Mich würde interessieren wie Ihr zu Modifiezieren/Individualität steht?

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Türonne från Kalan

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Hej hej Tillsammas, also dann mal los....Es gibt ja einiges was gefunden wurde und dazu dann verschiedene Interpretationen wie Alltag ect unserer Vorfahren ausgehsehen haben mag.(Entschuldigt aber für mich ist Wissenschaft,egal in welcher Form,immer reine Mutmassung bis einer kommt und das Gegnteil *beweisst*So waren die Kelten zu meiner schulischen Geschichtszeit immer noch Barbaren,welche die Römer niedermetzelten und selbst Frauen und Kinder bis an die Zähne bewaffnet waren.Ich habe dadurch ne Menge ärger bekommen weil ich diese Variante immer belustigt ins Reich der Märchen schickte und dafür plädierte das kein Kriegsherr zugibt und seinen Ruhm darauf begründet,Leuten in Unterzahl unterlegen gewesen zu sein oder harmlose Frauen,Kinder und Greise niedergemetzelt zu haben.Fakt ist ja- keiner von uns war in diesem Leben dabei und selbst komplett Funde von Gegenständen und Bekleidung spricht nur für die welche es getragen und angefertigt haben. Auch heutzutage müsste man ja in 2000 Jahren die gesamte Menschheit von 2010 ausbuddeln um zu sagen was wirklich getragen und wie gelebt wurde,da es ja auch immer Menschen gibt die etwas individueller sind.So und nun zu meiner Frage,wird denn nun so etwas auch akzeptiert oder gleich in die Ecke des LARPs verwiesen?Obwohl mit weiblichen Attributen ausgestattet,wird man mich bestimmt nie in einem Rock antreffen,es sei den ich trage ihn über einer Hose im Winter als zusätzlichen Kälteschutz,genauso trage ich lieber Hemden und meine Fingerfertigkeiten betreffen auch eher alltäglich männliches denn typisch weibliches.Von daher war ich auch als Kriegerin unterwegs und bot meine Dienste an.(Ob ich gut war steht auf einem anderen Blatt :p aber immerhin stand ich in den Küchen nicht im Weg) Bisher habe ich noch nie irgendwie etwas brauchbares über die Gewandung von Kriegerinnen gefunden,weil es die für Historiker wohl gar nicht zu geben scheint.Aber woher will man das wissen?Es gab bestimmt damals wie heute immer welche die *aus der Art* schlugen.Warum auch nicht?Ok zu Zeiten der Scheiterhauffen war das bestimmt etwas problematischer...aber ich denke Stämme wie die Kelten und die Wikinger waren da um einiges offener.(Andere sicher auch aber mit denen habe ich mich nicht so befasst)Eigentlich hat ja erst die Kirche/Islam die Frau zu *knie und diene*degradiert,davor wurden wir ja durchaus mit Hirn und eigen Entscheidung wahrgenommen. Sooo ich hoffe ich konnte nun halbwegs verständlich formulieren was ich meinte....(Irgendwie ist die Sonne in der ich sitz echt zu warm um vor dem Bildschirm zu hocken :D Also mach ich mich auf in den Wald... Hoppas vi läsas.... PS:Alles im Text ist meine Überzeugung und meine Meinung und ich wollt bestimmt keinem auf die Füsse treten...Falls doch...das Leben ist immer ein Risiko ;)
 
Ich denke die Rolle der Frau als Kriegerin, ja oder nein beantwortet sich, wenn man von dem heutigen Gedankengut wegdenkt und sich in die Rolle der Frau damals reinversetzt. Jetzt kann ich nicht für die Kelten sprechen, da ich mich eher im Spätmittelalter auskenne aber nur mal als Beispiel: Es gibt heute noch Länder in denen von unserer Sicht und Warte aus Frauen grausslich unterdrückt werden, sie sind alleine für den Haushalt und für´s Kinderbekommen zuständig, dürfen teils nicht mal unverschleiert aus dem Haus, bekommen keine Bildung ect. ... wir finden dieses ausgehend von unserem Bildungs- und LEbensstand schrecklich, demütigend, unmenschlich ect. .... ich hab aber erst vor kurzem mit einer Inderin gesprochen, die genau unter diesen Lebensumständen aufgewachsen ist und sie wäre viel lieber wieder zurück in dieser Stuktur und würde viel lieber dort ihre Kinder erziehen als hier in unserer Wohlstandsgesellschaft. Sie prangert an, dass wir alle oberflächlich, schnelllebig und undankbar wären... und da kam noch einiges mehr dazu was sie mir "um die Ohren gehauen" hat... Was ich damit sagen will: vielleicht findet man in anderen Kulturen keine Kriegerin, weil die Frauen ein ganz anderes Frauenbild hatten und es nicht nötig war, dass sie Kriegerin wurden, denn dafür hatten sie die Männer und sie konnten sich mit ganz anderen Dingen beschäftigen. Vielleicht wollten sie liebeer friedlebend sein und keinen anderen abschlachten. WEnn das in der Mentalität so verankert war, dann kommt auch keine Frau darauf plötzlich Kriegerin sein zu wollen. Wir müssen aufhören in unsere aktuellen Denkensweise Lebenszeiten anderer zu beurteilen, denn so funktioniert das nicht! Nur wenn man ein Umfeld völlig verstanden hat, wenn man weiss wer wie und wann auf was reagiert hat, dann versteht man eine Kultur und dann sucht man nicht zwingend nach der Kriegerin, die es nie gegeben hat.
 
Moin Türonne,
Bisher habe ich noch nie irgendwie etwas brauchbares über die Gewandung von Kriegerinnen gefunden,weil es die für Historiker wohl gar nicht zu geben scheint.Aber woher will man das wissen?Es gab bestimmt damals wie heute immer welche die *aus der Art* schlugen.Warum auch nicht?Ok zu Zeiten der Scheiterhauffen war das bestimmt etwas problematischer...aber ich denke Stämme wie die Kelten und die Wikinger waren da um einiges offener.(Andere sicher auch aber mit denen habe ich mich nicht so befasst)Eigentlich hat ja erst die Kirche/Islam die Frau zu *knie und diene*degradiert,davor wurden wir ja durchaus mit Hirn und eigen Entscheidung wahrgenommen.
mir schwant arges.... Du machst da gleich 2 allseits beliebte Fässer auf, die aus Erfahrung gerne zu einem verbalen Gemetzel führen. 1. : "Nur weils bisher nicht gefunden wurde, heisst das ja nicht, dass es das nicht gegeben hat." 2. :" Bevor die Christen kamen und alle zwangsbekehrt und unterdrückt haben, waren alle total tolerant." Beides natürlich überspitzt formuliert und zudem in diverse Formulierungen und andere Nuancen umschreibbar. Wenn du dich hier mal etwas durchs Forum liest, wirst du mit Sicherheit über diese Thematik stolpern. Gib einfach mal ein paar Stichworte in die SuFu ein. Für mich persönlich gilt: 1: Was nicht beleg ist, ist so lange nicht darstellbar, bis es belegt ist. 2: Religionen sind im tatsächlich belegbaren historischen Kontext und in Abgrenzung zu eigenen religiösen Vorstellungen zu betrachten/darzustellen. Das ist meines Erachtens die einzig seriöse Möglichkeit der historischen Darstellung, auch wenns sich daraus kein Anspruch auf 100%ige Korrektheit ableiten lässt. Alles andere droht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ins Wunschmittelalter (oder von mir aus auch Wunschantike) abzugleiten. Da ich mit Publikum arbeite, möchte ich ihnen nach bestem Wissen und Gewissen ein plausibles und durch Belege untermauertes Bild eines Teilaspektes der dargestellten Zeit bieten. Je weniger Spekulation und Kompromiss da drin ist, umso besser. Das ist meine Herangehensweise, ich nehme aber nicht für mich in Anspruch der Träger der Weisheit, der Wahrheit und des Lichtes zu sein. Gruß, Timm
 
Was ich damit sagen will: vielleicht findet man in anderen Kulturen keine Kriegerin, weil die Frauen ein ganz anderes Frauenbild hatten und es nicht nötig war, dass sie Kriegerin wurden, denn dafür hatten sie die Männer und sie konnten sich mit ganz anderen Dingen beschäftigen. Hej hej Hummelchen, nun ich denke nicht das ich unsere heutige Denkweise da hineininterpretiere,bloss weil ein anderes Frauenbild vorherrschte heisst es noch lange nicht das jede einen Mann hatte oder wollte.Ich bin schwarzkatholisch aufgewachsen.4x die Woche Kirche,von der Kanzel kam nur wir sind Sünder als Sünder geboren...büssen..büssen und nochmals büssen.Es war untersagt mit ledigen Müttern und deren Kindern im Dorf Kontakt zu haben und kritische Fragen in Bezug auf Kirche waren tabu und wurden auch bestraft.(Auch wenn sich einige diesbezüglich wundern mögen wenn sie meinen Jahrgang sehen,war es genauso)Auch heute noch scheint es als wäre die Emanzipation dort ziemlich spurlos daran vorbeigezogen.Meiner Schwester genügt das und sie ist mit ihrem Leben und der Sichtweise/Denkweise auch zufrieden.Ich war es nicht.Für sie ist mein leben ein no go und für mich das ihre.Und wenn ich auch der Masse des Dorfes nicht entspreche-dennoch gibt es mich und ich bin dort aufgewachsen bis ich mit 15 meine Konsequenz zog und gegangen bin. Das dies auch früher so war wissen wir von den kräuterkundigen Frauen die z.Teil an den Dorfrändern gewohnt haben.Es gab immer welche die nicht zu einer Dorfgemeindschaft gehörten und einige wurden akzeptiert die anderen nicht-einige haben sich gefügt und versucht *angepasst* mitzumachen andere haben die Konsequenzen gezogen.Auch wenn es ohne Gemeindschaft damals um einiges schwieriger war zu überleben-gab es sie doch-Männer wie Frauen. Auch sagt ein hineingeborenes Geschlecht nicht unbedingt etwas darüber aus,was für Fähigkeiten derjenige dann besitzt.Von daher ist es anmassend zu sagen..ah Du Frau...dein Job ist jenes welches dieses...wenn vielleicht ganz andere Fähigkeiten in demjenigen schlummern.Ich finds gut wenn Frau die Erfüllung in der ihr weiblich zugedachten Erfüllung findet und Mann in den seinen-aber wer anders denkt hat auch ein Recht hierzu.(Ohne dann geich hingestellt zu werden wie der Verräter am eigenen Geschlecht,dies kann man sich nicht aussuchen...seine Lebendsart dennoch schon) Es gab auch immer wieder Frauen die sich sagten-es ist schön einen Mann zu haben,aber der ist bestimmt nicht da um mir die Dinge abzunehmen die mir unangenehm sind.ich kann selber Holzhacken,Bäume fällen und jagen gehn und schlachten.Man kann sich durchaus auch durch und durch weiblich finden ohne dem *weibchen*Schema entsprechen zu müssen-da ich mich über mich wahrnehme und nicht darüber was andere über mich denken..Ich seh das so wie eine grosse Masse die immer in Bewegung ist,man sieht vielleicht nur die Einheit,schaut man genauer hin ergibt sich durch die Bewegung ab und an eine Ecke und Kante,alleine fallen sie nicht auf,dennoch verändern sie auf dauer die ganze Masse.Auch wenn man sie später nicht mehr benennen kann. Mit einem Gruss aus Schweden.
 
Ich habe letztens was über eine keltische Königin gelesen, die eine erfolglose Schlacht gegen die römische Besatzung geführt hat. Ich hab allerdings den Namen vergessen und das Buch gehörte nem Kollegen, aber irgendwo steht auch eine Staue von ihr im Streitwagen. In wie weit das allerdings Alltag war, dass keltische Frauen ohne Führungsposition in den Krieg zogen kann ich nicht sagen, kann mir aber vorstellen, dass es eher selten, oder nur im "Notfall" war. Selbst vor der Zeit als Frauen zu christlichen Tugenden und Sittsamkeit erzogen wurden und Männer die Herrscher waren gab es doch eine gewisse Rollenverteilung. Die sieht eigentlich immer so aus, dass die Frauen sich um Haushalt und Kinder kümmern. Ausnahmen gab es bestimmt, wenn auch wenige, aber wenn dann kann ich mir das am ehesten bei den Kelten vorstellen. Hefte dich mal an die Fersen besagter Königin [Namen hab ich mittlerweile bei Google gefunden: Boudicca (auch Boudica, Boadicea, Bodvica, Bonduca)]. Bedenke aber, dass es wesentlich einfacher wäre eine Hausfrau darzustellen, allein aus fundtechnischer Sache und eine Königinnen Darstellung ohne Gefolge unglaubhaft ist.
 
Das ist meines Erachtens die einzig seriöse Möglichkeit der historischen Darstellung, auch wenns sich daraus kein Anspruch auf 100%ige Korrektheit ableiten lässt. Alles andere droht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ins Wunschmittelalter (oder von mir aus auch Wunschantike) abzugleiten. Da ich mit Publikum arbeite, möchte ich ihnen nach bestem Wissen und Gewissen ein plausibles und durch Belege untermauertes Bild eines Teilaspektes der dargestellten Zeit bieten. Gruß, Timm[/quote] Hej hej Timm, da wurde ich wohl falsch verstanden.Wer sich an belegtes hält ist doch ok..aber man kann nicht generell sagen nur das ist top und wenn etwas davon abweicht ist es flop.Anderst formuliert ich stelle nicht den Kreis in frage oder sage er ist ein 7eck-aber man kann nicht ausschliessen das im Kreis auch ein 7eck ist.Es geht mir hier bei meiner Frage darum, heraus zu finden ob in Eurer Mitte auch toleriert wird wer nicht dem *nur*historisch belegtem entspricht sondern etwas *anderst* ist.Das drumm rum war ein Erklärungsversuch wie ich das meine und und wie ich dazu komme.Ich kläre das lieber am Anfang,weil ich auch schon die Erfahrung gemacht habe das die Leute eine falsche Vorstellung von einem hatten und wenn man dann eben mit Tunika und Beinkleidern auftauchte-wars das.Ich trage gerne etwas zu einer Gemeindschaft bei-aber ohne mich zu verstellen und daher die Anfrage-will einen die Gemeindschaft so akzeptieren oder nicht...Ich stosse ungern Menschen vor den Kopf und von daher ist bei mir Ehrlichkeit das A und O. Mit einem Gruss aus Schweden.... Türonne
 
Hm, vom Titel her hätte ich einen anderen Post erwartet. Prinzipiell stimme ich Timm und Hummelchen voll zu, möchte aber mal eine Argumentation anbringen, die manchmal bei Charakterberatung für Liverollenspiel angebracht wird und die hier auch zu passen scheint. Ob es die hosentragende (eigentlich dann ja ab 1100 eher Bruche und Beinlinge) und kämpfende Frau wirklich als Individuum gegeben hat steht spielt keine Rolle. Auf Basis der Quellen wissen wir, dass es sich dabei um eine bemerkenswerte Ausnahme gehandelt hätte. Eine Ausnahme darzustellen funktioniert aber nur, wenn eine gewisse kritische Menge an Normalität vorhanden ist von der sich diese Ausnahme abhebt. Wenn alle König sind, dann ist es keiner - nicht der König spielt den König, sondern seine Untertanen lassen ihn König spielen. Daraus folgere ich für dich und den Threadtitel, dass man Unüblichkeiten in der Darstellung/Rolle jederzeit anbringen kann, wenn sie für den Zuschauer/Besucher/Mitspieler einwandfrei als Unüblichkeiten erkennbar sind. Da nun aber zumindest auf den Grobmittelalter-Veranstaltungen, die ich in den letzten Jahren gewesen bin, beinahe jedes Lager mit einem weiblichen Mitglied unter 40 auch über ein entweder kämpfendes oder nicht-Rock/Kleid-tragendes Wesen verfügte und dies auch kaum erstaunte Reaktionen in Spiel/Schlacht hervorgerufen hat (und wenn dann mit ot Toleranzdiskussionen bedacht wurde), behaupte ich einfach mal, dass die benötigte Normalität um diese Rolle als Ausnahme spielen zu können nicht vorhanden ist. Und damit auch die Legitimität. Außerdem stehen die darstellerischen Ansprüche für solche, die "aus der Art schlagen" natürlich schon unbewusst nach oben. Ausnahmen, wenn sie als solche gedacht sind und ernst genommen werden wollen (und nicht nur auf "Ichwillaber"*fußstampf* beruhen), bekommen mehr Aufmerksamkeit. Sprich: Du stellst eine der vier Küchenmägde in einem großen Lager um 1200 dar: Kein Hahn kräht auf der Veranstaltung danach ob der Schnitt deines Kleides genau den Funden entspricht solange Form und Farbe passen, die Fragen der Besucher an dich werden sich auf Kochen, Essen und Spülen beschränken und die drei Personen, denen auffällt dass dein Almosenbeutel weder zu deiner Zeit noch zu deinem Stand passen, die kannst du mit einem herzhaften Linseneintopf besänftigen. Du stellst eine Ritterin um 1200 dar: Du wirst Dinge gefragt werden, du wirst "spielen" müssen, du wirst beachtet werden. Jeder vermeidbare Fehler an deiner Kleidung und Ausrüstung ist ein Angriffspunkt, ein Punkt der Besuchern durch deine besondere Prominenz ein zusätzliches falsches Bild vermittelt. Deine Ausrüstung sollte so gut, plausibel und belegt wie möglich sein, um nicht lächerlich zu wirken. Um ein Larp/Fantasybeispiel zu bringen: Der Bauernjunge, der das magische Schwert aus dem Stein gezogen hat ist ok. Der Bauernjunge mit geheimer königlicher Abstammung, göttlichen Visionen, drachischen Vorfahren, der das magische Schwert aus dem Stein zieht und nun losreitet allein seine von Orks erschlagenen Eltern zu rächen ist lächerlich - besonders wenn zwei davon auf derselben Veranstaltung sind. Deswegen mein Fazit: Modifizierungen und Individualisierungen sind prinzipiell in Ordnung solange man 1) Keine falschen Generalbilder bei sich/Zuschauern/Mitspielern bewirkt (also wirklich Individuell ist) und 2) man sich Mühe damit macht. So gut wie niemand wird etwas gegen einen gut gemachten Exoten. Aber ein solcher braucht eben auch ungleich mehr Vorbereitung als eine 0815-Ausrüstung. Zu dem "bis jemand das Gegenteil beweist" sag ich jetzt mal nichts. Die Diskussion hat einen Bart auf den Friedrich unterm Kyffhäuser stolz wäre (Mist kein Bartsmiliey...)
 
Ausnahmen gab es bestimmt, wenn auch wenige, aber wenn dann kann ich mir das am ehesten bei den Kelten vorstellen. Hefte dich mal an die Fersen besagter Königin [Namen hab ich mittlerweile bei Google gefunden: Boudicca (auch Boudica, Boadicea, Bodvica, Bonduca)]. Bedenke aber, dass es wesentlich einfacher wäre eine Hausfrau darzustellen, allein aus fundtechnischer Sache und eine Königinnen Darstellung ohne Gefolge unglaubhaft ist.
hej hej Wölfin-Anne, Boudicca ist mir durchaus bekannt und nein ich strebe nicht dazu eine Königin darzustellen :) ob mit oder ohne Gefolge,zu so etwas eigne ich mich nicht.Ich bin lediglich aus der Notwendigkeit heraus zum Krieger geworden und als sich dann Nachwuchs einstellte sesshaft geworden.Gebe mich nun dem bestellen der Felder,der Waldarbeit und einer kleinen Viehzucht hin.Versuche meinen zahlreichen Söhnen zu vermitteln dass das wichtigste im Leben die Natur ist,das sie uns alles lehrt was man wissen muss,auch im friedlichen Zusammenleben.(Es ist durchaus falsch zu denken das ein Krieger nur die Sprache eines Schwertes spricht und ewas gegen friedvolles Miteinander hat.) Und natürlich darf auch nicht der Genuss vergessen gehen...der Genuss da zu sein,dem Gemüse beim wachsen zuzusehen(auch wenn es dann von den Elchen geklaut wird,anbaumethode 1:2 1Teil für mich 2 für die Natur und die Götter ^^ )Es ging bei meiner Frage darum ob Ihr hier toleriert das ich nicht in typisch weiblicher Gewandung herumlaufe oder nicht-weniger um die Darstellung einer Kriegerin.(Dies wäre zur aktuellen Zeit hilfreich gewesen,wenn man was gefunden hätte) Mit einem Gruss aus Schweden
 
@Woelfin-Anne Das war Boudica (in verschiedenen Schreibweisen...), die nach dem Tod ihres Mannes den Stamm der Iceni angeführt hat, was die Römer aber nicht akzeptieren wollten. Allerdings ist zu Boudica zu sagen, dass sie zwar (angeblich) einen Streitwagen gefahren hat, aber nie wirklich selber kämpfte. Sie wird auch nie in Hosen dargestellt (auch bei der berühmten Statue in London trägt sie Kleid/Rock). Es ist auch noch von zwei anderen keltischen Herrscherinnen/Königinnen die Rede, mir sind aber die Namen gerade entfallen. Aber grundsätzlich sind es zumindest bei den Kelten nicht viele Frauen, die Machtpositionen inne hatten. Ja, ich toleriere auch Leute, die sich nicht genau daran halten, was gefunden wurde bzw. belegt ist. Allerdings würde ich das dann nicht mehr als Reenactment/Living History bezeichnen, denn dann spielt die eigene Phantasie doch auch eine große Rolle.
 
Es ist auch noch von zwei anderen keltischen Herrscherinnen/Königinnen die Rede, mir sind aber die Namen gerade entfallen. Aber grundsätzlich sind es zumindest bei den Kelten nicht viele Frauen, die Machtpositionen inne hatten.
Maria es geht nicht um machtpositionen für Frauen...siehe Titel...
 
Also weder Darstellung noch Spiel, sondern Selbstverwirklichung. Schade, damit nimmst Du Dir meiner Meinung nach einige schöne, erfüllende und unterhaltsame Aspekte dieser Art der Freizeitgestaltung. Als Person bist Du in meiner Mitte willkommen, aber anscheinend betreibst Du ein anderes Hobby als ich - was nichts schlechtes ist aber ich glaube wir würden in einem Lager nicht zurecht kommen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Allerdings ist zu Boudica zu sagen, dass sie zwar (angeblich) einen Streitwagen gefahren hat, aber nie wirklich selber kämpfte. Sie wird auch nie in Hosen dargestellt (auch bei der berühmten Statue in London trägt sie Kleid/Rock).
Naja, war halt das erste, was mir dazu einfiel und hatte Türonnes Beitrag so verstanden, dass nach eben solchen Frauen suchte. Türonne ich akzeptiere grundsätzlich alles und mag sogar, wenn Leute sich solche Geschichten um sich rum ausdenken. Kritisch wird das nur, wenn du versuchst krampfhaft mit irgendwelchen "hätte sein können" Aussagen versuchst zum Living History zu kommen, denn das ist halt einfach Darstellung nach Belegen.
 
Keiner der sein Hobby gewissenhaft betreibt "spielt" einfach irgendwas. Allerdings werde ich immer leicht ungehalten wenn jemand behauptet das er etwas "lebt" denn das führt leider immer öfter in die Richtung von Realitätsverlust bei betreffenden Personen. Das geht durchaus nicht gegen dich, ich hab da nur meine Erfahrungen gemacht mit entsprechenden Leuten.
..aber man kann nicht generell sagen nur das ist top und wenn etwas davon abweicht ist es flop
Ich kenne niemanden der sowas behauptet, es wird den Leuten immer nur gern in den Mund gelegt um sie vor entsprechenden Gruppen in Misskredit zu bringen. Kurz gesagt ein übles Klischee von Leuten die oft und gern nur noch in solchen Klischees denken. Fakt ist das man das abweichende und nicht belegbare eben nicht zum Flop erklärt aber es aussen vor lässt um in der Darstellung glaubwürdig und ehrlich zu sein. Sollte sich an der Beleglage etwas ändern kann man es immer noch nachpflegen aber bis zu diesem Zeitpunkt ist ein nicht vorhanden sein einfach ehrlich dem wissbegierigen Gast gegenüber. Zum Thema der Kriegerinnen zitiere ich mich mal eben aus einem anderen Thread:
Zu allen Zeiten haben Frauen ihren "Mann" im Kampf gestanden. Ob das in den römischen Arenen war offiziell als weibliche Gladiatoren oder auf den Schlachtfeldern meiner jetzigen Darstellung. Dort schaffte eine Dame es sogar bis zum Offizier im österreichischen Militär. Pauschal ausschliessen kan man das fürs Mittelalter also sicher nicht Ob Frau jetzt nun grad bei den Templern unterschüpfen konnte wage ich jetzt zwar auch mal zu bezweifeln aber wer weiss wirklich wieviele Frauen kämpfend und als Mann getarnt in den Armeen mitzogen? Sicher ist das eine nie enden wollende Diskussion und wird sich wohl auch nie zu 100 klären lassen. Ich denke da sollte man nicht päpstlicher sein als die Päpstin ;) Wie im wahren Leben der "Kriegerinnen" muss Frau im Hobby dann ihre Rolle als Mann voll ausspielen.
Sorry, vielleicht bin ich falsch rüber gekommen. Ich habe auch mit den Beispielen Ausnahmen gemeint und die werden in Zahlen bei ca. 1 zu 10000 liegen oder noch höher und abgesehen vom Gladiatorenbeispiel sind es auch alles Frauen die sich heimlich und verkleidet auf diese Positionen gebracht haben. Es handelt sich also zu keiner Zeit um ein Massenphänomen sondern um eine Ansammlung von kuriosen und interessanten Einzelfällen und schafft keine Tatsache für die Frau im Waffenrock oder Uniform. Das ich mit den Beispielen aus dem MA rausgerutscht bin liegt daran das auch in anderen Reenactment Bereichen diese Diskussion auftritt und dort wohl nicht weniger heiss diskutiert wird. Für die Darstellung im Hobby sollte in allen Epochen gelten, Frau stellt Mann dar wenn sie in den Krieg zieht und ich gehe dann davon aus das sie Waffe und Kampftechnik beherrscht.
Die komplette Diskussion dazu kannst du unter >>>Tempelritter <<< nachlesen
 
Heidensohn nein...ich nehme das nicht als Kritik auf und selbst wenn...kann ich mit Kritik gut umgehen und so schnell nehme ich auch nichts persönlich.Ich spiele nur gerne von Anfang an mit offenen Karten. :)
 
Maria es geht nicht um machtpositionen für Frauen...siehe Titel...
Meinen Namen bitte ohne r ;) Und mir ist klar, dass es darum hier eigentlich nicht geht, ich wollte nur auf Woelfin-Annes Beitrag eingehen und um das auch von dir angesprochene Frauenbild! Außerdem habe ich mich auch zu der Titel-Frage geäußert:
Ja, ich toleriere auch Leute, die sich nicht genau daran halten, was gefunden wurde bzw. belegt ist. Allerdings würde ich das dann nicht mehr als Reenactment/Living History bezeichnen, denn dann spielt die eigene Phantasie doch auch eine große Rolle.
 
Kritisch wird das nur, wenn du versuchst krampfhaft mit irgendwelchen "hätte sein können" Aussagen versuchst zum Living History zu kommen, denn das ist halt einfach Darstellung nach Belegen.
Keine Sorge ich bin im allgemeinen gegen Missionierungen und Zwangsmeinungsverbreitungen.....und Dir ein herzliches Danke schonmal.... :bye01
 
DICKES SORRY.......das R hat sich da eingeschlichen...richtig gedacht und dann doch getippt....und was die Toleranz angeht...ein herzliches Danke meinerseits
 
Auch Dir-keine Sorge beziehe das mit dem Realitätsverlust nicht auf mich und leide auch nicht darunter...Wenn man genug Freiräume hat (Und das ist hier in Schweden zum Glück so)kann durchaus ne Menge leben wie er will ohne die Peilung zu verlieren.
 
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