Die Reenactment Werkstatt - Schildbau, Pflanzen-Färberei, Holz- und Lederarbeiten!

Augen

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    • Also ich weiß jetzt gar nich, ob ich hier richtig bin.

      Mir geht es um folgendes. Jeder kennt es: Ein Stück Horn ist beschnitzt und die Schnitzerei ist mir schwarz "ausgemalt" hier ein Beispiel:

      allegro.pl/item579080342_noz_kosciany.html

      Frage: Wie hat man damals diese "Schwarze" gemalt, bzw überhaupt? Was hätte man benutzen können? Farbstoffe oder auch nur Kohle?

      Tobt euch aus, ich mag Infos.

      Edit: Wo wir grad dabei sind: Kennt wer ne Stelle, wo ich nen Kreisaugenbohrer herbekomM?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wojmir ()

    • Rus-also jetzt keinen Darsteller ... :D:D (Petroliumflamme an Blech) und Bienenwachs ;)

      Bohrer kann man ganz leicht selber machen... er muss ja (fast) keine bohr eigenschaften besitzen... er kratzt ja teilweiße nur an der oberfläche ;)


      lg Brokkr :)
      Bajuwaren-Darstellung in Arbeit (Fein-/Grobschmied)
      580-630 n. Chr
      Blog mit unseren Arbeiten zum Thema Bajuwaren

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Brokkr ()

    • unser beinschnitzer hats selbst ausprobiert.. wenn ich es nicht besser gewusst hätte, hätt ich gesagt das wär schwarzer lack ... das zeug is pechschwarz...

      aber ich würde keine kohle nehmen... sie ist niemals so fein wie Ruspartikel.. und dürfte sich auch nei so gut verbinden wie Rus..

      nimm ne kerze oder ne Petroliumflamme und ein Blech :D
      nimm guten Rus..keine Kohle ode Asche... da da ein großer Unterschied besteht :)

      lg Brokkr

      P.S.: lass uns Fotos sehen :D
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Brokkr ()

    • Kreisaugen bohren und schwärzen

      Original von Wojmir
      Ruß und Kohle ist in mienen Augen das Gleiche. Also hatte ich das doch richtig vermutet. Und wenn man das mit Wachs mischt, malt das richtig gut?.....

      Ruß und Kohle ist nur chemisch das Gleiche; physikalisch ist Ruß amorpher Kohlenstoff. In dieser Form "schmiert" er am besten und ist daher als Farbpigment gut geeignet. Heizölruß oder Ruß von Wachskerzen, Öllampen und Talgleuchten ist gut geeignet.

      Und wie Brokkr schon richtig schreibt: die Bohrer sind einfach aus Rundmaterial zu machen; das muss nicht einmal hochwertiger Stahl sein!

      Freundliche Grüße

      Jean Collin
    • ach ja: historisch belegt dürften auch Färbungen sein wie

      Pigmente von:

      Malachit - Grün

      Ruß - schwarz

      Menige bzw. Zinnober - Rot

      Mann kann aber das Bein/Horn auch Färben..wenn Interesse besteht, lass es mich wissen :)
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Brokkr ()

    • Sooo, da hole ich mal einen ganz alten Thread wieder hervor. Ihr seht ich habe mich weit durchgelesen, bevor ich die Frage ggf. nochmal gestellt hätte (hoffe ich habe jetzt nach dem vollmundigen Ansage nicht doch was übersehen...)

      Also, ich möchte auch so einen Kreisaugen"bohrer" oder Kratzer herstellen. Bin ganz neu mit Knochenarbeit und habe KEINE Ahnung und kann mir das noch nicht so recht vorstellen, was mit den Hinweisen gemeint ist. Auch wenn es einfach zu sein scheint. Was nehme ich denn? Wonach frage ich im Laden oder suche im Keller? Welches Werkzeug wäre wohl "A" grob für frühe Germanen nördlich des Limes (ich sage es jetzt mal absichtlich so ungenau und nicht Xstadt im Jahre X ;) )

      Schonmal Danke für Tipps - auch wenn sie Euch vielleicht viel zu simpel vorkommen - ich steh derzeit echt auf dem Schlauch.
    • Ich denke in diesen Texten wirst Du bestimmt fündig werden ;) :

      ironirene.com/Arbeit_20komplett.pdf

      Quelle : Irene Labner, "Die mittelalterlichen und neuzeitlichen Knochen-, Geweih-, Elfenbein- und Hornartefakte der Stadt Hall in Tirol"

      freidok.uni-freiburg.de/volltexte/526/pdf/1_Textband.pdf


      Quelle : Marianne Erath, "Studien zum mittelalterlichen Knochenschnitzerhandwerk"
      ...die waren ja nicht doof damals...:D
      (deutsche Übersetzung: ...die waren ja nicht doof damals...)
      "Diskutiere nie mit einem Idioten: Er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich dann mit seiner Erfahrung...!"
    • Liebe Finlir,
      ich kneife an einem Nagel den Kopf ab (Kneifzange) haue den Nagel flach und feile nun einen Augebohrer zurecht, die Mitte sollte länger sein, zum zentrieren, die Seite(n) etwas kürzer.
      An meinem ersten Augenbohrer habe ich den Nagel in ein Rundholz geschlagen und dann erst den Nagelkopf abgekniffen.
      Du kannst den Bohrer so feilen das er die Form eines Krönchens hat, oder aber nur 2 Zacken. Das ist eigentlich egal. Zum feilen verwende ich einen Satz Schlüsselfeilen. Die gibt es im Baumarkt in der Grabbelkiste, klangfristig habe ich mir aber ein paar Hochwertige gekauft, denn ich benutze sie auch für feine Arbeiten am Knochen.
      Ich mache gleich mal ein Bild von meinen Bohrer und stells in meine Galerie ein.

      Dir frohes Schaffen ! :)

      Nachtrag - ich merke gerade das ich nicht an meinen Fotoknips komme :(
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    • So hier ist ein Bild :
      3 Augenbohrer aus Nägeln
      Erst auf dem Foto habe ich gesehen, das da Lederfusseln, vom Mäpchen dran hängen. Das Mäppchen ist auch der Grund für die Markierungen,so kann ich die Bohrer unterscheiden wenn die Spitze geschützt im Leder steckt.
      Die Bohrköpfe stecke ich in eine Dreule,es reicht aber auch wenn man sie in eine Art Schraubenziehergriff einarbeitet.
      Hier in meinem Blog habe ich ein Bild der Dreule (bis zur Mitte scrollen) :
      zeitensprung.blogspot.de/2012/…nde-in-oerlinghausen.html
      (Quelle mein Blog)
      Eine Dreule funktioniert nach dem Wipp Prinzip, vor/zurück.
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    • also ich hab meine sperrschäfte mit ruß geschwärzt. Mit ei, kalk, etwas quark und leinenöl.
      Rezept müßte ich rauskrammen. Das ganze ist nicht nur wasserfest sondern schaut dazu überaus
      modern aus. Man hat mir einen speer sogar schon blank geruppelt, weil man gedacht hat, das so ein
      hoch glänzender lack ja nicht A sein kann. Wie man sich doch irren kann.
      Bono Mellius
    • Ich hätte da noch eine Frage zu euren Dreulen.

      Wie habt ihr den Bohrkopf an der Dreule befestigt?
      Silvia hat in post 12 geschrieben, daß sie bei ihrer ersten einfach den Nagel in das Rundholz geschlagen hatte.
      Die späteren Bohrköpfe scheinen aber auswechselbar zu sein, wenn ich das Bild richtig deute.
      Wie habt ihr das hinbekommen? Der Kopf soll ja nicht irgendwann rausfallen oder im Schaft drehen und auf dem Werkstück stehenbleiben.
      Oder steh' ich mir da grad selbst im Weg und der Kopf hält auch so bombenfest? ?(
      Jenen, die sagen ich leide unter Realitätsverlust sage ich aber:
      Ich verliere nichts! Doch ich gewinne unzählige Realitäten, die ihr nie erfahren durftet!
    • Also - meine Dreule ist unten im Holz eingesägt, und hat auch eine Bohrung. Dahinein wird der Bohrkopf gesteckt, der ist am hinteren Ende auch flach, durch das Gewicht, das einfach nur aufgesteckt ist, wird das Mittelholz so weit zusammen gedrückt, das der Bohrkopf hält. (kannst Du Dir das vorstellen? Ich kann so schlecht erklären.)

      Es gibt Dreulen fertig zu kaufen, meine ist ein Eigenbau, allerdings nicht von mir, sondern vom Christkind. :love:
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