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Hoppel24

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25. Okt. 2020
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41239 Mönchengladbach
Hallo zusammen, bin neu angemeldet und stelle mich kurz vor. Ich heiße Niels und bin schon ein älteres Semester (Bj 65) seit tatsächlich Jahrzehnten mit "Mittelalter " verbunden, teils über pen-and-paper Spiele und durch regelmäßige Besuche von Mittelalter Märkten u.ä. Nu hatte ich zuletzt eine Einladung zu einem privaten Heerlager. Das ging nur mit entsprechenden Outfit. Also hab ich recherchiert und was augenscheinlich passsendes mir selber gebaut. Aber dann auch Feuer gefangen und baue jetzt ein frühes Wikinger-outfit. Ich arbeite nur mit den Materialen die es dann gegeben haben muss und versuche von a-z alles selber zu bauen. Derzeit bin ich bei der Herstellung von Rüstungsleder das ich mir zuschneide und Härten möchte. Eine gepolsterte Unterkleidung aus mehreren Lagen Leinen und Wollfilz kommt auch dazu usw...also ein laaaaanges Projekt für den kommenden Winter. Lese hier total interessiert die vielen Beiträge. Grüsse aus Mönchengladbach
 
noch ein FrühMi Spaß bei Seite....willkommen an Bord
 
Älteres Semester und kampftaugliche Klamotte. Gab es Lammellenrüstung mit Bierspoilerauswölbung? :D Ach ja: Willkommen von einem der u. A. Frümi macht und dem es immer schwerer fällt die Wampe los zu werden.
 
Hallo und herzlich Willkommen hier bei uns, lieber Hoppel! :bye01
Lese hier total interessiert die vielen Beiträge.
Das ist sehr gut. Es gibt viele spannende (und auch gut recherchierte) Beiträge in diesem Forum. Sie werden dir hoffentlich gut weiterhelfen können. :thumbup:
 
Auch von mir ein herzliches willkommen hier im Forum aus dem Pfälzer Wald viel Spaß beim Austausch
 
...Bevor du dir die ganze Arbeit mit der Lederrüstung machst, Grab dich erstmal durch ein paar Themen zu Rüstungen und entscheide dann, ob du das tatsächlich möchtest... Willkommen im Form jedenfalls...
 
Hallo Hoppel24 bzw. Niels, Hallo Niels... wieder ein Frühmittelalterbegeisteter und was sonst ein Wikinger. :wiki2 Auch ich bin wie viele hier im Forum Wikingerdarstellender, Handwerker aber auch Händler und ebenfalls mit Jahrgang `63 eher einer der älteren im Forum. Jedoch schon fast 30 Jahre mit dem Virus Wikinger infiziert, da bleibt es nicht aus das sich eine Menge Kontakte, Bücher, Repliken und weiteres angesammelt hat. Noch im zu Dir nahen Düsseldorf ansässig jedoch bald ins Ruhrgebiet umziehend kannst du mich gern nach dies und jedem Fragen oder einfach mal hier im Forum herumstöbern. Unter der Rubrik Anfänger finden sich Antworten zu den meist gestellen Fragen. Und in weiterne Rubriken Antworten zu allem Möglichen ... Gerade in Bezug zur Epoche der Wikinger wurde hier schon vieles Geschrieben und von Forenteilnehmern hergestellte Dinge wurden schon oft präsentiert auch mit den Arbeitsschritten diese nach fertigen zu können. Da es leider weiterhin keine Märkte gibt wie wir sie bisher kannten haben wir Zeit daheim Dinge zu fertigen. Zu den Repliken die ich anzubeiten habe kannst du mich gerne mit einer PN anschreiben, dann kommen wir ggf. dadurch in näheren Kontakt. Für die PN-Funktion wirst du freigeschaltet nachdem du hier mindestens 10 eigene Texte eingestellt hast und seien es nur kurze Fragen oder Grußnachrichten an Neueinsteigende im Forum. Ansonsten erst einmal alles Gute und viel Freude hier im Forum - und in Mönchengladbach bist du lange nicht der einzige Wikingerdarstellende. Und vielleich kann man sich ja bald wieder mal Treffen. Gruß Olegsson :wiki4
 
  1. Vielen Lieben Dank für die nette Begrüßung. Ich werde berichten und komme gerne darauf zurück. Bin etwas überrascht, dass FrüMi stark vertreten ist. Für mich war das irgendwie klar. Wenn man sich in die Lage der Menschen von damals versetzt, so denke ich mir dass, wird die Rüstung nach rein praktischen Erwägungen gemacht worden sein und das eben auch von Menschen, die das Handwerk nicht perfekt beherrschten. Viele Wikingerkrieger sollen ja nun anfänglich auch aus der Not losgezogen sein und da wird Rüstschutz auch häufig improvisiert sein. Das entspricht dann auch meinen handwerklichen Fähigkeiten. Außerdem gibt es kaum gut erhaltene Funde, so dass ich auch ruhig kreativ sein darf ohne zu sehr vom Thema abzudriften. Soll halt auch Spaß machen.
  2. Das es viele wikingerfans in MG und Umgebung gibt...Bin doppelt überrascht. Hab dazu leider nix im www gefunden.
  3. Lederrüstungen hab ich mir einiges zu angelesen und auch zur Verarbeitung von Leder. Es soll auf jeden Fall eine Art Lamellenbrustpanzer mit Schulterschutz werden und ggf auch bis auf die Oberschenkel. Stellegrade die Lamellen her.
 
Lederrüstung (ganz gleich in welcher Form) ist für das wikingerzeitliche Frühmittelalter ein völliges No-Go, tut mir sehr leid. Es gibt mehrere tausend Funde von Lederfragmenten aus dieser Zeit - Schuhe, Gürtel, Taschen, Beutel, Messerscheiden, Pfeilköcher, und und und. Teilweise auch sehr feines und empfindliches Leder. Aber es gibt exakt NULL Funde von irgendwas, was auch nur ansatzweise als Rüstung durchgehen oder taugen würde. Nada. Niente. Nix. Feine Ziegenlederbeutel sind erhalten geblieben, aber gehärtete und stabile Lederrüstung ist völlig restlos verrottet? Schon extrem seltsam, oder? Lamellen sind noch so ein Thema. Weißt Du, wie viele Lamellenrüstungen gefunden wurden? Bingo - keine einzige. Es gibt in Birka ein einziges (!) Metallstück, was als Lamelle durchgehen kann. Mehr nicht. Für die gesamte Wikingerzeit, von Grönland bis zu den Rus. Und Lamelle aus Leder schon gar nicht. Weil es auch absolut null Sinn macht. Die Menschen nahmen, was sie hatten? Jau, stimmt grundsätzlich. Nur hatten die Leute damals nicht mehrere Rinder rum stehen, die sie nur wegen des Leders geschlachtet haben. Für Rüstung taugt nämlich nicht das ganze Rindvieh, sondern nur ein relativ kleiner Teil hinten am Nacken, der sogenannte Croupon. Brauchst also mehrere Tiere für genügend Material. Und gerben musst Du es auch noch. Nicht schön schnell wie heute, sondern als vegetabile Grubengerbung, die schon mal 2-3 Jahre dauern kann. Plus das Wissen über die Gerbung, die eben nicht jeder hatte. Also auch nix für den 'Normalbürger'. Und wer vermögend genug war, sich genügend Rinder halten zu können, war auch vermögend genug für eine gescheite Rüstung aus Metall. Der 'normale' Wiki hat tatsächlich das genommen, was er hatte - mehrere Schichten (dicke) Klamotten übereinander. Mehr nicht. Sowas will man als Neuling absolut nicht hören, weiß ich. Die meisten haben exakt die gleichen Gedanken wie Du auch am Anfang gehabt. Und alle haben nach ein wenig Recherche genau das heraus gefunden, was ich oben schrieb. Mach Dir ruhig ne Lederlamelle, aber das hat mit Wikinger genauso viel zu tun wie ein Biene-Maja-Kostüm. Reines Wunschdenken und Fantasy-Outfit.
 
ja da folge ich dir..soweit hatte ich auch schon was gelesen. Dick gepolsterte aus mehreren Lagen Leinen mit segeltuch geschütze Kleidung scheint wohl das hauptstück gewesen zu sein. Irgendwann wird wohl der Kettenpanzer die wesentliche Rüstung gewesen sein. Zu Lamelle ob aus Metall oder Eisen gibt's wohl keine wirklichen Funde. Leder dürfte sicher aufwendig herzustellen zu sein, und wenn es feucht wird.... Eisenerz wurde wohl abgebaut. Ob's auch zu so viel Eisen verarbeitet wurde....??? Dafür braucht man Unmengen Kohle oder holzkohle. Authentisch ist wohl wirklich nur dicke polsterung und Schild, ggf der Helm. Mhmm. Das hatte ich ohnehin vor. Lederlamelle herzustellen macht trotzdem Spass. Tragen dann allerdings wohl bei Veranstaltungen eher nicht...ok. seh ich auch ein
 
Mein Kommentar ist nicht ganz so böse gemeint gewesen, wie er jetzt beim zweiten drüber lesen klingt ;-) Der Mythos mit einer Lederrüstung ist schon uralt, wird durch Hollywood & Co eifrig gefördert, und beinahe jeder Wiki-Neuling fängt mit diesem Thema mal an. Spoiler-Alarm: jedes 'Argument' dafür haben schon tausend andere vor uns gedacht und ausgesprochen, und jedes einzelne lässt sich fachlich und sachlich sauber widerlegen :D Am Ende bleibt nur noch ein "Lack of evidence is no evidence of lack", was zwar grundsätzlich korrekt ist, aber durch logische Gründe nahezu ebenfalls zum Ausschluss führt. Wenn man seriösen und modernen Untersuchungen folgt (nicht den US-Serien mit ihren 'Waffenexperten'), kann bereits eine mehrlagige Schicht aus Textilien einen vergleichsweise guten Schutz gegen Schnitt- und Stichverletzungen bieten. Mit einem riesigen Vorteil: Textilien konnte jede Hausfrau daheim selbst herstellen, die Materialien dafür waren gut verfügbar und relativ günstig zu beschaffen, und geheimes Fachwissen war ebenfalls nicht erforderlich. Möglich wäre z.B. eine Art Gambeson, gepolstert mit langfaserigem Material wie Rosshaar. Bei Helmen schaut es ähnlich mau aus wie bei Lamellen. Eigentlich gab's da auch nur einen einzigen Fund, den Gjermundbu-Helm. Allerdings scheiden sich darüber die Geister. Die einen sehen ihn als Erbstück an, da er vom Design eher in die Vendelzeit passt. Andere meinen, er wäre - aufgrund seiner schlechten und nicht einsatztauglichen Qualität - lediglich als Funeralienobjekt geschaffen worden. Und wieder ein paar andere halten ihn für 'echt' ;-) Letztens gab es einen Bericht über einen weiteren Helm, ich glaube aus Norwegen. Aber damit hat sich's auch schon. 1-2 Helme für eine ganze Ära. Womit Du wieder ganz auf der sicheren Seite bist ist ein Schild. Da gibt's einiges an Funden. Und auch der konnte in einer einfachen Qualität von jedem halbwegs geschickten Handwerker selbst daheim hergestellt werden. Sofern Du mit einem Schwert liebäugelst sollte die restliche Darstellung auch dazu angemessen sein. Gute Schwerter hatten einen immens hohen Wert. Nur mit dem Schwert alleine ist es allerdings noch nicht getan (auch wenn Hollywood gegenteiliges vermitteln möchte). Das beste Schwert taugt nichts in der Hand eines unerfahrenen Laien. Du musstest es Dir also seinerzeit auch leisten können, regelmäßig und fleißig zu trainieren, statt Haus und Hof zu versorgen. Das geht halt nur in einer gehobenen Position mit entsprechendem Wohlstand. Der einfache Bauer, der nach der Schlacht auf dem Feld ein Schwert aufsammelt und damit über Nacht zum King of Currywurst wird ist leider nur ein Mythos fernab jeder Realität ;-)
 
nur um noch weiter Wissen anzuhäufen...gibt es Erkenntnisse über den Gebrauch von Beutegut...kann mir gut vorstellen, dass die nur spärlich ausgerüsteten Wikis ja auch einiges hätten plündern können um so an Rüstzeug etc zu kommen. Dann mal ein Gedanke. Bereits im FrüMi war die Ostsee ein beliebter Handelsraum. Die Beute aus den Raubzügen bringt ja neben Sammelreichtum vor Ort ja sicher auch Tauschgut mit sich. So sollen Die Franken u.a bereits bis zur Nord, -Ostsee Handel mit Waffen betrieben haben. Ob dann nicht ausreichend Leder aus dem osteuropäischen Raum hätte getauscht werden können? Ist faszinierend, wie weit man sich vom Thema Rüstung entfernen kann und sich in die frühe Welt des MA reinlesen kann...super interessant, vor allem wie rege schon damals Handel betrieben wurde.
 
Leder ist besser in Schuhe verarbeitet als in Rüstung. Zum einen weil der Verschleiß an Ledersohlen höher ist und zum anderen mehrlagiger textiler Körperschutz Vorteile bietet und deutlich einfacher herzustellen ist. Und auch in Osteuropa sind die Menschen mit beschuhtem Fuß unterwegs gewesen.
 
Mit mehreren Lagen Kleidung, einem schön nach Fundlage gearbeiten Rundschild und einer ebensolchen passenden Axt macht der Wikingeraspirant schon mal nichts falsch. Wenn dann noch Schuhe und Kleidung (ohne grobe Tackernähte in Kontrastfarbe) passen sieht es besser aus als das was 95% der, die vorgeben wilde Nordmänner darzustellen. Gaaanz wichtig: kein Fell, kein Schlamm, kein Leder ausser an den Füßen oder als Gürtel. Doch drängt sich mir der Verdacht auf es soll eine eigene Wunschvorstellung mit "die waren ja nicht doof damals" oder dem ominösen "Wandel durch Handel" schön geredet werden. Natürlich kann ich mich täuschen und der TE beabsichtigt seine Darstellung mehr nach dem was Archäologen ergruben und Rekonstruierten statt Fiktion aufzubauen. ^^
 
Wäre ja auch völlig ok, wenn jemand Spaß daran hat als Fantasy-LARP-Wiki auf Märkte zu gehen. Have fun Wenn du in Richtung geschichtsnah gehen möchtest, dann halte dich besser an die Tips der alten Hasen hier - und ganz grobe Fehlgriffe können auch einige ausreden, die sich eigentlich mit ganz anderen Schwerpunkten beschäftigen. Erzähl doch mal, welche Art Darstellung o der Kostümierung anstrebst...
 
@Hoppel24 - "hätte und könnte" ist leider nur spekulative Phantasie :) Warum geht jemand überhaupt auf Raubzug? Verlässt Haus, Hof und Familie, wagt sich mit einem Boot übers Meer, und riskiert sein Leben? Weil ihm daheim die Sonne aus dem A*** scheint, oder rein aus der Not heraus? Weil die Farm in Skandinavien einem paradiesischen Garten Eden gleicht, oder weil die kargen Erträge einen kaum über den Winter bringen können? Kommt man dann mit Beute zurück - gegen was tauscht man die vermutlich ein? In Leder, oder eher in etwas, was man im Winter in den Kochtopf werfen kann? Schau Dir mal die Geschichte der Wikingerraubzüge an. Die meisten fanden eher am Anfang statt. Man kam nämlich schnell dahinter, dass man ein Dorf an der Küste nicht beliebig oft plündern kann. Handel treiben hingegen wesentlich öfter, und auch mit deutlich weniger Gefahr für Leib und Leben. Mit den großen Handelszentren der Wikinger wurden die Raubzüge weitestgehend obsolet. Aber das nur am Rande ;-) Leder wärmt im Winter nicht, und im Sommer wird es darunter scheisse heiß. Kennt jeder Moppedfahrer von heute zur Genüge. Wenn's nass wird, wird es nochmal ekeliger. Wolle wärmt bei Kälte, kühlt im Sommer, und Wasser- und Windabweisend ist sie bei richtiger Verarbeitung ebenfalls. Wie gut kann Leder im Kampf schützen? Gegen ein Schwert kaum. Schnitt und Stich werden nur bedingt aufgehalten. Pfeile? Na ja, auch nicht wirklich effektiv. Axt? Keine große Chance. Keule und Knüppel? Ähm... Nö ^^ "Die waren ja nicht doof, damals". Jau, stimmt. Deswegen hat auch niemand einen Haufen teures Material verplempert, um dafür nur minimalen Schutz zu bekommen. Irgendwann wird Dir bei der Recherche auch auffallen, dass es nicht einmal Lederhandschuhe zum Schutz gab. Kein Witz - null Funde. Ebenso die stylishen Unterarm-Dinger aus Leder - auch dazu gibbet nix. Beinschützer aus Leder? Fehlanzeige. Also jetzt mal ganz unter uns... wenn es nicht mal diese kleinen Sachen gab (und die Wahrscheinlichkeit, dass es sie gab, aber kein einziges davon überlebt hat, obwohl es Unmengen an anderen Lederfunden aus dieser Zeit gibt) - wie groß schätzt Du die Chance ein, dass es eine komplette Lederrüstung gab? ;-)
 

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