Wikinger Ausstellung Gropius Bau Berlin

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Perlenwickler

Guest
nun komme ich doch endlich mal dazu von unserem tollen Besuch in der Wikinger Ausstellung in Berlin zu berichten. Tja, wie soll ich beginnen, obwohl der Gropius Bau mittlerweile zur Museumsverwaltung Berlin gehört, gelten dort andere Regeln wie in allen anderen Berliner Museen, nämlich ein überall sichtbar gemachtes Fotografier Verbot Im dunklen Innenbereich den man zuerst betritt, steht das Metallgerüst der Roskilde 6. viel Holz ist von dem Schiff leider nicht zu sehen, die komplette form wurde aus Metallrohren rekonstruiert und es ist auf einigen Tafeln und einer Animation viel um das schiff herum erklärt. In kleinen, ich fand schlecht ausgeleuchteten Vitrinen um diesen Schiffsbereich herum wurden einzelne Funde gezeigt. Im ersten Raum des Rundganges den man betrat waren kleinere Haushaltsgegenstände, Schmuck etc. in sehr nüchternen Vitrinen gezeigt. Die Beschriftung war teilweise etwas unübersichtlich. Ich konnte nicht widerstehen und habe trotz aufgestelltem Verbotsschild im Eingangs Bereich dort ohne Blitz fotografiert. So lange, bis ich von einem Wächter gebeten wurde die Bilder zu löschen. auf meine Frage warum, ließ er sich auf keine Diskussion ein. Hab dann ein verwackeltes Bild in seinem Beisein gelöscht und ging weiter. Den guten Mann hatte ich daraufhin die ganze zeit wie Dreck an der Hacke kleben. ende Besucher in diesem Raum fotografierten auf teufel komm raus, da wurde allerdings nichts gesagt. Im folgenden Raum wurden nur Waffen ausgestellt, Äxte, Bögen, Schwerter etc. Im nächsten Raum, eine Videoinstallation mit einer nachgestellten Sammelbeisetzung von geköpften Kriegern. Darum herum Vitrinen mit einzelnen Knochen und Fragmenten und Erklärung der zugefügten Wunden etc. Der folgende Raum ist etwas größer und beinhaltet ein hausähnliches Holzgerüst. Hier stehen einige Tischvitrinen mit Schmuck, Alltagsgegenständen und Protzwerk ;) Etliche Armbänder, Ringe Ohrringe, Broschen und Torchs aus Gold, sowie ohne weitere Erklärung am Ausgangs Bereich des Raumes der Hiddenseeschmuck. Auch stehen hier zwei Vitrinen gegenüber in einer davon ein Kleid und in der anderen ein Jarls Mantel. Nach dem die anderen Besucher als weiter knipsten lupfte ich meine Cam erneut und fotografierte das Kleid. Schon kam wider einer der Aufseher angehecktet und verbot mir dies. Als ich ihn auf die andren Besucher hinwies, die auch während dieser Situation weiter fotografierten, teile er mit, das er bereits den Museumsführer, der diese Leute begleitet darauf angesprochen hätte und der im sagte, das dies schon in Ordnung sei. Ok, sagte ich dann, wenn hier mit zwei verschiedenen Maßstäben gearbeitet wird, bloß weil diese Leute 2€ mehr zahlen dürfen sie, die anderen nicht und lt. Museumsordnung ist es eh erlaubt, ließ er mich stehen und ich fotografierte weiter. Im folgenden Raum waren an den Wänden noch kleine Pultvitrinen zu sehen, unter anderem in der letzten davon dann der Jelling Becher. der nächste Raum, ist ein Werkraum, in dem an einem kleinen Schiff gebaut wird sowie Bastelmöglichkeiten für die kleinen Besuchen. Nach diesem Raum folgt dann der Museumsshop mit vielen, teils interessanten Büchern zum Thema. Dies war für uns eine irgendwie nicht so tollen Wikinger Ausstellung, denn wir hatten uns eigentlich mehr davon versprochen und waren, sagen wir doch enttäuscht.
 
Das haben bereits einige erzählt, Perlenwickler. Ich sehe du kommst aus Nürnberg. Vielleicht hilft die Aussicht auf 2015 über die Enttäuschung in Berlin hinweg. Vom 28. März 2015 bis 08. November 2015 kommt die "We call them vikings" Ausstellung des schwedischen Nationalmuseums nach Österreich. Genauer nach Schloss Schallaburg. http://www.schallaburg.at/de/ausstellung/vorschau-2015-wikinger?set_language=de (Quelle: Schloss Schallaburg) Die Ausstellung habe ich ja vergangenes Wochenende in Tongeren gesehen: erheblich besser - auch wenn Berlin bei mir noch aussteht.
 
Also, ihr dürft es meiner Frau nicht sagen,.. ich habe wochenlang genörgelt und am Wochenende (25./26.10.2014) waren wir dann nach Berlin gefahren,... 2 x 600 Kilometer und eine Hotelübernachtung usw. Die Ausstellung hat mir zwei Erkenntnisgewinne gebracht: Wie groß doch Wikingerschiffe waren und wie wichtig das Schiff für wikingerzeitliche Kulturen waren. Der Ausstellungskatalog ist sehr gut,... die Ausstellung aber leider nicht. Sie ist sehr klein und - ungestört - in einer halben Stunde lesbar. Da ist die Sammlung in Groß Raden und Haithabu aber viel ausführlicher und klarer... Meine Frau hat auch immer gefragt, warum denn so wenig über z. B. das Leben der Wikinger gezeigt wird. Also, in der hochgelobten und großartigen Ausstellung Credo über die Christianisierung Europas war mehr über Wikinger zu erfahren als im Gropius-Bau. Und da haben Kopenhagen, London und Berlin zusammengearbeitet... Warum? Wenn ich überlege, dass ich beinahe vor Begeisterung vor einem Jahr nach Kopenhagen gereist wäre... Gott sei Dank war der Rest von Berlin (KuDamm, Spielbank und Sony-Center) wie immer schön... Schade,... scheinbar ist Wikinger zurzeit so angesagt, dass jeder irgendeinen Event dazu plant oder schlechte Filme dreht!
 
Hallo in die Runde, ja wie viele von Euch habe ich mir ebenfalls mehr von der Ausstellung in Berlin versprochen. Das imposant große Schiff und einige der eher wenigen Exponate die ich noch nicht kannte ließen mich verweilen. Gelegentlich konnte ich einigen Besuchern Dinge näher erklären. Gut, so habe ich mich etwas über 4 Stunden dort getummel aber wohl nur weil ich auch einige Skizzen fertigte da wie geschrieben ein absolutes Fotografierverbot verhängt ist. Warum eigentlich - hat man dort Angst das der Katalog nicht verkauft wird, in den Museen aus denen die Exponate stammen darf man zumindest die mir bekannten Exponate ohne Blitz fotografieren. Wir Hobbiisten kaufen den Katalog sowieso, der Gelegenheitsbesucher der mit seinen Kindern dort hineinschnuppert und mit dem Mobiltelefon ohne Eeinschränkungen zu erfahren und ohne Beachtung des Verbotes seine Kinder an allen möglichehn Stellen fotografiert, kauft den Katalog sowie eher nicht. Nun ja es ist eben so... Einige bessere Beschreibungen wären von Vorteil gewesen. Z.B. bei den Waalknochen Exponaten z.B. Webschwert und Glättbrett nur Geräte aus Bein daran zu schreiben und dann Eltern zu hören die erzählen voller Überzeugung "Die armen Wikinger hatten Schwerter aus Knochen" - das schmerzt. Dies geschieht mangels Beschreibung und der Unkenntniss des normalen Besucher. Nun ja der Buchladen bekam mit mir einen guten Kunden und mit dem Aufgepäck ging es dann wieder zurück ins Rheinland. Ich bin dann als nächstes gespannt was die Museen in Tongeren-Belgien und Maastrich -Niederlanden zur Zeit zum Thema Wikinger ausstellen. Das sind die nächsten Ziele und für uns Rheinländer mal als Tagesausflug ganz gut zu schaffen. Euch allen im Forum alles Gute.. wünscht Olegsson :wiki4 P.S.: für die Frühmittelalterfreunde und Frühmittelalterdarsteller Der Frühmittelaltermarkt in Wesel am 12 & 13.September 2015 bei Schloss Diersfordt findet sich unter www.zeitspruenge-ev.de Schaut doch mal herein bzw. bewerbt Euch um Teilnahme..... :wiki1
 
Auch wir waren in Berlin am vergangenen Wochenende. Auch wir mussten feststellen: die Ausstellung fehlte es an ein wenig Struktur. Die Beschreibung der Exponate war meistens eher dürftig. Mein absolutes Negativ Highlight war die Vitrine mit den Ortblechen. Zu Anfang ein Ortblech mit der Beschreibung: "Borre Stil; 10. Jhd."; daneben Ortblech im "Jelling Stil; 10. Jhd." - wie soll der Besucher (den Olegsson so schön beschrieben hat) jetzt wissen, dass Borre vor Jelling und Jelling im späten 10. Jhd. verwendet wurde ?( das einfache Wort "spätes" hätte da schon sehr viel gebracht. Oder was auch eher schlecht war: du stehst vor der Vitrine, vor dir liegt Exponat 1 der Text darunter ist aber von Exponat 10. Der Texte zu Stück 1 steht am anderen Ende der Vitrine. :wacko: Den letzten Raum, den fand ich gelungen! Wobei auch hier muss an der Säule, wo der Trägerrock steht ein äußerst verworrener Text über Trägerröcke und ärmellose Jäckchen etc,. stehen. Hier lag auch die Fibel, die mein Mann als Weihnachtsgeschenk erhalten soll, und nach der ich im Wikinger Thread gefragt hatte. Den Text zu der Fibel habe ich mir notiert. Die kleine Anekdote dreier älterer Damen möchte ich Euch nicht vorenthalten. Die drei älteren Damen stehen an der Vitrine und begutachten die nach Größe ausgestellten Ringfibeln. Sagt eine der Damen: "Tja, auch damals brauchten die Männer etwas zum angeben. Wer schon damals die Hose nicht aufbekam, der hatte die größte Fibel...." :groehl Mein Resümee: wenn man Berlin, Tongeren, Maastricht (2015 Österreich) besucht, dann hat man einen guten Querschnitt. Berlin ist eben für Darsteller, die sich an Dänemark, England, Irland und Osteuropa orientieren eher geeignet. Leider sind im Ausstellungskatalog nicht alle Stücke enthalten, ich ärgere mich daher schon über das Fotografier Verbot. Denn gerade die Fibel, die meinem Mann ja so gefällt ist nicht im Katalog enthalten. Und ich habe den vorerst letzten Schal ergattern können mit den Runenstein Motiven aus Gotland :thumbsup: Wer nach Berlin fährt sollte nicht nur die Ausstellung besuchen, sondern sich auch noch Zeit für andere Dinge nehmen. Wir waren u.a. in Rheinsberg, Neuruppin, Potsdam (Quartier) und eben Berlin (Konzert) unterwegs.
 

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