelle und FUndorte noch Luft nach oben.
      Was deinen Griffvorschlag angeht, das wird bei den Fähnchen, bzw. dem Drachenkopf unangenehm vom Griffgefühl, würde eher sagen das das Fähnchen bzw. Drachenkopf hinter der geschloßenen Faus wieder rauskommen.
      Meine Zurechnungsfähigkeit wird wie kalter Fisch am besten Freitags oder auf einem Laufband serviert.
      (von mir, Ende 2013)
      Bei philosophischen Sprichwörten die von fliegenden Fliegenpilzen presentiert werden, ist eine gewisse Skepsis angebracht!
      (von mir, vorhin)
      Ich bin für intelligente Wissensabwehr, wenn das nicht hilft nehm ich nen Hammer.
      (ich, Wilnsdorf Oktober 2014)
    • Tu dir keinen Zwang an, mach mich ruhig Schlau.

      Wie ja angemerkt war das mein erster Schnitzversuch und ich hab richtig Spass dran gefunden.
      Da werden bei mir wohl noch einige Löffel folgen.
      ich glaube ich muss doch noch ein wenig Üben bis das wirklich gut aussieht und dann noch etwas recherchieren für feinheiten.

      Aber vielleicht kannst du mir auch so auf die chnelle Zwei Technikfragen beantworten.
      Wie sieht das aus mit Löffel gegebenenfalls beizen? Macht das Sinn, und wenn ja womit? Mal von der A-Frage abgesehen.
      Ansonsten einfach ölen? Und welches Öl wäre da zu empfehlen? Man will sich das Ding ja auch in den Mund stecken.

      Ich hab mir mal sagen lassen, dass Ölivenöl gut funktionieren solle und Geschmacksneutral sei. Trau dem Braten nur nicht so recht.

      Hatte mir nun auch mal die Bilder auf der HP von deinem Profil angeschaut. Bin schwer begeistert. Habe mich nur gefragt, womit du die Ornamente färbst. Da sie ja Schwarz wirken.

      Hoffe ich will dir jetzt nicht deine geheimtipps aus dem Kreuz leiern.

      Auf dann,
      Bonir
      Living History bedeutet für mich auch über die Fundlage hinweg zu denken.
      Gemacht wurde sicherlich was möglich war und ich bin sicher, die Erde war schon Rund bevor man es belegen konnte.
      :Tro :wiki1
    • Von Beizen würde ich die Finger lassen, da ich spontan keinen Dunst habe was in den Beizen drin ist. Sprich sind die Beizen Lebensmittelecht?
      Als Öl nutze ich Leinöl aus dem Supermarkt sprich das Lebensmittel, die Anwendung auf Holz ohne Farbzusätze (Leinö/Ei Tempera) kann ich nicht nachweisen. Vorhanden war Leinöl als Lebensmittel, man kann auch spekulieren das die Löffel übers essen gefettet wurden.
      Dazu kommt auch noch das ein häufiges Nachölen von Holzgeschier und eben auch Holzlöffeln nur dann wirklich nötig ist wenn das vorhandene Öl durch Spühlmittel aus dem holz gezogen wurden ;)

      Schwärzung der Muster mein Ablauf sieht wie folgt aus:
      • Vorzeichnen der Muster mit Bleistift (da ich ja versuche die Orginalmuster zu treffen)
      • Einschneiden der gewünschten Linie mit der Messerspitze
      • einreiben der Musterlinie mit einem Stück Kohle
      • Schleifen polieren mit Schachtelhalm
      • Ölen mit Leinöl
      Meine Zurechnungsfähigkeit wird wie kalter Fisch am besten Freitags oder auf einem Laufband serviert.
      (von mir, Ende 2013)
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      (ich, Wilnsdorf Oktober 2014)
    • Ich hatte irgendwo gelesen, das Olivenöl wohl ranzig werden kann. Ich weiß nicht, ob du dann noch daran rumnuckeln magst.
      Rapsöl soll wohl nicht so schnell ranzig werden, bzw. nicht so stark riechen. Eigene Erfahrungswere fehlen mir allerdeings.

      Auf die Schnelle mal gegooglet:

      natural-farben.de/aktuell/2009…-mit-speiseoel-behandeln/ Quelle: natural-farben.de/aktuell/2009…-mit-speiseoel-behandeln/

      (edit sagt: Verdammt! Nemi war schneller und mal wieder viel kompetenter. :knuddel )
    • ich werde mich wohl auf Nemi´s Tipps verlassen, aber danke dir trotzdem auch vielmals für deine Mühe.

      Dir natürlich auch nochmal tausend Dank, Nemi

      :allah
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    • Fusselhirnchen schrieb:

      Ich hatte irgendwo gelesen, das Olivenöl wohl ranzig werden kann...
      Das Leinöl kann das auch. :S Ich nehme es dennoch.

      Wenn du deine Ausrüstung (Löffel, Schale u.s.w.) nicht gerade von Öl triefend zurücklässt, wirst du wenig davon merken.
      Benutze den Löffel regelmäßig! Dann wird er immer schöner! :thumbup:
      Allerdings laugt ihn nicht allein das Spülmittel aus. Auch über den Speichel wird die Oberfläche ausgelutscht (trotz fetthaltiger Lebensmittel). Nach Bedarf nachölen... und alles ist gut.
      Meine angestrebte Darstellung: Handwerker (Snitker / Kunthormaker) in der 2. Hälfte des 15.Jh., Region Pommern/Stralsund
    • Was mir die ganze Zeit so durch den Kopf schwirrt ist ein sicher nicht mehr nachvollziehbarer Ansatz, aber Knoblauch hat ja (inzwischen wissenschaftlich erwiesen) antiseptische Eigenschaften. Wenn man nun ins Leinöl Knobi haut, dann dürften evtl die Aromen den Ranzgeruch überdecken und man würde nebenbei vielleicht das ein oder andere Bakterium um die Ecke bringen, oder?

      Für mich als Knoblauchfan wäre das in jedem Fall eine appetitanregende Lösung. Ich denke, ich werd das mal ausprobieren. Testbericht folgt dann.

      Arrggss, das hat ja wieder so viel mit Schnitzen zu tun, wie ne Kuh mit Schlittschuhlaufen. Aus, Fusselchen, aber in die Offtopicecke zum Schämen.
    • Hm, ok, Fusselhirnchen, den Gedankengang kann ich nachvollziehen, ich bin mir nur nicht sicher, ob ich zwingend möchte, dass all meine Löffel nach Knoblauch riechen.
      Knobitee, Knobikaffee, Knoblauchfruchtquark, Knobisüssspeisen?
      Ich weis ja nicht. :)
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    • Bonir Svanirson schrieb:

      Hm, ok, Fusselhirnchen, den Gedankengang kann ich nachvollziehen, ich bin mir nur nicht sicher, ob ich zwingend möchte, dass all meine Löffel nach Knoblauch riechen.
      Knobitee, Knobikaffee, Knoblauchfruchtquark, Knobisüssspeisen?
      Ich weis ja nicht. :)


      Oah, ja den Gedanken hatte ich wohl nicht wirklich ausgebrütet. :wacko: Experiment ist eingestellt und du hast mich vor der Erfahrung bewahrt mir so manche Süssspeise nochmal durch Kopf gehen zu lassen. :danke

      Hast was gut bei mir. Sollten wir uns mal über Weg laufen, ich geb dir einen aus Bonir. :trink02
    • Ich hab einen ganz unkompetenten Vorschlag :
      Ikea hat ein Öl mit dem man Arbeitsbretter nd Co ranzfrei, geschmacksneutral und lebensmittelecht ölen kann.
      Das ist nicht *A* aber das ist Spüli auch nicht.
      Ist ne relativ große Falsche mit klaren farblosen Öl,gibt es in der Küchenabteilung.

      Ich hab auch eine kleine Sammlung mit Lust und Laune Löffeln, keine einziger nach Fund. Es hat wirklich so was meditavies, einen Löffel zu machen.
      Das kann zur Sucht werden, besonders wenn er da so angefangen liegt,neben dem Messer und man eigentlich was anderes tun müßte,zu dem man keine Lust hat... an Nemi komme ich natürlich nicht dran.
      Neue Seite mit Blog : zeitensprung-handweberei.de
    • Mir ist Leinöl noch nie ranzig geworden (und ich habe ihm durchaus die Möglichkeit gegeben ;) ) und ich dachte eigentlich auch das geht bei Leinöl gar nicht. Mein Favorit dafür ist Leinöl einfach wegen der härtenden Eigenschaften. Wenn man einem Holzteil lang genug zeit gibt, kann der hauchdünne Ölfilm an der Oberfläche Aushärten, was den Holzschutz verbessert. Und ich finde das Leinöl recht geschmacksneutral ist.
      Ich glaube ich muß endlich auch mal ein paar meiner freien Löffelideen (sprich nicht Fund sondern nach seltsamen Ideen von mir) umsetzten.


      Nebenbei bemerkt: Schachtelhalm macht nicht abhängig, das is nur miese PR der Schleifpapier Lobby.
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      (ich, Wilnsdorf Oktober 2014)
    • Nemi Norison schrieb:

      Nebenbei bemerkt: Schachtelhalm macht nicht abhängig, das is nur miese PR der Schleifpapier Lobby.

      @ Nemi: Is schon zu spät zum Suchen, sorry, deshalb nur eine unqualifizerte Frage: Hast Du schon irgendwo mal geschrieben, wie Du Schachtelhalm zum Schleifen verwendest? Ansonsten beantrage ich einen Thread ;-).
      Das finde ich spannend. Danke.
      Ja!

      Wertschätzung ist die einzige Währung, die weltweit akzeptiert wird.
    • Nach der Aussage mit der Suchtgefahr würde ich schätzen er raucht es und polliert dann mit der blossen Hand. *schmunzelt*

      Ne, mal ernstzhaft, mich würde auch interessieren wo man es bezieht und welche Vorteile Schachtelhalm gegenüner Schleifpapier hat, oder geht es um reines A sein?
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    • Freundlich Grüßt der Stefan :bye01

      "Sachsen um 700" *1

      *1 Ulrich, Mittelalterforum.com, Signatur :bye01

      Holz ist vielfältig. Es gibt viele verschiedene Arten z.B. Ahorn, Birke, Erle, Pappel, Weide, Esche, Weiß- oder Hainbuche, Linde usw.
    • Das mit dem Abhänigmachen von Schachtelhalm ist ein Insider. Es gibt Leute die tatsächlich behaupten das ich Schachtelhalm abhänig wäre.

      Ausspruch über mich schrieb:

      Ach der schnarcht nicht der halmt...

      Auch wenn man in die dicken Halme sicher Tabak stopfen könnte, aber ich bin schliesslich nichtraucher ;)
      Die Vorteile des Schachtelhalms sind für mich:
      • Es handelt sich um ein Material das archäologisch Nachweisbar ist
      • es sieht wenn ich in einem Museum Löffelrepliken herstelle Kacke aus wenn ich knallorange Schleifpapier mit Aufdruck nutze
      • Das Schleifbild von Schachtelhalm ist sehr gut auf den Hölzern die ich bisher genutzt habe
      • aber ich mag doch den Halm.... ;)


      Der Nachweiß der Anwendung aus Holz ist schwer, es handelt sich also auch um eine spekulative Technik, aber um eine mögliche.
      Der Schachtelhalm den ich nutze kommt aus dem Blumenladen, wo mit dem Material dekoriert wird. Da ich da einfach rankomme und ich den Ackerschachtelhalm, bei uns nicht so recht finde (sprich da wo ich wohne, ob der woanderes wie Unkraut wächst ist nebensächlich da ich nun mal hier bin ;) ). Hab aber noch Versuche mit Letländischem Ackerschachtelhalm vor mir. Vorteil des Materials aus dem Blumenladen ist, das sich die dicken Halme besser greifen lassen.
      Anwendung:
      • Halmsegment abtrennen
      • Halmsegment für einige Minuten in Wasser legen damit er wieder flexibel wird
      • Aus dem Wasser nehmen und noch mal antrocknen lassen da der Halm nur feucht und flexibel sein sollte (persöhnliche Meinung)
      • naja dann halmen. Dazu reibe ich in der Regel quer zu Schachtelhalmwuchsrichtung übers Holz.
      • Bewegung so lange wiederholen bis Holz dem eigenen Empfinden nach glatt genug ist.
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      (ich, Wilnsdorf Oktober 2014)
    • Danke dir für deine Beschreibung.
      Wieder was gelernt.
      Besonders der letzte Punkt ist sehr Hilfreich, hab mich schon gefragt wann ich stoppen darf. Nicht, dass ich aus dem Löffel nen Zahnstocher schleife. *g*
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    • Oh, vielen Dank, das ist ja nett: @ haste feuer Danke für die Links und @ Nemi für die Darstellung.

      So langsam fange ich an, die Kräuterwanderungen, bei denen ich hier ums Eck immer mal mitzulaufe, mit ganz anderen Augen zu sehen. Da mich die Heilpflanzenthematik nicht soo sehr interessiert, hab ich bisher wenig gesammelt. Aber ich stelle fest, dass ich mich hier ja echt nützlich machen könnte mit Färbepflanzen und Schachtelhalm, wenn ich eh dran vorbeikomme... Das sind gar keine Unkräuter, sondern verkappte Nutzpflanzen - ha!
      Nur Haifischhaut hab ich bisher im Wald noch keine gefunden...
      Ja!

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    • Das hängt damit zusammen das Haifisch oder Rochen in heimischen Wäldern nicht wächst. Damit rumspoielen konnte ich aber auch noch nie. Andererseits hab ich auch meine Schachtelhalm/Schleifpapier vergleichsserie auch noch nicht gemacht die ich mir mal auf den Zettel geschrieben habe.

      Was ich bei Schachtelhalm als Bezeichnung besser finde ist eine ältere Bezeichnung Zinnkraut. Gefällt mir persöhnlich besser weil der Name aus der Anwendung kommt (es war das Kraut mit dem man Zinn geputzt/poliert hat) und nicht wie Schachtelhalm aus dem Aufbau der Pflanze.

      @Bonir Svanirson
      Bist du mit Schachtelhalm nehn Zahnstocher aus nehm Löffel machst dauert ne ganz Weile ;-), das mit dem eigenen Empfinden hängt damit zusammen das ich es da vermutlich etwas übertreibe mit 30-50 min Halmen pro Löffel (je nachdem wie der Löffel ausfällt). Dafür is der dann aber auch glatter als ein Babypopo.
      Meine Zurechnungsfähigkeit wird wie kalter Fisch am besten Freitags oder auf einem Laufband serviert.
      (von mir, Ende 2013)
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      (von mir, vorhin)
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      (ich, Wilnsdorf Oktober 2014)