Köper

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brenna

Guest
Hi ihr Lieben, ich muss mal wieder was weben, zwischen der ganzen Näherei und habe mich dafür entschieden einen Köper zu probieren. Speziell habe ich eine Frage, aber dachte mir ich mach mal einen allgemeinen Thread zu Köper auf, in dem man Tips und Tricks und Fragen zum Thema Köper sammeln kann. Wenn ihr also selber Fragen zur Technik habt, scheut euch nicht den Thread zu benutzen ;-) Hier mal ein kleiner Anleitungslink zur Köpertechnik, für diejenigen, denen das gar nix sagt: http://www.steinmaus.de/Mittelalter/weben/anleitung/koeper.html Unter http://www.steinmaus.de/Mittelalter/weben/muster/koeper/index.html gibt es auch ein paar Webmuster mit Webbriefen, ich vermute aber dass die nicht alle historisch sind. Nun zu dem Grund warum ich den Thread hier eröffnet habe. Ich möchte mich an den Mammen-Motiven orientieren. Ein paar davon sind auf der oben genannten Webmuster-Seite unter "Skandinavische Motive" abgebildet, vor allem bei dem grau-gelben Band kann man die Struktur sehr schön erkennen. Bei dem Band sind als Randbrettchen einige Brettchen die in Schnurbindung immer in die gleiche Richtung gedreht werden. Weiss jemand wie das vom A-Faktor her ist? Kennt jemand da genaue Funde oder 1:1-Repliken, anhand denen man sagen kann ob bei historischen Bändern der Köper bis zum Rand ging, oder in Schnurbindung eingefasst war, oder gibt es vielleicht auch Belege für beides? (Besonders interessiert mich da das skandinavische FrüMi, aber auch für allgemeine Hinweise wäre ich dankbar) Was sagen unsere Fachleute dazu die vielleicht schon Köper gewebt haben? Macht es vielleicht einfach schon deswegen Sinn den Rand in Schnurbindung zu machen, weil der dann sauberer wird? Ich hoffe auf Hinweise :) Hm und wenn ich schon dabei bin noch eine Frage zu meinen Mammenmotiven - weiss jemand welche von den "Skandinavischen Motiven" bei obigem Link tatsächlich vom Mammenband sind? Ich vermute dass einige von den gezeigten Motiven abgewandelte Muster sind die sich an den Mammenfund anlehnen, aber wäre interessant es zu wissen... Vielleicht kennt jemand eine Seite die das Originalband zeigt oder zumindest gut beschreibt, oder ein Bild von einer Replik die sich an die Muster hält? Liebe Grüße und danke für eure Hinweise, eine ungeduldige (da wieder weben wollende :D ) Brenna
 
Es wurden Köperbänder immer mit einem Rand in Schnurbindung gewebt denn sonst hättest du keine Freude daran denn bei dieser Technik kommt es am Rand zu Flottierungen. Noch ein Tip, bei Köper ist es besser immer nur die Randbrettchen zu drehen wo der Schussfaden ist. Dann sind die Muster nicht zu lang gezogen. Von den Mammenband kenne ich nur die drei untersten Motive aber ich weiß nicht ob Guido evtl. Bilder vom Original hat. Aber schreibe ihn doch einfach mal an er ist sehr hilfsbereit. Wer dir da aber auch weiterhelfen kann ist Sylvia Crumbach sie hat bei einem Buch mitgewirkt"Bunte Tuche gleißendes Metall" und hat einen Artikel in einer "Pax et Gaudium" dort hat sie auch ihre Webbriefe abgebildet. Edit: Phelan von Zollern habe die Email Adresse gelöscht, bitte per PN austauschen, dieses Forum wird von Google indiziert und ich möchte nicht das Silvia auf einer Spamverteilerliste landet
 
Danke für deine Webtips, das hilft mir weiter. Wegen den Motiven - die drei unten sind sowieso die die mir am besten gefallen, also trifft sich das gut. Werde ihn aber wahrscheinlich trotzdem die Tage noch anmailen, falls hier keiner etwas zu den übrigen Motiven weiss. Das von dir genannte Buch habe ich seit Dienstag hier rum liegen, und genau das ist es auch was mich auf die Idee gebracht hat mal einen Köper zu weben. In dem sind aber nur einige Webbriefe von keltischen Motiven. (Gut an Webbriefen mangelt es mir ja auch nicht, auf der Steinmaus-Seite steht ja zu jedem Muster auch der Webbrief) Falls Guido mir zu dem Mammenband nichts sagen kann, kann ich ja Sylvia noch fragen, falls ich ihre Adresse nirgends finde dann schreibe ich dich an. Danke für deine Hilfe :)
 
Ja, mach das. Wenn du nicht weiterkommst habe ich hier den Webbrief von Silvia. @ Phelan von Zollern ich wusste das nicht. Danke fürs löschen :)
 
@Brigid, also nicht nur unser sondern fast jedes Forum wird von Suchmaschinen besucht und ich weiß das es Silvia nicht gefallen wird wenn sie plötzlich hunderte Spamnachrichten pro Tag bekäme.
 
Hi Silvia, ja die Seite kenn ich, die ist wirklich genial wenn man einen Webbrief sucht. Aber in meinem Fall habe ich schon welche, mir geht es nur um die Frage welche von den Mustern "A" sind. Aber ich werde nochmal ein bisschen weiter forschen und gegebenenfalls bei den schon genannten Leuten nachfragen ;-)
 
Du schreibst Du möchtest Mammenmuster weben ?
  • Was genau weisst Du über die Mammen ?
  • hast du Dir die entsprechende Fachliteratur besorgt ?
  • warst Du mal in einer Bücherrei und hat nach Textilfunden von Mammen gesucht ?
Geh doch mal bitte in eine Bücherrei und versuche folgendes Buch über die Fernleihe zu bekommen, das wird Dir Deine Antworten zum Thema Mammen beantworten
Ostergard, Else: "Textilfragmente fra Mammengraven", in . Inversen, mette (Hrsg.) "Mammen. Grav, kunst og samfund i vikingetid", Aarhus 1991
Eine ISBN Nummer habe ich Dir leider nicht, Viel Erfolg
 
Nein bisher habe ich da nichts. Habe mir das ja erst am Dienstag überlegt und habe die letzten Tage erstmal gegoogelt ob sich im Netz was findet. (Im Grunde suche ich im Augenblick ja gar nicht mehr als ein Foto vom Original auf dem das Muster erkennbar ist oder von einer Replik die sich an die Muster gehalten hat - hatte gehofft dass sich sowas im Netz findet) Danke für den Buchtitel. Ich werd mal versuchen übers Netz rauszufinden ob ich den per Fernleihe herkriegen kann. Habe in der Mittagspause schon mal nach dem Buchtitel gegoogelt und bin auch auf mehrere Seiten gestossen die teils sehr gut erkennbare Bilder von Mammentextilien haben. Zu einem broschierten Band habe ich Bilder die scharf genug sind dass man das Muster problemlos nachweben könnte. Nur vom Köper leider nicht. Auf einen Link bin ich aber mal gestossen den ich euch nicht vorenthalten möchte: http://www.dragt.dk/assets/PDF-filer/VikingeriUldogGuld1.pdf Ich verstehe kaum ein Wort, gebe ich zu, aber weiter hinten sind einige Bilder von Funden, auch von Mammen. Da ist eins mit einem Stück Textil auf dem wohl die Borte war, und drunter nochmal das gleiche Stück mit einer Bortenrekonstruktion. Auf Seite 109 ist das. Leider ist das Foto des Originals nicht sehr hochauflösend, mit ein bisschen Phantasie kann ich einen Teil der Muster der Bandrekonstruktion oben erkennen, aber die Hand für ins Feuer legen würde ich nicht. Habe das ganze trotzdem mal verlinkt, vielleicht interessiert es ja jemanden (grade auch die anderen Bilder, oder vielleicht kann es ja jemand lesen). Naja, mal am Wochenende weitersuchen und über die Fernleihe schlau machen ;-)
 
Einmal das Thema wieder aufwärmen... :) Ich habe eigentlich nur ein paar Verständnisfrage... Die meisten Anleitungen für Köperweben mit Brettchen sind ja auf die Entstehung von Mustern ausgelegt. Ich möchte jedoch eine einfarbige Köper-Brettchenborte haben, sodass mich die Musterentstehung nicht sonderlich interessiert, dafür aber die Drehung der Brettchen und das Aufschären. 1. Muss ich beim Aufschären etwas beachten? Ich habe mal gehört, dass man die zwei äußersten Brettchen in S-Richtung, die inneren in Z-Richtung aufschärt - stimmt das? :?: 2. Und der Drehrhytmus der Brettchen ist einfach Vor-Vor-Rück-Rück ? :) 3. Der Brettchenwebköper ist ja kein echter Köper, wie man ihn auf einem Webstuhl webt, sondern sieht optisch nur so aus. Ich möchte gerne ein dünnes und ein dickes Garn verwenden, wobei das dickere jenes sein soll, welches mehr zu sehen ist. Bei einem echten Webstuhlköper wäre das dünne Garn der Kettfaden und das dicke Garn der Schussfaden. Wenn ich mir jedoch Abbildungen von Brettchenwebköper ansehe, habe ich das Gefühl, dass es dabei genau andersherum ist. (Siehe z.B. das Bild von dem Link zur Steinmaus-Seite aus dem ersten Post) Kann das sein? 8|
 
Hmmm, ist schon lange her dass ich Köpertechnik gewebt habe, aber ich versuchs mal.... zu 1.: wenn ich mich recht entsinne werden für Köper alle Brettchen entweder S- (für S-Köper) oderZ- (für Z-Köper) geschärt. zu 2.: auf jeden Fall wird jedes Brettchen immer nur zweimal in jede Richtung gedreht. zu 3.: beim Brettchenweben (bei jeder Technik, mit Ausnahme der Broschiertechnik) sieht man immer nur die Kettfäden...der Schußfaden liegt im Gewebe und ist höchstens als "Pünktchen" auf den Kanten zu erkennen. Allgemein finde ich die Anleitung für Köperbindung bei Flinkhand recht brauchbar, vielleicht hilft die Dir ja weiter?
 
zu 1. Danke :) zu 2. Danke Danke ^^ zu 3. Danke, Danke, Danke für den Augenöffner :D Oh mein Gott, klar, man sieht ja immer nur die Kettfäden. Ich Dussel! :kopfhau Hab mal bei Flinkhand gelesen (klaro, dort liegt auch der Schwerpunkt auf Musterbildung), aber jedenfalls weiß ich jetzt, was zu tun ist und kann loslegen! :danke
 
Bei Steinmaus (quelle: www.steinmaus.de) gibt es ebenfalls eine sehr gute Anleitung für Köper - vor allem wenn Du keine Muster bilden willst. Da findest Du u. a. eine Anleitung, wie Du mit zwei Päckchen und einfachem vor - vor - rück - rück zum Köper kommst (Link ist ganz unten auf der Seite).
 
2. Und der Drehrhytmus der Brettchen ist einfach Vor-Vor-Rück-Rück ? :)
Im Prinzip richtig, nur werden nicht alle Brettchen gleichzeitig vor - vor - rück - rück gedreht! Das nur zum Verständnis. Marled
 
Hm, nach dem Steinlaus-Link habe ich zwar mehr Konzentrationsarbeit beim Aufschären (Abwechselnde Z- und S-Schärung), dafür aber weniger Konzentrationsarbeit beim Weben durch die Zwei-Päckchen-Methode. Hört sich nicht schlecht an :) :danke
 
Das Schärweise ist kaum mit zusätzlichem Aufwand verbunden, weil man die Brettchen erstmal identisch aufziehen kann und dann einfach die, die in die andere Richtung geschärt sein sollen, auf gewünschte Seite klappt.
 
Auch wieder wahr... :thumbsup: Ich merke, ich habe schon zu viele Jahre nichts mehr brettchengewebt. :groehl
 

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